2. Baseball-Bundesliga

Der Aufstiegs-Aspirant wartet

Raccoons-Trainer Achim Hilger.

Raccoons-Trainer Achim Hilger.

Foto: Michael Scheuermann

Ennepetal/Düsseldorf.   Ennepetal Raccoons spielen daheim in Düsseldorf gegen den Liga-Favorit Dortmund Wanderers. Bisher drei Siege und eine Niederlage.

Drei Mal hintereinander sind die Ennepetal Raccoons nun aufgestiegen, bis in die zweite Bundesliga sind die Baseballer inzwischen vorgestoßen. Die Mannschaft und auch Trainer Achim Hilger fühlen sich unter den gestiegenen sportlichen Anforderungen pudelwohl und holten aus den ersten vier Spielen drei Siege. Bonn und auch Köln verlangten den Waschbären bereits einiges ab, doch der kommende Gegner Dortmund Wanderers ist da noch eine ganz andere Hausnummer. Die Dortmunder gelten als der Aufstiegsaspirant Nummer eins. Der dritte Spieltag der Raccoons ist also schon etwas wie eine kleine Belohnung für die Entwicklung der vergangenen Jahre.

Ambitionen ein Geheimnis

Ein großes Geheimnis um die Ambitionen machen die Dortmunder nicht. „Mein Ziel ist der Aufstieg“, sagt der vor der Saison verpflichtete Trainer Roy Wesche. Der gebürtige Venezolaner ist Spielertrainer einer vor der Saison sehr gut verstärkten Mannschaft und verfügt bereits über Erfahrungen aus der ersten Bundesliga. Beim sechsmaligen deutschen Meister Paderborn Untouchables war Wesche als Outfielder aktiv. Neben Wesche holten die Dortmunder zudem noch weitere Spieler, die über Qualitäten für noch höhere Ansprüche genügen.

„Das ist eine wahnsinnige Herausforderung für uns“, sagt Raccoons-Trainer Achim Hilger. Neben den beiden polnischen Nationalspielern Mikolaj Dabrowski und Mateusz Szustek sind noch der Spanier Dave Paraleda und der Venezolaner Andres Adrianza vor der Saison ins Ruhrgebiet gewechselt. „Zusätzlich zu den Importen haben die Dortmunder auch einige deutsche Spieler in den Reihen, die ein ähnliches Niveau besitzen“, so Hilger weiter.

Doch auch abseits des Feldes zeigt der kommende Gegner der Raccoons Professionalität. „Sie haben jedes Spiel von uns gescoutet“, beobachtete Achim Hilger. Bei den beiden ersten Auftritten der Ennepetaler waren Spieler und Trainer aus Dortmund anwesend, entsprechend erwartet Hilger einen gut eingestellten Gegner. Der Trainer der Waschbären lässt sich entsprechend noch offen, ob und in welcher Form er taktische Änderungen vornimmt. „Ich schaue mir die Spieler unter der Woche noch einmal genau an und entscheide dann vor dem Spiel, ob und was wir machen“, sagt er.

Inwiefern die taktischen Kniffe von Hilger reichen, um die Dortmunder aufzuhalten, wird sich am Sonntag zeigen. Die Voraussetzungen sind indes klar. „Dortmund ist der klare Favorit. Sie werden uns immer wieder unsere Grenzen aufzeigen“, erwartet Hilger. „Wir werden sehen, wie lange wir dagegenhalten können“, gibt er sich aber motiviert, den großen Favoriten ein wenig ärgern zu können. Das individuelle Niveau des kommenden Gegners ist hoch, mit Matthias Zotti oder Lucas Babinec sieht Achim Hilger aber auch zwei seiner Akteure auf einem vergleichbaren Level.

Fuchs unter Waschbären

Unabhängig vom Ausgang der beiden Partien, die die Ennepetaler am Sonntag in Düsseldorf-Benrath ausrichten, ist das Spiel gegen die Wanderers, die insgesamt zehn Jahre Erstligist waren, ein absoluter Höhepunkt für die Raccoons. Der Aufsteiger fordert den großen Meisterschaftsfavoriten und will so gut es der Gegner zulässt dagegen halten. Da ist gut, unter all den Waschbären auch einen Fuchs zu haben.

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