Fußball-Bezirksliga

20 Tore von Gevelsberg, Voerde und Schwelm

Nichts verlernt: Alexander Valdix (hier mit Melvin Najdanovic) lässt seine SCO-Reserve wieder jubeln, traf im Test gegen VfB Schwelm gleich dreimal.

Nichts verlernt: Alexander Valdix (hier mit Melvin Najdanovic) lässt seine SCO-Reserve wieder jubeln, traf im Test gegen VfB Schwelm gleich dreimal.

Foto: Biene Hagel / Archiv

Ennepe-Süd.  20 Treffer gab es in den drei Test-Spielen mit der Beteiligung der drei heimischen Fußball-Bezirksligisten Schwelm, Voerde und Gevelsberg.

Drei Wochen noch – dann beginnt die Saison in der Fußball-Bezirksliga. Die drei heimischen Vertreter testeten am Sonntag ihre neuen Teams. Während der FC Blau-Weiß Voerde sich Landesliga-Aufsteiger Hagen 11 als „Sparringspartner“ ausgesucht hatte, probten FSV Gevelsberg und VfB Schwelm gegen Kreisligisten. Der VfB beim „Fast-Aufsteiger“ SCO II, der FSV gegen Linderhausen. Insgesamt standen in den drei Spielen 20 Treffer zu Buche.

Acht Treffer am Schlagbaum

Mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten wartete der VfB Schwelm beim 4:4 am Schlagbaum auf. Drei individuelle Fehler in der ersten halben Stunde sorgten für einen 0:3-Rückstand. „Wir hatten viele Spielanteile, waren aber ohne jede Durchschlagskraft“, bemängelte VfB-Trainer Marco Menge. Ihm fehlte das Engagement seiner Mannschaft und die Bewegung ohne Ball.

Da wurde er in der Pause etwas lauter als üblich – und erreichte die Spieler mit seiner klaren Ansprache, die nach Wiederanpfiff trotz schwerer Beine nach harten Trainingseinheiten über die Woche, deutlich stärker wurden. Jetzt klappte es auch vor dem gegnerischen Tor. Kluft, der eingewechselte Fadel Allouch mit einem Doppelpack und Rückkehrer Kerib Mehreteab sorgten in den zweiten 45 Minuten noch für vier Treffer. Für Marco Menge war die Partie bei den mit einigen Landesligakräften angetretenen Obersprockhövelern „eine etwas bessere Trainingseinheit“. Er wollte die schwache erste Halbzeit nicht allzu hoch hängen, hat aber erkannt: „Wir müssen jetzt an unserer Defensive arbeiten.“Im Tor der Schwelmer gab Kai Bock sein Debüt. Der VfB hatte den Schlussmann erst am Freitag als Backup für Florian Ricken verpflichtet. Der 33-jährige Bock kommt vom Wuppertaler Kreisligisten TSV Union und hat auch viele Jahre in der Bezirksliga gespielt.

Ricken fehlte ebenso wie die Zugänge Cosimo Russo, Marten Meier, Boris Raab und Emin Yigit. Marco Menge standen deshalb nur drei Auswechselspieler zur Verfügung. Das Duell der Top-Torjäger ging klar an den Obersprockhöveler Alex Valdix. Der lieferte einen Dreierpack ab, während Schwelms Kapitän Michael Kluft nur einmal traf. Beide spielten jeweils eine gute Stunde.

Neun neue Kräfte in Voerde

Beim 3:4 des FC Blau-Weiß Voerde gegen die SpVg Hagen 11 setzten beide Trainer alle verfügbaren Spieler ein. Neun neue Kräfte brachte Blau-Weiß-Coach Jens Hoog, fünf sein Hagener Antipode Stefan Mroß zum zweiten Durchgang. Trotz der zahlreichen Umstellungen gab es aber bei keinem Team ein deutlich spürbaren Bruch. Mit seiner Mannschaft war Hoog am Ende sehr zufrieden. „Immerhin haben wir gegen ein starkes Kaliber gespielt“, stellte er zur Recht fest. Hagen ging auch schnell in Führung – durch einen wohl nicht zwingenden Foulelfmeter nach einem Körpereinsatz von Max Runge und einem tollen Spielzug in die Schnittstelle der Abwehr. Doch Voerde kam zurück, ließ sich dadurch nicht beeindrucken.

Marc Kiewitt, neben Matz Völlmecke einziger Spieler, der über 90 Minuten auf dem Feld stand, stibitzte Hagens Keeper Justus Nieder den Ball und sorgte für den Anschluss. Jannis Pflüger besorgte nach einer sehenswerten Kombination den Ausgleich. Doch Hagen 11 wäre nicht Hagen 11 ohne Tim Bodenröder. Der Ex-Schalker spielte seine Schnelligkeit aus und sorgte nach Wilkes 2:3 wieder für einen Zwei-Tore-Vorsprung. Michael Kupilas gelang in den letzten Minuten nur noch die Ergebniskorrektur.„Ich kann die ganze Mannschaft loben“, sagte Jens Hoog, „aber es war nur ein Freundschaftsspiel – darauf dürfen wir uns nicht ausruhen.“

Erster Sieg für Gevelsberg

Nach bisher drei Niederlagen in den Vorbereitungsspielen hat der FSV Gevelsberg mit dem 5:0 gegen die Spvg. Linderhausen den ersten Sieg unter dem neuen Trainer Uwe Jöns gelandet. Der konnte allerdings zum Start auch erstmals elf Spieler aufs Feld schicken, ohne auf Akteure der zweiten Mannschaft zurückgreifen zu müssen.

Den ersten Durchgang gestalteten die Bachtaler sehr dominant, zeigten sich spielfreudig. Immer wieder spielten sie sich bis zur Grundlinie durch, um dann mit Pässen in den Rücken der Linderhauser Abwehr für Gefahr zu sorgen. So fielen auch bis zur Halbzeit fünf schön herausgespielte Treffer, wobei sich Jonathan Kissing als doppelter Torschütze auszeichnete.

Nach der Pause schaltete der FSV dann einen Gang zurück. „Uns fehlt noch die Luft für 90 Minuten“, meinte Jöns entschuldigend. Trotzdem verzeichneten seine Jungs weiter eine hohe Ballbesitzquote, ihnen fehlte aber die Durchschlagskraft.

Mit Matthias Schoger, Luis Kronenberg und Leon Kerkhof setzte er im zweiten Durchgang drei Spieler ein, die gerade erst aus dem Urlaub zurückgekehrt sind. Zudem durfte Ersatztorwart Patrick Penzhold auf ungewohnter Position ran: Im Sturm.

Linderhausens Coach Marvin Borberg setzte im Spielverlauf mit Thorben Torell, André Ulrich und Mario Hernandez auch seine drei Spieler von der Bank ein.

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