Handball-Verbandsliga

Björn Wohlgemuth: Schwelmer Hartnäckigkeit zahlt sich aus

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Zurück auf dem Feld, aber in neuem Dress: Der Ex-Gevelsberger Björn Wohlgemuth läuft am vergangenen Sonntag überraschend für die RE Schwelm auf.

Zurück auf dem Feld, aber in neuem Dress: Der Ex-Gevelsberger Björn Wohlgemuth läuft am vergangenen Sonntag überraschend für die RE Schwelm auf.

Foto: Marinko Prša

Schwelm.  Sein Auftritt überraschte viele Beobachter: Björn Wohlgemuth ist bei der RE Schwelm zurück auf dem Parkett – und das nicht zum letzten Mal.

Am vergangenen Samstag reagierte Handball-Verbandsligist RE Schwelm auf seine Verletztenmisere mit einigen personellen Überraschungen. Auf dem Spielberichtsbogen fand sich unter anderem der Name von Björn Wohlgemuth. Der 32-Jährige spielte zuletzt vor gut drei Jahren beim Nachbarn HSG Gevelsberg/Silschede. Aus zeitlichen Gründen hörte der damals mit dem Handballspielen auf. „Wenn mir vor ein paar Wochen jemand gesagt hätte, dass ich am Wochenende auf dem Feld stehe, hätte ich ihn für verrückt erklärt“, spricht Wohlgemuth über sein Comeback.

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Mit dem Schwelmer Spielertrainerduo Björn Rauhaus und Yannick Brockhaus spielte er schon in Gevelsberg zusammen, ebenso mit seinen neuen Teamkollegen Theo Bezirgiannis, Tobias Fleischhauer und Ruben Köhrer. Das Trainerteam der RE stellt schon vor einer Weile den Kontakt wieder her und fragt immer wieder bei Wohlgemuth an. Eine Hartnäckigkeit, die sich letztlich auszahlte. „Irgendwann bin ich zum Training gegangen. Es hat richtig Spaß gemacht, ich habe mich wohl gefühlt. Die Truppe ist super, viele der Jungs kenne ich ja schon seit Jahren“, äußert er sich über seine ersten Eindrücke.

Trotz Niederlage ein gutes Gefühl

Aufgrund der angespannten personellen Situation stand Wohlgemuth dann im Heimspiel gegen den TuS Hattingen erstmals für die RE auf dem Feld. Eine vollwertige Rückkehr zum Handball schließt er zeitlich weiterhin aus, sein letztes Spiel soll es aber nicht gewesen sein. „Das Gesamtkonstrukt passt für mich. Ich werde, wenn es die Zeit erlaubt, beim Training sein und bestimmt auch noch die ein oder andere Partie spielen“, blickt er auf den weiteren Saisonverlauf. Auch wenn er sich bei der 26:28-Niederlage ein anderes Ergebnis gewünscht habe, brachte der Tag einiges Positives mit. „Es war ein gutes Gefühl, Teil des Teams zu sein und zusammen auf der Platte zu stehen.“

Für die RE ist die Rückkehr von Wohlgemuth ins Handballgeschäft ein großer Gewinn. Als waschechter Rückraumshooter bringt er Qualitäten mit, die den Schwelmer bisweilen fehlten. „Er ist ein Spielertyp, den wir sehr gut gebrauchen können“, spricht Brockhaus über seinen ehemaligen und neuen Teamkollegen. „Er passt hier einfach gut rein und wir hoffen natürlich, ihn möglichst häufig bei uns zu haben.“ Trotz der langen Pause bringt Wohlgemuth die nötige Fitness mit um sofort eine Hilfe für den Verbandsligisten zu sein. In den kommenden Wochen müssen sich noch die nötigen Automatismen im Zusammenspiel bilden, um sein volles Potenzial zur Geltung zu bringen. „Ich bin mir sicher, dass er im Laufe der Saison noch so manches gute Spiel für uns machen wird.“

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