Handball

Die HSG Gevelsberg/Silschede freut sich auf den THW Kiel

Die Handballer der HSG Gevelsberg Silschede nach dem Sieg über die RE Schwelm im vergangenen Januar.

Die Handballer der HSG Gevelsberg Silschede nach dem Sieg über die RE Schwelm im vergangenen Januar.

Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de / WP

Gevelsberg.  Die U23 des deutschen Topvereins bestreitet ein Testspiel gegen die HSG Gevelsberg/Silschede. Wie es zu der kuriosen Konstellation kommt.

21 Deutsche Meisterschaften, elf DHB-Pokalsiege und neun internationale Trophäen. Der THW Kiel gehört ohne Zweifel zu den größten Namen im Welthandball - und ist am kommenden Sonntag (Anwurf um 14 Uhr in der Halle West) in Gevelsberg zu Gast. Zwar spielt Verbandsligist HSG Gevelsberg/Silschede nicht gegen das Bundesliga-Team der Norddeutschen, dafür aber gegen die U23 des Weltvereins, in der es laut HSG-Coach Sascha Simec „vier Spieler gibt, die auch in der ersten Mannschaft des THW spielen könnten.“

Die Vorzeichen auf ein Handballfest vor dem Saisonstart am 10. Oktober stehen angesichts des prominenten Namens der Gastmannschaft also gut. Aber wie kommt es eigentlich dazu, dass die Zweitvertretung des THW ein Testspiel in Gevelsberg bestreitet? HSG-Coach Simec gibt die Antwort: „Ich bin mit deren Trainer Jan-Niklas Richter befreundet. Der hält mit seiner Mannschaft über das Wochenende ein Kurz-Trainingslager in der Nähe ab und will gegen die höchstklassigen Teams der Region antreten“, erklärt der Übungsleiter des Verbandsligisten.

Gemeinsame Vergangenheit beim VfL

Einst trainierte Simec den heutigen Trainer der THW-Reserve beim VfL Eintracht Hagen. Seither ist der Kontakt zwischen den Beiden nie so richtig abgebrochen. „Ich war damals Trainer der A-Jugend vom VfL, Jan-Niklas kam dann aus der B-Jugend hoch. Wir haben eine richtig gute Saison in der damaligen A-Jugend-Regionalliga gespielt und er hat zu den Leistungsträgern gehört“, erklärt Simec.

Aus beruflichen Gründen zog es Richter dann nach Norddeutschland. Seine Leidenschaft zum Handballsport hat der Trainer der Kieler Zweitvertretung aber nie verloren. Richter machte seinen Trainerschein und trainiert die U23 des THW nun seit zwei Jahren. In der Oberliga Nordsee will Richter mit seiner Mannschaft in der kommenden Saison den Sprung in die 3. Liga schaffen. Das ambitionierte Ziel hält HSG-Coach Simec nicht für unrealistisch: „Jan-Niklas ist ein super Typ mit hohem Sachverstand. Und die Mannschaft, mit der er arbeitet, hat großes Potenzial. Da sind viele junge Spieler dabei, die aus der A-Jugend-Bundesliga kommen und vielleicht auch den Sprung zu den Profis schaffen können. Das wird für uns ein echt harter Brocken“, blickt der Gevelsberger Handballtrainer auf die Testpartie voraus.

Simec war sofort „Feuer und Flamme“

„Als Jan-Niklas auf mich zugekommen ist und gefragt hat, ob wir ein Testspiel gegeneinander bestreiten wollen, war ich sofort Feuer und Flamme. Auch natürlich, weil man sonst häufig gegen die gleichen Mannschaften aus dem Umkreis antritt und nicht so die Abwechslung drin hat. Daher hat es mich ganz besonders gefreut, dass wir uns auf einen Termine einigen konnten und das relativ problemlos über die Bühne gegangen ist“, sagt Simec.

Bevor es am Sonntag zum Aufeinandertreffen mit dem klangvollen Namen kommt, stehen für die Handballer aus Gevelsberg jedoch zwei weitere Testspiele auf dem Programm. Am Freitag tritt die HSG beim TuS Westfalia Hombruch an, am Samstag empfängt die Simec-Sieben dann Oberliga-Aufsteiger TuS Bommern in der heimischen Halle West.

Nach dem Sieg am vergangenen Wochenende über Drittligist TuS Volmetal wollen die Gevelsberger Handballer den Schwung aus der bisher gelungenen Vorbereitung auch in die anstehende Testspiel-Serie mitnehmen. „Die Vorbereitung lief bisher eigentlich genau nach unseren Vorstellungen. Trotz Corona hatten wir kaum mit Einschränkungen zu kämpfen. Ärgerlich ist natürlich nur, dass Domagoj Golec sich im letzten Testspiel verletzt hat“, blickt der HSG-Coach auf die bisherige Vorbereitung zurück.

„Wir haben als Mannschaft einen Schub nach vorne gemacht, die Team-Chemie stimmt. Auch die jungen Spieler haben sich super weiterentwickelt, daher bin ich bis hierhin sehr zufrieden mit unserem aktuellen Stand“, so Simec.

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