Fußball-Bezirksliga

Derby endet mit guter Nullnummer

Eine der vielen Szenen, die die Nullnummer belegen: Schwelms Joel Neda scheitert an Gevelsbergs Torhüter Daniel Hamann.

Eine der vielen Szenen, die die Nullnummer belegen: Schwelms Joel Neda scheitert an Gevelsbergs Torhüter Daniel Hamann.

Foto: Michael Scheuermann

Schwelm/Gevelsberg.   VfB Schwelm spielt gegen FSV Gevelsberg von Beginn an auf Torsicherung. Gäste haben vor, Gastgeber nach dem Seitenwechsel mehr Chancen.

Im Derby der Fußball-Bezirksliga zwischen dem VfB Schwelm und FSV Gevelsberg gab es keine Tore – und damit auch keinen Sieger. Für Schwelms Trainer Marco Menge das Wunschergebnis – denn schon vor dem letzten Nachbarschaftsduell zwischen Gevelsberg und Voerde steht damit sein Team als Gewinner aus den Südkreis-Derbys fest.

„Es war ein gutes 0:0-Unentschieden“, erklärte FSV-Coach Wolfgang Hamann hinterher und verwies auf die zahlreichen Torchancen. „Wir haben es einfach versäumt, eine Führung herauszuschießen. Aber ich bin den Jungs nicht böse.“ Sein Schwelmer Gegenüber Marco Menge schloss sich dem an: „Das Spiel hatte am Ende keinen Sieger verdient. Mir war wichtig, dass wir positiv aus den Derbys gehen.“

Gäste mit deutlichem Übergewicht

Die Schwelmer spielten von Anfang an auf Torsicherung. Der Trainer dirigierte sein Team von der Innenverteidigerposition aus. Durch den freiwilligen Verzicht auf allzu offensive Aktionen, bekamen die Gäste so im ersten Durchgang ein deutliches Übergewicht. Während Schwelm nicht einen vernünftigen Abschluss produzierte, waren die Gevelsberger, die wesentlich giftiger in die Zweikämpfe gingen, einem Torerfolg mehrfach nahe. Doch weder Max Schröder noch Ramazan Ünal, Atakan Kilic oder Rasim Zhushi trafen.

Das bekam auch Dennis Niggeloh mit, der schon frühzeitig mit einer Wadenzerrung aufgeben musste und durch den angeschlagenen Lucca Sam-Cobbah ersetzt wurde. Der machte seine Sache ordentlich.

Nach der Pause kam dann zunächst die Viertelstunde der Schwelmer: Joel Nedda sorgte für den ersten Abschluss, den Daniel Hamann soeben noch zur Ecke lenkte. Tarek Hammadi Attar schaffte den zweiten Schwelmer Abschluss, der aber auch nicht im Tor landete.

Doch nach einer Stunde war die Aggressivität der Gastgeber verflogen, zumal sie von der 52. bis zur 66. Minute quasi in Unterzahl agierten, nachdem Dominik Reinhoff ohne gegnerische Einwirkung umgeknickt war, es aber trotzdem weiter versuchte.

Starke Torhüter-Leistungen

Trainer Marco Menge wechselte sich selbst aus, übergab seine Position im Abwehrzentrum an Joel Neda und versuchte von außen, das Spiel zu forcieren. Im Stakkato eines Auktionators kamen seine Anweisungen. Die zentrale lautete dabei: „Seid clever, damit die Null steht.“

Und die stand – nicht zuletzt dank starker Torhüterleistungen auf beiden Seiten. Sowohl „Laki“ Deligiannis als auch Daniel Hamann zeichneten sich mehrfach aus, zeigten einige starke Paraden und Reflexe. Und am Ende hatten die Schwelmer Pech, die Gevelsberger Glück, dass der Schiedsrichter in den letzten Minuten nach einem Zweikampf im Gevelsberger Strafraum nicht auf den Punkt zeigte. „Das war ein klarer Elfmeter“, stellte Marco Menge fest. „Da haben wir Glück gehabt“, gab FSV-Trainer Wolfgang Hamann zu.

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