Baseball

Alle mit nach Hause genommen

Christian Sandmann (links) im Gespräch mit Marcel Penger.

Christian Sandmann (links) im Gespräch mit Marcel Penger.

Foto: Michael Scheuermann

Ennepetal.  Die Baseballer der Ennepetal Raccoons gewinnen die beiden Spiele in Ratingen und werden damit die Saison mindestens auf Platz vier beenden.

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Auf den vier Bases warten die Spieler der Ennepetal Raccoons auf Marcel Penger. Der starke Pitcher ist dieses Mal in anderer Rolle unterwegs, dieses Mal schreitet er mit dem Holzschläger auf der Schulter zur Homebase. Der Pitcher der Ratingen Goose Necks holt aus und dreht kurz danach den Kopf um – denn Penger befördert den Ball mit Tempo aus dem Stadion der Ratinger – und sorgt damit für vier Punkte für sein Team. Am Ende darf er sich mit seinen Mannschaftskollegen über zwei Siege im Rheinland freuen. Damit ist den Baseballern aus Ennepetal der dritte Platz in der 2. Bundesliga so gut wie nicht mehr zu entreißen.

Spiel schnell gedreht

Grand-Slam Homerun heißt das, was Penger am Sonntag in Ratingen gelang. „Das war klar das Highlight des Spiels“, freut sich sein Trainer Achim Hilger über Treffer seines Spielers. Dabei startete sein Team etwas verhalten in die erste von zwei Begegnungen – zu verhalten für den Geschmack des Raccoons-Trainer.

„Wir haben ein wenig gebraucht und haben auch ein paar kleine Fehler zu Beginn gemacht. Danach haben wir aber klar dominiert“, schildert Hilger. Vor allem defensiv sorgten die beiden Pitcher Nils Brünger und Sebastian Balk mit ihren präzisen Würfen für die nötige Sicherheit – und so wurde der 0:1-Rückstand schnell gedreht und es stand am Ende ein klares 17:3 für die Ennepetaler auf der Anzeigetafel.

Im zweiten Spiel des Tages lagen die Raccoons dann nach dem ersten Spielabschnitt mit 0:2 zurück – auch, weil der Unparteiische nicht immer ganz auf der Höhe war. Doch der Aufsteiger zeigte sich in der Folge unbeeindruckt davon und nutzte die vielen individuellen Fehler der abstiegsbedrohten Ratinger aus. Im vierten Inning gingen die Ennepetaler wieder klar in Führung und brachten diese dann auch sicher nach Hause.

„Vor allem mit der Offensive bin ich hochzufrieden“, freute sich Achim Hilger über die starke Leistung seiner Abteilung Attacke. Elf Punkte erzielten die Raccoons, zu viel für die teilweise überforderten Gastgeber. Und auch wenn die Ennepetaler in der zweiten Partie gleich sechs Runs zuließen, war auch die Defensive über weite Strecken der Begegnung auf der Höhe.

Stark zeigte sich in beiden Spielen der zweite Balk im Team. „Patrick hat wirklich einen bombigen Job an der dritten Base gemacht“, lobt Hilger Patrick Balk. Ähnlich wie sein Bruder Sebastian zeigte sich Patrick Balk in einer hervorragenden Verfassung – und damit als wichtiges Puzzleteil für den 14. Saisonsieg der Waschbären.

Platz drei noch möglich

Die Bilanz der Ennepetaler sorgt bei deren Trainer für Lobeshymnen. „Das hätte ich mir nicht erträumen lassen. Jetzt freuen wir uns auf das Highlight bei Flutlicht in Dortmund“, so Achim Hilger. Doch zuvor haben die Raccoons nun erst einmal Pause. Erst am 31. August geht es für das Hilger-Team zum letzten Doppelspieltag zu den Dortmund Wanderers. So oder so wird am Saisonende der vierte Platz in der ersten Saison in Deutschlands zweithöchster Spielklasse stehen, bei entsprechenden Ergebnissen ist sogar noch der dritte Platz möglich. Dafür müssten die Bonn Capitals II noch zwei ihrer noch ausstehenden sieben Partien verlieren.

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