Regionalliga

Wieder nur tröstende Worte für den VfB Homberg

Die B-Note stimmt – der Ertrag noch nicht: Torschütze Durim Berisha (links) und Ahmad Jafari gingen in ihrem ersten Heimspiel am Rheindeich mit dem VfB leer aus.

Die B-Note stimmt – der Ertrag noch nicht: Torschütze Durim Berisha (links) und Ahmad Jafari gingen in ihrem ersten Heimspiel am Rheindeich mit dem VfB leer aus.

Foto: Stefan Rittershaus / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Der VfB Homberg kassiert in der Regionalliga beim 1:3 gegen den Wuppertaler SV die dritte Niederlage in Folge. WSV mit späten Toren.

Stefan Janßen hatte vor dem Spiel gegen den Wuppertaler SV noch gesagt, dass der gegnerische Trainer in der Pressekonferenz nach dem Spiel ruhig anmerken könne, dass nicht die bessere Mannschaft gewonnen hätte. Stattdessen musste sich der Trainer des VfB Homberg nach dem 1:3 (0:1) gegen den WSV genau das anhören, was er nach den vorangegangenen zwei Niederlagen in der Fußball-Regionalliga auch schon gehört hatte. „Es war das erwartet schwere Spiel, der VfB war sehr gut eingestellt. Wir sind glücklich, dass wir das Spiel gewinnen konnten“, sagte Gäste-Coach Andreas Zimmermann wohlwollend in Richtung Stefan Janßen. Doch der war nach der Regionalliga-Premiere am Rheindeich einfach nur „traurig und auch ein bisschen frustriert“.

Die Gefühlslage des Trainers spiegelte die seiner Kicker wider. „Ich habe in die Gesichter meiner Jungs geguckt, die alles versucht und gegeben haben, um dieses Spiel zu gewinnen“, so der Coach. „Aber am Ende haben Kleinigkeiten gegen uns entschieden – die minimalen Dinge, die in der Regionalliga einfach den Ausschlag geben können.“

Damit sprach der Coach zum einen das Pech an, das sein Team beim Stand von 1:1 hatte, als der Distanzschuss von Koray Kacinoglu an der Querlatte landete (65.). Auf der anderen Seite sprach er die ausgelassenen Großchancen an, die Danny Rankl beim Stand von 0:0 im Alleingang auf WSV-Keeper Edin Pepic wegen eines zu weit vorgelegten Balls (19.) ebenso liegen ließ wie in der 50. Minute, als der Stürmer den leeren Kasten verfehlte – nachdem Kollege Marvin Lorch aus drei Metern den Wuppertaler Torwart angeschossen hatte. „Diese Dinger müssen wir einfach nutzen, um auch mal selbst in Führung zu gehen“, monierte Janßen die mangelnde Torausbeute.

Marzullo macht den Deckel drauf

Eine weitere Kleinigkeit, die der Coach ansprach, war die Entstehung zum 1:2 durch Gianluca Marzullo in der 88. Minute: „Wenn wir den Angriff mit einem taktischen Foul unterbinden, gibt es einen Freistoß an der Mittellinie. So lassen wir den Angriff laufen und Marzullo trifft genau ins Eck.“

Dass der Rechtsaußen dann nur eine Minute später nach einem Konter auch noch den Deckel drauf packte, war den komplett auf Angriff ausgerichteten Bemühungen der Homberger geschuldet. „Wir wollten den Sieg, deshalb habe ich auch offensiv gewechselt“, sagte Janßen, „leider konnten wir damit nicht die Impulse nach vorne setzten, die ich mir erhofft hatte.“

Nach der ersten Gäste-Führung durch Lukas Knechtel, der den Ball nach einem Freistoß mit einem strammen Schuss aus dem linken Halbfeld im rechten Eck versenkt hatte (26.), hatte ausgerechnet ein Homberger Startelf-Debütant den Ausgleich besorgt. Durim Berisha war für Robin Urban in die Innenverteidigung gerückt, da Urban im Training einen Schlag auf die Wade abbekommen hatte. „Der Muskel ist zu, es ist aber wohl nichts kaputt“, so Urban, der hofft, im Gastspiel bei Alemannia Aachen in einer Woche wieder dabei sein zu können.

Doch Berisha zeigte, dass er mehr als ein Ersatz sein kann. Der erst 19-jährige Neuzugang von Rot-Weiß Oberhausen präsentierte sich in der Abwehr völlig unaufgeregt und bewies zudem, dass auch in der Offensive mit ihm zu rechnen ist. Nach einer Flanke von Markus Wolf schraubte sich Berisha in die Luft und köpfte die Kugel zum 1:1 ins Netz.

„Bereicherung für die Regionalliga“

„Durims Einsatz hat sich erst am Morgen entschieden und er hat seine guten Trainingsleistungen mit einem Klasse-Spiel bestätigt“, lobte Janßen, der mit dem Punkt, den Berisha in der 55. Minute vorerst besorgt hatte, dennoch nicht zufrieden gewesen wäre. „Verdient hätten wir ihn aber mindestens gehabt“, meinte Rechtsaußen Marvin Lorch..

Doch am Ende mussten sich die Homberger erneut tröstende Worte anhören, die ihnen eigentlich sogar gefallen müssten. „Der VfB ist auf jeden Fall eine Bereicherung für die Regionalliga“, lobte Andreas Zimmermann bei der Pressekonferenz.

Damit das auch für die nächste Saison noch gilt, will sein Gegenüber Stefan Janßen fortan statt warmer Worte aber lieber Punkte kassieren.

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