Regionalliga

VfB Homberg will den Abstand zu Lippstadt verkürzen

Ferdi Acar (rechts) kehrt in den Kader des VfB Homberg zurück.

Ferdi Acar (rechts) kehrt in den Kader des VfB Homberg zurück.

Foto: Mark Bohla

Duisburg.  Der VfB Homberg spielt am Samstag in der Fußball-Regionalliga beim SV Lippstadt 08. Die Gastgebeber sind für VfB-Trainer Janßen ein Vorbild.

Ihren spielfreien 13. Spieltag der Regionalliga haben die Kicker des VfB Homberg nur bedingt gut überstanden. Zwar steckten mit Haltern, Wuppertal und Bergisch Gladbach drei Konkurrenten in der unteren Tabellenregion Niederlagen ein, doch mit Schalke 04 II, Fortuna Düsseldorf II und dem nächsten Gegner SV Lippstadt 08 erhöhten drei weitere entfernte Nachbarn den Abstand auf den Drittletzten um drei Zähler.

„Die Teams von unten haben gezeigt, dass sie punkten können“, sagt Stefan Janßen, „aber das können wir auch.“ Und das will der Trainer mit seinem Team am Samstag ab 14 in der Liebelt-Arena des SV Lippstadt 08 unter Beweis stellen.

Nach zuletzt nur zwei Zählern aus den vorangegangenen fünf Spielen hat sich der SVL vor Wochenfrist mit einem 2:1 beim BVB II auf den ersten möglichen Nichtabstiegsplatz 15 und auf sechs Zähler vom VfB distanziert. Den Abstand möchten die Homberger morgen wieder verkürzen, wobei die nur um ein Tor besseren und ein Gegentor schlechteren Ostwestfalen in Janßens Augen auch „ein Stück weit Vorbild für uns sein können“, wie der Coach sagt. „Sie sind ein ähnlicher Amateurverein wie wir, und sie haben es geschafft, als ,normaler’ Aufsteiger die Klasse zu halten.“

Eine Frage der Qualität

Auch die Art und Weise, wie der SVL auch in diesem Jahr sein Ziel erreichen will, überträgt der Trainer gern auf sein Team. „Wir haben sie in Dortmund beobachtet. Uns erwartet ein sehr lauf- und kampfstarkes Team, dass sehr diszipliniert ist.“ Tugenden, die auch den VfB stark machen, für die sich die Homberger bislang aber kaum belohnen konnten. „Ein Teil Konzentration, ein Teil körperliche Fitness, ein Teil Abgezocktheit und auch ein Teil Fähigkeit“ ergeben die Kleinigkeiten-Mixtur, die für den Coach bislang die eigene Ausbeute von nur sechs Zählern bewirkt hat.

„Es ist auch eine Qualität, im richtigen Moment das Richtige zu tun. Wenn wir es bis zum Saisonende nicht hinbekommen, haben wir den Qualitätsbeweis nicht geliefert. Aber ich bin überzeugt, dass unsere Truppe in dieser Liga mithalten kann. Wir sind nicht ein einziges Mal in Grund und Boden gespielt worden und brauchen uns nicht zu verstecken“, so Janßen. „Aber Fußball ist vor allem Selbstvertrauen. Deshalb wäre ein Erfolgserlebnis sehr wichtig für uns.“

Punktabzug droht

Beim Versuch, diesen Mutmacher schon am Samstag zu erreichen, kann Mittelfeldmann Ferdi Acar nach langer Auszeit wieder mitmachen. Auch Kapitän Dennis Wibbe ist nun „zu hundert Prozent fit“, wie Janßen berichtet. Die zuletzt krank fehlenden Markus Wolf und Julien Rybacki sind ebenfalls wieder an Bord. Allerdings blieb dem VfB auch in der Spielpause das Verletzungspech treu. So sind Can Serdar (Sprunggelenkverletzung) und Nurettin Kayaoglu (Wadenzerrung) in Lippstadt keine Option.

Sechs Spiele stehen in der Hinrunde noch aus. Bei bislang sechs Punkten wird sich der VfB gewaltig strecken müssen, um die 40 von Janßen für den Klassenerhalt mindestens als notwendig eingeschätzten Zähler noch holen zu können.

Ein Punkt könnte dem VfB schon bald noch abgezogen werden. Da der insolventen SG Wattenscheid 09 ohne frisches Geld in den nächsten Tagen die Schließung des Vereins droht, fiele das 1:1, das der VfB gegen die SGW erreichte, aus der Wertung. Doch dazu hat Stefan Janßen eine ganz klare Meinung. „Uns würde ein Punkt, Bergisch Gladbach würden sogar drei Punkte abgezogen werden“, weiß der Coach, dass ein Ausschluss der SGW nicht nur nachteilig für den VfB wäre, zumal 09 als erster Absteiger feststehen würde. „Aber im Vergleich dazu, dass ein Traditionsverein sterben würde, ist das ein Fliegenschiss.“

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