Laufsport

Vierter Rhein City Run war wieder ein großer Erfolg

Der Sieger: Karol Grunenberg, inzwischen für den FC Schalke 04 laufend, hängte den favorisierten Nikki Johnstone ab.

Der Sieger: Karol Grunenberg, inzwischen für den FC Schalke 04 laufend, hängte den favorisierten Nikki Johnstone ab.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die Veranstalter des Laufs von Düsseldorf und Duisburg waren mit der Resonanz sehr zufrieden. In Kaiserswerth gab es tierische Mitläufer.

Wenn sich zwei Laufexperten zusammentun, dann muss das auch was werden. Zum prächtigen Wetter hatten Sonja Oberem und Jörg Bunert nichts hinzugesteuert, doch ansonsten hatten die beiden Organisatoren des 4. Viactiv Rhein City Laufes in Zusammenarbeit mit dem Stadtsportbund Duisburg wieder alles bestens durchorganisiert. So gut, dass auch die neuerliche Auflage der Veranstaltung zwischen Düsseldorf und Duisburg wieder als großer Erfolg gewertet werden darf.

So strahlten Oberem, zweifache Olympiateilnehmerin im Marathon und Düsseldorfs Laufchefin, sowie Duisburgs Laufexperte Nummer 1, Jörg Bunert, im Duisburger Ziel am Steinhof um die Wette. „Ich habe nur begeisterte Rückmeldungen von den Starterinnen und Startern bekommen. Wir haben uns um 400 Anmeldungen gesteigert, was uns zeigt, dass die frühere Startzeit richtig war“, zeigte sich Bunert begeistert.

Auch viele der insgesamt 3220 Starter hatten am Sonntag nach dem Zieleinlauf in Huckingen ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Auf der Strecke, zu großen Teilen am Rheinufer entlang, gab es so viel Rückenwind, dass etliche Bestzeiten purzelten. Jens Neugebauer (40) vom ASV Duisburg traute jedenfalls seinen Augen nicht, als er nach 1:41:30 Stunde bei seinem allerersten Halbmarathon ins Ziel sprintete: „Mit der Zeit hätte ich nicht gerechnet. Aber es gab teilweise so starken Rücken- und auch Seitenwind, dass das Laufen wirklich leicht gefallen ist. Aber nicht nur die Strecke war top. Auch beim Drumherum haben sich die Organisatoren viele gute Dinge einfallen lassen. Richtig gepusht hat mich zum Beispiel bei Kilometer 16 eine große Gruppe, die mich lautstark mit meinem Namen angefeuert hat. Das war fünf Kilometer vor Schluss genau der richtige Zeitpunkt.“

Spitzenzeit von Grunenberg

Auch die Spitzenläufer wurden von den perfekten Bedingungen beflügelt. Karol Grunenberg (Schalke 04) gewann das Rennen über 21,1 Kilometer, das an der Theodor-Heuss-Brücke in Düsseldorf gestartet war, bei den Männern mit einer Zeit von 1:05:27 Stunde, die zur nationalen Spitze gehört. Auf Rang zwei kam Nikki Johnstone vom LAZ Rhein-Sieg, der die Ziellinie in Huckingen nach 1:08:12 Stunde überquerte. Für Johnstone, den Sieger von 2017 und Gewinner des 36. Rhein-Ruhr-Marathons in Duisburg, war es eine persönliche Bestzeit über diese Distanz. Bei den Frauen war Katharina Wehr vom TV Wanheimerort, diesmal für Laufsport Bunert am Start, nicht zu schlagen. 1:19:53 Stunde bedeuteten ebenfalls einen neuen Streckenrekord. Auf Platz zwei kam Alexandra Krämer (TuRa Remscheid-Süd/1:26:23 Stunde).

Während es im Duisburger Ziel ausnahmslos gute Laune gab, so hatten auch die Düsseldorfer gut lachen. Wie im Vorjahr ging die Städtewertung mit einem Vorsprung von acht Minuten auf die Durchschnittszeit, der jeweils besten 400 Starter aus den beiden Städten, an die Nachbarstadt. Das bereitete der guten Stimmung aber nicht mal ansatzweise ein Ende.

Das galt auch für eine unerwartete Begleitung, die einige Läufer auf der Strecke erlebten. In Düsseldorf-Kaiserswerth mischte sich eine Schafherde unter die Teilnehmer. Aufs Mitlaufen bis nach Huckingen hatten die Vierbeiner dann aber doch keine Lust. Es wäre vermutlich auch schwierig gewesen, sie der einen oder der anderen Stadt zuzuordnen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben