Basketball

Aus droht gleich zum Auftakt

Trainer Robin Singh mit Routinier Giovanni Palopoli.

Trainer Robin Singh mit Routinier Giovanni Palopoli.

Foto: MiSch

Schwelm.  Freitagabend geht es los, für RE Baskets Schwelm. Dabei droht das Aus in der ersten Runde um den WBV-Pokal.

Viel hat in der vergangenen Saison nicht gefehlt für die Basketballer der RE Baskets Schwelm. Das Farm-Team des ProB-Ligisten EN Baskets spielte eine ausgezeichnete Runde. Nur aufgrund von personellen Engpässen in einigen Spielen verpasste das Team um Trainer Robin Singh eine noch bessere Platzierung. Am Ende der abgelaufenen Spielzeit sprang dennoch ein hervorragender dritter Platz in der 2. Regionalliga heraus. Zudem erreichte die RE das Halbfinale im WBV-Pokal.

Am heutigen Freitag geht es wieder los. Das erste Pflichtspiel könnte aber auch gleichzeitig das letzte im Pokal für diese Saison sein.

Ob es in der kommenden Saison wieder so erfolgreich zu geht, ist fraglich. Schließlich haben die Schwelmer einen großen Umbruch hinter sich. Wie beim großen Bruder EN Baskets haben zahlreiche Spieler den Verein verlassen. Doch im Gegensatz zu den Profis aus der 2. Bundesliga, ProB, haben die Wechsel der Amateure von Rote Erde eher berufliche oder private Gründe. „Mit Mirko Krieger, Sven Morlock, Paul Giese, Kevin Stockey, Dominik Stodolski und Nils Scharf verließen sowohl Starter und Topscorer als auch wichtige Rollenspieler und ein erfahrener Veteran das Team. Sie alle mussten aus beruflichen Gründen kürzer treten oder aufgrund eines Standortwechsels ihre Zelte woanders aufschlagen”, sagt Trainer Robin Singh.

Co-Trainer Rust tritt kürzer

Auch für ihn wird es eine Veränderung geben, denn künftig steht ihm auch der erfahrene Benjamin Rust nicht mehr zur Seite. Rust tritt nach vielen Jahren im Basketball sportlich kürzer. „Er möchte in Zukunft mehr Zeit für die Familie haben”, sagt Singh. Er wird also in der kommenden Spielzeit eigenverantwortlich für die Schwelmer Basketballer sein. Dabei gilt es für den 35-jährigen Trainer in Doppelfunktion, einen gewaltigen Umbruch zu moderieren. Gemeinsam mit Falk Möller, mit dem Singh als Co-Trainer die EN Baskets betreut, und Geschäftsführer Omar Rahim konnte er für die vielen Abgänge eine ganze Reihe neuer Spieler nach Schwelm lotsen. Insgesamt acht neue Akteure stehen in der kommenden Spielzeit bei den Heimspielen in der Sporthalle des Märkischen Gymnasiums auf dem Parkett.

Doch nur mit jungen Spielern geht es nicht. Das weiß auch Singh. Gut also, dass er mit Giovanni Palopoli, Sebastian Schröter und Mats Wessel drei erfahrene Akteure im Aufgebot der RE Baskets hat.

Einige Spieler mit Doppellizenz

Verstärkt mit einigen jungen Spielern aus den eigenen Reihen und gleich fünf Doppellizenz-Spielern der EN Baskets, hat die RE wieder ein schlagkräftiges Team beisammen. Aus dem Kader des ProB-Ligisten könnten – je nach Spieltermin – mit David Ewald, Moses Kazembola. Mauro Nürenberg, Till Radtke und Malik Kudic fünf Spieler beim Farm-Team auf dem Feld stehen. „Gerade der Fortschritt bei David Ewald hat gezeigt, wie gut das den Spielern tun kann”, sagt Singh. „Im Vordergrund steht zunächst die Entwicklung der jungen Spieler. Erst die Zeit wird zeigen, welche Rolle das Team in der Liga spielen kann”, gibt sich Singh mit Blick auf die Zielsetzung in der neuen Spielzeit zurückhaltend.

Auch wenn die Entwicklung der jungen Talente im Vordergrund steht, möchte Singh kein Spiel einfach nur aus perspektivischen Gründen angehen. „Wir wollen schon mehr Spiele gewinnen als verlieren. Das ist eben auch wichtig für die Entwicklung der jüngeren Spieler”, so der RE-Trainer.

Erster Gegner sind Hertener Löwen

Es wird also wahrscheinlich nicht so gut laufen wie in der abgelaufenen Saison, als das Singh-Team nur aufgrund des verlorenen direkten Vergleichs gegen Werne am Ende „nur“ auf dem dritten Platz in der Tabelle landete.

Der Auftakt in die neue Spielzeit wird ein sehr schwerer. Nachdem die Schwelmer in der Vorsaison bis in das Halbfinale des WBV-Pokals vorstoßen konnten, geht es in der ersten Runde des Pokals nun gegen die Hertener Löwen. Das Team aus dem Ruhrgebiet spielt nach dem Abstieg aus der ProB 2016 eine gute Rolle in der 1. Regionalliga, in der Vorsaison landete das Team um den ehemaligen Schwelmer Matthias Perl auf dem zweiten Platz.

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