Fußball

VfB Homberg kassiert in Dortmund eine deutliche Niederlage

Duisburg.  Der Duisburger Aufsteiger geht in der Regionalliga zum fünften Mal im siebten Spiel leer aus. Borussia Dortmund führt schon in der ersten Minute.

Für die Kicker des VfB Homberg ist der Weg durch die Regionalliga weiterhin ein steiniger. Auch bei der U 23 von Borussia Dortmund bot der Aufsteiger eine ansprechende Leistung – doch auch das Stadion Rote Erde verließ er ohne Lohn dafür und kassierte stattdessen mit dem 0:3 (0:1) am Samstag die fünfte Niederlage im siebten Ligaspiel.

Coach Stefan Janßen änderte seine Startelf, im Vergleich zu der, die vor Wochenfrist 3:4 gegen Haltern verloren hatte, auf zwei Positionen. Für Can Serdar und den verletzten Koray Kacinoglu kehrten Pierre Nowitzki und der wieder genesene Kapitän Dennis Wibbe in die Anfangsformation zurück. Wibbe gesellte sich im 3-4-3-System, das sich gegen den Ball in ein 5-4-1 wandelte, in die Angriffsreihe neben Danny Rankl und Marvin Lorch, Nowitzki zu Ahmad Jafari auf die Doppelsechs.

Der VfB-Trainer hatte vor dem Duell bereits angekündigt, einen „heißen Tanz“ auf Roter Erde zu erwarten. Und gleich in der ersten Minute gaben die BVB-Talente den Takt vor und führten – mit 1:0. Linksverteidiger Markus Wolf ließ sich von Joseph Boyamba austanzen, so dass Dortmunds Rechtsaußen, einst im Nachwuchs des MSV Duisburg aktiv, die Kugel ohne große Mühe im langen Eck versenken konnte. Zum sechsten Mal in Folge lief der VfB der Musik hinterher.

Doch nach einem weiteren Schuss von Chris Führich, den VfB-Keeper Philipp Gutkowski über das Tor lenkte (7.), stimmte der Aufsteiger zunehmend in den Takt ein und kam zu Chancen. Justin Walkers 16-Meter-Schuss fischte BVB-Schlusmann Eric Oelschlägel gekonnt aus dem rechten Winkel (14.), dann köpfte Danny Rankl nach einem Wibbe-Freistoß den Ball aus kurzer Distanz am langen Pfosten vorbei (23.). Die Homberger standen nun auch hinten sicherer. Nur einmal kam Schwarz-Gelb durch einen 16-Meter-Schuss von Führich noch zu einem gefährlichen Abschluss vor der Pause (30.). Auf der Gegenseite konnte der allein aufs Tor zu laufende Rankl, im letzten Moment noch von zwei Dortmundern abgedrängt werden (39.). So ging es aus spielerischer Sicht im Gleichschritt in die Kabine, doch der VfB musste die Schlagzahl erhöhen, um etwas am nur vier Zähler aufweisenden Punktestand zu ändern.

Kapitän Wibbe muss zur Pause raus

Für Dennis Wibbe hatte es sich indes ausgetanzt. Der nach muskulären Problemen noch angeschlagene Kapitän, der dennoch viele Kilometer abgespult hatte, räumte seinen Platz auf dem Feld für Nurettin Kayaoglu. „Ich hatte 40 Minuten keine Probleme, aber dann habe ich wieder etwas gemerkt“, hofft Wibbe, dass nicht erneut eine Auszeit droht.

Der VfB drängte nach der Pause weiter auf den Ausgleich. Nach seinem vorerst noch abgewehrten Freistoß zielte Jafari im zweiten Versuch aus 18 Metern nur haarscharf vorbei (49.). In der 58. Minute hatten die mitgereisten VfB-Fans unter den 886 Zuschauern dann schon den Torschrei auf den Lippen – doch Oelschlägel lenkte Rankls Kopfball nach einer Ecke mit einem starken Reflex auf der Torlinie noch um den Kasten. Auf der Gegenseite hatte Homberg dann Glück, dass Führich nur den Außenpfosten traf (61.). Aber dann brachte Dortmunds Außenspieler die Gelb-Schwarzen doch aus dem Rhythmus. Erst war er im 16er nur durch ein Foul von Pierre Nowitzki zu stoppen, den fälligen Strafstoß verwandelte er dann selbst zum 2:0 für den BVB (71.) – und der VfB rannte der Musik nun endgültig hinterher. Kayaoglu setzte einen Freistoß knapp über das Tor (82.). Doch mehr sprang nicht mehr für die weiterhin alles versuchenden Gäste heraus. Stattdessen spielte Steffen Tigges mit dem 3:0 nach einem Konter in der letzten Minute den Schlussakkord (90./+3).

Das alte Lied für den VfB

Und so sangen die Homberger nach dem heißen Tanz zum fünften Mal das alte Lied – das Lied über eine vermeidbare Niederlage nach einer engagierten Leistung in einem lange offenen Spiel. In das stimmte auch Frank Hildebrandt ein. „Ich habe das Gefühl, das Spiel schon dreimal gesehen zu haben“, wähnte sich Hombergs Sportlicher Leiter in einem Déjà-vu.

Stefan Janßen war gefasst – auch wenn er sich „eine Woche Gedanken über die Taktik für ein Spiel machte, in dem du dann nach einer Minute hinten liegst“, so der Coach. „Hätten wir unsere Chancen zum 1:1 genutzt, wäre die junge BVB-Truppe vielleicht noch mal nervös geworden. Aber das haben wir nicht geschafft, So hat sich am Ende die individuelle und die Team-Klasse der Dortmunder durchgesetzt.“

Die Statistik

Borussia Dortmund U 23 – VfB Homberg 3:0 (1:0)

BVB: Oelschlägel – Hippe, Rente, Ruprecht, Wanner – Boyamba (89. Aydinel), Duman (76. Rizzo), Tunga Malanda, Führich – Tigges, Kaastrup (58. Hober).

VfB: Gutkowski – Urban, Berisha Koenders (85. Schmitt) – Walker, Nowitzki (74. Serdar), Jafari, Wolf (87. Rybacki) – Wibbe (46. Kayaoglu), Rankl, Lorch.

Tore: 1:0 Boyamba (1.), 2:0 Führich (71. Foulelfmeter), 3:0 Tigges (90./+3).

Gelbe Karten: Ruprecht – Wibbe, Koenders, Nowitzki.

Schiedsrichter: Florian Visse (Ibbenbüren)

Zuschauer: 886.

So geht’s weiter: Freitag, 13. September, 19 Uhr, VfB – Fortuna Düsseldorf U 23 (PCC-Stadion).

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