Fußball-Bezirksliga

Bezirksliga-Premiere mit 42 Jahren

Lars Möske, Trainer des Fußball-Bezirksligisten BW Voerde, herzt seinen Routinier Marcel Henning.

Lars Möske, Trainer des Fußball-Bezirksligisten BW Voerde, herzt seinen Routinier Marcel Henning.

Foto: Michael Scheuermann

Ennepetal/Gevelsberg.   Nach dem Derby: Marcel Henning erstmals für Voerde dabei. FSV-Trainer Wolfgang Hamann lobt seinen Debütanten Patrick Penzold für Torwart-Leistung

Vor allem fair sollte es zugehen beim letzten Derby der Saison in der Fußball-Bezirksliga. Das hatten sich die beiden Trainer Wolfgang Hamann (FSV Gevelsberg) und Lars Möske (BW Voerde) gewünscht. Ihr Wunsch ging weitestgehend in Erfüllung.

Auch, weil der junge Schiedsrichter die Partie gut im Griff hatte. Er kam lange ohne Gelbe Karten aus. Erst Mitte der zweiten Halbzeit war zum ersten Mal eine Verwarnung fällig. Flemming Monse traf es. Insgesamt standen am Ende fünf „Gelbe“ im Spielbericht, drei gegen Voerder, zwei gegen Gevelsberger Spieler.

Verletzung noch unklar

Erfreulich dabei, dass keine Brutalität im Spiel war, auch wenn Wolfgang Hamann kurz nach der Pause Rasim Zhushi angeschlagen auswechseln und Torwart-Debütant Patrick Penzold längere Zeit behandeln musste. Doch der Debütant im Tor der Gevelsberger, bisher spielte er in der zweiten und dritten Mannschaft des FSV, biss auf die Zähne und machte weiter. „Was er mitbekommen hat, muss noch geklärt werden“, sagt Wolfgang Hamann, „möglicherweise eine Verletzung des Jochbeins.“

Am Ende lobt der Coach seinen Schlussmann: „Er hat seine Sache gut gemacht und uns vor allem im ersten Durchgang mit tollen Paraden im Spiel gehalten.“ Ein weiterer seiner jungen Spieler durfte sich über positive Trainerkritik freuen: „Max Schröder hat sensationell gespielt. Schade, dass er seine zweite große Torchance nicht genutzt hat.“

Patrick Penzold war übrigens nicht der einzige Bezirksliga-Debütant in dieser Partie. Bei den knapp besetzten Voerdern hatte Trainer Möske neben Maxi Runge, der zuvor schon 72 Minuten in der zweiten Mannschaft gespielt hatte, die Altherrenspieler Sinan Akbaba, Trainer der zweiten Mannschaft, und Marcel Henning auf die Bank gesetzt. Letzterer durfte dann im zarten Alter von 42 Jahren in den letzten Minuten noch eine im doppelten Sinne späte Premiere feiern.

Gut stand beim FSV auch die neu formierte Innenverteidigung mit Lucca Sam-Cobbah und Björn Sobotzki. Auch wenn Sam-Cobbah vor der 1:0-Führung der Voerder das Laufduell gegen Marc Kiewitt verloren hatte. Aber der Voerder ist ja bekanntermaßen pfeilschnell, da hat schon mancher Bezirksligaspieler nur die Hacken gesehen.

Niggeloh junior „nicht lustig“

Dass Spieler älter werden, wird am einfachsten am Nachwuchs sichtbar. So bei Dennis Niggeloh (33) und Björn Sobotzki (36). Beide werden jetzt häufiger von ihren Kindern zum Sportplatz begleitet – so auch am Sonntag am Tanneneck. Niggeloh junior findet es dabei regelmäßig gar nicht lustig, wenn ihn sein Papa der Mama übergibt, weil er aufs Spielfeld geht – und lässt das auch jeden wissen.

Restprogramm des Südkreis-Trios

In den restlichen drei Partien hat der FSV Gevelsberg das schwerste Programm, geht es doch noch gegen die führenden Teams von Spitzenreiter und Fast-Meister SpVg Hagen 11 und Zweitplatziertem RW Lüdenscheid. Letzter Gegner ist SC Hennen, mit dem es BW Voerde neben ETuS/DJK Schwerte und Türkiyemspor Hagen noch zu tun hat. Der VfB Schwelm trifft ebenfalls noch auf Türkiyemspor sowie auf SSV Kalthof und tritt im letzten Spiel im Garenfelder Waldstadion an.

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