Fußball

Dominant auf Platz zwei geklettert

Maximilian Schröder läuft seinem Gegenspieler davon. Der junge Außenbahnspieler zeigt gegen Iserlohn ein sehr gutes Spiel.

Maximilian Schröder läuft seinem Gegenspieler davon. Der junge Außenbahnspieler zeigt gegen Iserlohn ein sehr gutes Spiel.

Foto: Marinko Prša

Gevelsberg.  Souverän gewinnt der FSV Gevelsberg gegen das Schlusslicht aus Iserlohn. Vor allem die jungen Spieler überzeugen beim Erfolg.

Am Ende war es dann doch eine klare Angelegenheit für den FSV, auch wenn sich der Fußball-Bezirksligist am Sonntag mit einem Gegner messen musste, der nicht unbedingt wie ein abgeschlagener Tabellenletzter auftrat. Mit 4:0 (2:0) setzte sich die Mannschaft von Trainer Uwe Jöns durch – und darf sich nach dem Sieg gegen den Aufsteiger Sinopspor Iserlohn über Platz zwei in der Tabelle freuen.

Zu ausgelassen wollte Gevelsbergs Trainer den Sieg gegen das Tabellenschlusslicht nach dem Spiel nicht kommentieren. „Man muss sich auch in so ein Spiel rein arbeiten, das haben die Jungs geschafft und damit bin zufrieden“, gibt Uwe Jöns lobende Worte an sein Team. Dieses tat sich in den ersten Spielminuten durchaus schwerer als vielleicht im Vorfeld anzunehmen war, schließlich unterlagen der Iserlohner Liga-Neuling vor zwei Wochen im Gastspiel bei BW Voerde mit 0:9.

Rote Karte hilft dem FSV

„So schlecht sind sie aber nicht, da hat sich bestätigt was ich im Vorfeld bereits gehört habe“, sagt Jöns über die Iserlohner, die nach mehreren Aufstiegen in Serie in der Bezirksliga nun an ihre Grenzen stoßen. Auch oder vielleicht auch vor allem, weil sich das Team immer wieder selbst schwächt. Ob es fehlende Beherrschung oder Übermotivation ist nicht ganz eindeutig. Eindeutig dagegen war die Rote Karte in der 24. Spielminute, als ein Iserlohner Akteur im Mittelfeld seinem Gevelsberger Gegenspieler von hinten in die Knochen ging. „Eine berechtigte Rote Karte“, befand Jöns. Es war bereits die dritte für die Iserlohner in den ersten fünf Saisonspielen.

Zu diesem Zeitpunkt führte sein Team bereits durch den Treffer von Eigengewächs Jonathan Kissing aus der 16. Spielminute. Über außen hatte sich der FSV nach vorne kombiniert, so dass Kissing nach einem flachen Pass ins Zentrum nur noch vollstrecken musste. Es schien ein Muster zu sein, dass Jöns seinen Schützlingen im Vorfeld mit an die Hand gegeben hatte, denn auch das 2:0 fiel nach diesem Muster. Erst die gefällige Kombination, dann der Pass in die Mitte und am Ende war es in der 34. Minute Henrik Behr, der nach seinem ersten vergeblichen Versuch nachsetzte und per Kopf abstauben konnte.

Schröder trifft und legt vor

In Überzahl und mit der 2:0-Führung im Rücken dominierte der FSV das Geschehen auch nach dem Seitenwechsel, auch wenn die nächsten beiden Treffer der Gevelsberger aus Kontern herausfielen. Wie beim 3:0, als der sehr agile Max Schröder auf der Außenbahn ungestört vor das Tor ziehen konnte und abgeklärt in die lange Ecke abschließen konnte (50.). Keine Viertelstunde später war es dann Ramazan Ünal, der nach Pass von Schröder aus sieben Metern freistehend zum letztendlichen Endstand vollenden konnte (63.).

Nach dem vierten Sieg im fünften Auftritt stehen die Gevelsberger derzeit auf dem fünften Tabellenplatz – für Uwe Jöns kein Grund die Saisonziele zu korrigieren. „Auch wenn das ein schöner Anblick ist, interessiert uns die Tabelle nicht. Wir schauen in dieser Spielzeit auf die Entwicklung der vielen jungen Spieler“, sagt Uwe Jöns. Gegen Iserlohn standen drei sehr junge Spieler aus der eigenen Jugend in der Startaufstellung, vier weitere wurden eingewechselt. Es macht sich derzeit bezahlt, dass mit Jöns und Assistent Döinghaus nun zwei ehemalige Jugendtrainer am Zepter sind.

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