µFrauen-Basketball

„Damen sind Seele der Abteilung“

Martin Schrader, Sportlicher Leiter der TGV-Basketball, hat das Traineramt für die Landesliga-Damen übernommen.

Martin Schrader, Sportlicher Leiter der TGV-Basketball, hat das Traineramt für die Landesliga-Damen übernommen.

Foto: Volker Speckenwirth

Ennepetal.  Die Landesliga-Korbjägerinnen der TG Voerde wollen nach bewegter Sommerpause mit neuem Coach Schrader das Team wieder in ruhigeres Fahrwasser.

Sie haben in der vergangenen, bewegten Saison der Basketball-Landesliga einen beachtlichen fünften Platz erreicht. Den Spielerinnen um Trainer Holger Hoffmann standen 14 Siege bei acht Niederlagen zu Buche. Doch für die Basketballerinnen stand eine durchaus turbulente Sommerpause ins Haus, ein Aus stand dabei sogar zur Debatte. Mit dem neuen Trainer Martin Schrader gelangten die TGV-Korbjägerinnen in ruhigeres Fahrwasser.

Frage: Wie ist es zu den Diskussionen gekommen, die Mannschaft abzumelden?

Schrader: Neben Trainer Holger Hoffmann haben auch die Leistungsträgerinnen Annika Hüttenhoff wegen eines Studiums und Jennifer Langner wegen ihrer Rekonvaleszenz die Mannschaft verlassen. Zudem stehen einige Stammkräfte der Vergangenheit berufs- und studienbedingt zukünftig deutlich eingeschränkter zur Verfügung.

Was hat den Ausschlag gegeben, doch noch mit einer Damen-Mannschaft im Basketball für die TG Voerde weiter zu machen?

Als Sportwart wollte unbedingt weiter den weiblichen Bereich in der Abteilung implementiert haben. So habe ich mich bereit erklärt, das Projekt selbst in die Hand zu nehmen. Damit auch das Training und das Coaching. Die Damenmannschaft ist die Seele unserer Abteilung.

Was waren die ersten Maßnahmen, um die Diskussionen für ein mögliches Aus abzuwenden?

Unsere ehemalige zweite Mannschaft wurde mit dem Landesliga-Kader zusammengeführt. Wir erhoffen uns so hilfreichen Einfluss, bedingt durch die Qualität erfahrener Spielerinnen, die zuletzt nicht mehr in der Ersten aktiv waren.

Wo hat die zweite Mannschaft zuletzt gespielt?

In der Bezirksliga wollten wir in der vergangenen Saison anfangen, schließlich mussten wir aus personellen Gründen unsere Damen-Reserve vom Spielbetrieb abmelden.

Gibt es bereits erste Eindrücke nach den ersten Maßnahmen?

Ja, das gemeinsame Training trägt erste Früchte. Die Stimmung ist gut. Zudem wollen wir die eine oder andere neue Spielerin zu gewinnen. Alisa Fedder ist unser erster Neuzugang. Die 20-jährige Allrounderin war bereits in unserer Jugend aktiv, anschließend trug sie vier Jahre lang das Trikot des Barmer TV. Sie kehrt zu ihren Wurzeln zurück und folgt ihrem Bruder Leon, der bereits Leistungsträger der Oberliga-Herren ist.

Wie sieht das Training in den Ferien überhaupt aus?

Durch die Hallenschließungen finden die Einheiten unter freiem Himmel statt. Hierfür nutzt die Mannschaft unter anderem den Dorma-Sportpark sowie die Parkanlage am Schloss Martfeld in Schwelm.

Im vergangenen Sommer gab es eine ähnliche Situation?

Ja, für die Landesliga-Herren. Denen ist diese Kombination aus der Vergangenheit noch bekannt. Auf deren Strecken in beiden Anlagen haben sie die Grundlagen für eine erfolgreiche Spielzeit gelegt. Apropos Herren: das Montagstraining der TGV-Damen in Ennepetal findet derzeit gemeinsam mit den Oberliga-Herren statt. Eine Maßnahme, die ich ausdrücklich begrüße. Denn mannschaftsübergreifende Trainingsmaßnahmen stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Abteilung noch einmal zusätzlich.

Gibt es bereits ein Ziel, welches Sie als Trainer formulieren können?

Es wäre schön, wenn wir in den nächsten Monaten eine Art Aufbruchsstimmung erzeugen könnten. Zudem sollten wir uns nicht mit sportlichen Ambitionen überfrachten, sondern gemeinsam wieder Freude am Basketball und am Training entwickeln. Hier sehe ich die Gruppe nach den ersten Trainingseinheiten auf einem guten Weg. Alle sind derzeit bemüht, eine gute Mischung aus intensivem Training, ambitioniertem Wettkampf und guter Laune hinzubekommen. Ein gutes Training ist für mich derzeit eine Kombination aus Schwitzen und Lachen.

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