Rollhockey

Walsumer Männer schenken der ERG Iserlohn sieben Tore ein

Der überragende Akteur: Miquel Vila (rechts) überwand Iserlohns Torhüter Lukas Kost gleich fünfmal. Das konnte auch Gästekapitän Timon Henke (links) nicht verhindern.

Der überragende Akteur: Miquel Vila (rechts) überwand Iserlohns Torhüter Lukas Kost gleich fünfmal. Das konnte auch Gästekapitän Timon Henke (links) nicht verhindern.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Das Prestigeduell der Rollhockey-Bundesliga geht klar an den Rekordmeister aus dem Duisburger Norden. Frauen kassieren knappe Niederlage.

Duelle zwischen der RESG Walsum und der ERG Iserlohn in der Rollhockey-Bundesliga waren in der Vergangenheit stets eine enge Angelegenheit. Das galt auch an diesem Samstag – allerdings nur für das Aufeinandertreffen zwischen den Frauenteams beider Vereine. Mit 2:3 (0:1) verloren die Gastgeberinnen hauchdünn gegen den amtierenden Deutschen Meister aus dem Sauerland. Eine unerwartet klare Kiste war hingegen im Anschluss die Partie der Männer. Mit 7:0 (5:0) überrollten die Roten Teufel den Erzrivalen äußerst deutlich.

Gegen den im Vergleich zu den Vorjahren nicht mehr so dominant auftretenden Serienchampion hatten sich die RESG-Frauen durchaus etwas ausgerechnet. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe“, befand Walsums Trainer Thomas Drotboom, der augenzwinkernd ergänzte: „Im Fußball hätte man gesagt: Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen.“ Beide Teams agierten vor allem in der Defensive sehr stark und ließen auch etwas zu; der erste RESG-Fehler sorgte dann für den Pausenrückstand. Ein kleiner Fehler der ansonsten starken Keeperin Charlotte van Putten begünstigte das 0:2, das Silvia Romero mit dem Anschlusstreffer beantwortete. Anschließend haderte Drotboom mit Schiedsrichter Wittig, der ein klares Iserlohner Foul nicht geahndet habe: „Im Gegenzug fällt das 1:3.“ Zwar konnte Lisa Dobbratz noch einmal verkürzen, doch zu mehr langte es nicht. „Schade, aber trotzdem eine tolle Teamleistung“, resümierte der Coach.

Sein Kollege Christopher Nusch hatte etwas später uneingeschränkten Grund zum Jubeln: Mit dem 7:0 gegen Iserlohn setzten die RESG-Männer ein deftiges Ausrufezeichen. „Unser Matchplan ist voll und ganz aufgegangen: gut verteidigen, sich nicht provozieren lassen, konzentriert und schnell nach vorne spielen. Insgesamt kann man sagen, dass die Iserlohner an diesem Tag keine Chance hatten – obwohl sie komplett waren“, so Nusch.

Überragender Akteur war diesmal Miquel Vila. Fünf Treffer schenkte der Spanier den Sauerländern ein, davon vier in der ersten Hälfte. Nach seinem Doppelpack in der vierten und achten Minute legte Christopher Berg mit einer gedankenschnellen Aktion das 3:0 nach (9.), ehe Vila in der 13. und der 23. Minute doppelt nachlegte. „Mit dem 4:0 in Unterzahl nach einer blauen Karte gegen Chrissy Berg war den Iserlohnern der Zahn endgültig gezogen“, freute sich Christopher Nusch. Nach dem Wechsel schraubten erneut Vila (35.) sowie Landsmann Xevi Berruezo (40.) das Ergebnis weiter in die Höhe. Der Walsumer Trainer fasste zufrieden zusammen: „Es tut einfach gut zu sehen, dass die Jungs den Kopf frei haben und endlich das zeigen, was sie können.“

Schlechte Kunde gab es dann aber am Sonntagabend für die RESG: Das mit 6:5 nach Penaltyschießen gewonnene Derby gegen den TuS Düsseldorf-Nord wurde vom Verband neu angesetzt. Grund war ein Fehler von Schiedsrichtern und Kampfgericht bei der Auflösung einer Walsumer Unterzahl. (T. K.)

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