Skaterhockey

Trotz Finalniederlage eine starke Ausbeute der Ducks-Frauen

Sally Klöser (rechts) und Co. gaben nochmal alles, mussten sich aber den Mendener Mambas geschlagen geben.

Sally Klöser (rechts) und Co. gaben nochmal alles, mussten sich aber den Mendener Mambas geschlagen geben.

Foto: Tamara Ramos / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Spielertrainerin Candy Wilson unterstreicht Erfolge der Ducks-Frauen in der Saison 2019. Manuela Kindler hört auf, Laura Brückmann kommt dazu.

Mit einem Tag Abstand war die Enttäuschung bei Candy Wilson schon wieder verflogen. „Angesichts unseres miserablen Starts in die Saison ist unsere Ausbeute schon nicht schlecht“, sagt die Spielertrainerin des Frauen-Skaterhockey-Bundesligisten Duisburg Ducks. Dritter beim Europapokal, Pokalsieger – und nun Vizemeister. Das dritte und entscheidende Play-off-Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft haben die Enten als Titelverteidigerinnen bei den Mendener Mambas mit 5:8 (2:3, 2:1, 1:4) verloren.

„Letztlich haben uns die vielen Strafen das Genick gebrochen“, sagt Wilson. Zunächst kamen die Duisburgerinnen gut in die Partie, lagen zweimal vorne, glichen im Mitteldrittel zweimal aus und gingen mit einem 4:4 in die zweite Pause. Doch die Anfangsphase der finalen 20 Minuten brachte die Entscheidung: Menden traf erst im Powerplay und legte innerhalb von weniger als zwei Minuten zwei weitere Treffer nach. „Ärgerlich ist allerdings, dass beim Stand von 5:7 ein weiterer Treffer von Kira Riepe nicht zählte“, berichtet Wilson. „Die schießt den Ball in den Winkel – aber mit so viel Wucht, dass er gleich wieder raus prallt. Es ist schon bitter, dass die Schiedsrichter das nicht gesehen haben. Wir haben uns auch von vielen verstecken Fouls beeindrucken lassen und haben und dann mit anderen Dingen beschäftigt als dem eigentlichen Spiel.“

Blick richtet sich auf 2020

Wilson richtete danach den Blick bereits auf die Saison 2020. „Aus solchen Niederlagen lernt man“, sagt sie. Beispielsweise, dass man cool bleiben muss. Und den Willen an den Tag legen muss, auch höhere Rückstände noch auszugleichen. „Dennoch bleibt festzuhalten, dass wir aus dieser Saison, die so schlecht für uns angefangen hat, noch so viel mitnehmen können“, betont sie. „Damit war vor einigen Monaten so noch nicht unbedingt zu rechnen.“

Für die neue Saison ergeben sich einige Veränderungen. Christian Perlitz, der in den Play-offs als Coach zur Unterstützung von Candy Wilson eingesprungen ist, könnte künftig als regulärer Trainer an der Bande stehen. Im Team wird es zwei Änderungen geben: Mit Manuela Kindler hat ein Urgestein und eine Leistungsträgerin angekündigt, die Inlineskates an den Nagel zu hängen. Dafür wird sich Laura Brückmann den Ducks anschließen: Die 21-Jährige spielte Eishockey für den Bundesligisten Düsseldorfer EG und hat zudem Skaterhockey-Erfahrung bei den Langenfeld Devils.

Tore: 0:1 (6:46) Kindler (Schroeder), 1:1 (12:10) Lübbert, 1:2 (13:44) Riepe (Kanters), 2:2 (14:20) Zöpnek, 3:2 (16:50) Lübbert (Hahn), 3:3 (30:48) Kindler (Fink), 4:3 (31:29) Lübbert (Zöpnek), 4:4 (33:35) Klöser (Wilson), 5:4 (45:32) Zöpnek (Weltermann/4-3), 6:4 (46:46) Lübbert (Schmuck), 7:4 (47:20) Jörgens (Zöpnek), 7:5 (54:11) Riepe (Kanters), 8:5 (59:20) Zöpnek (Weltermann/4-3). Strafen: Menden 4, Duisburg 12.

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