Fußball-Oberliga

Drepper erzielt Gegentreffer Nummer sieben

Dennis Drepper erzielt das 1:1 für den TuS Ennepetal, bringt damit der besten Oberliga-Abwehr um Rhynern-Kapitän Michael Wiesen den sieben Gegentreffer in der Saison bei.

Dennis Drepper erzielt das 1:1 für den TuS Ennepetal, bringt damit der besten Oberliga-Abwehr um Rhynern-Kapitän Michael Wiesen den sieben Gegentreffer in der Saison bei.

Foto: Marinko Prša

Ennepetal.  Ein bisschen Stolz schwingt mit, als Ennepetal der besten Oberliga-Abwehr Rhynern den Gegentreffer Nummer sieben beibringt.

Der Fußball-Oberligist TuS Ennepetal bleibt in der Erfolgsspur – auch wenn es „nur“ ein 1:1-Remis gegen Westfalia Rhynern gegeben hat. Allerdings waren die Vorzeichen alles andere als berauschend – worüber allerdings Trainer Alexander Thamm kein Wort, allenfalls ungern ein Wort verliert. Thamm sieht mehr das Positive, den Treffer, den Rhynern hinnehmen musste. Es erfüllt ihn mit ein wenig Stolz, dass Ennepetal den Gästen das erst siebte Saison-Gegentor eingebracht hat.

Das kann der Trainer auch sein. Denn damit bleibt Rhynern die Mannschaft mit der besten Liga-Defensive. Sieben Gegentreffer nach elf Spielen. Das muss man erst einmal nachmachen. In der Oberliga selbst reicht der Zweitplatzierte RW Ahlen mit neun Gegentreffern allenfalls heran. Spitzenreiter Wiedenbrück hat allerdings das beste Torverhältnis mit plus zehn bei 24:14. Ahlen folgt mit plus neun bei 18:9. Der TuS Ennepetal als Viertplatzierter ist übrigens in dieser Kategorie Dritter – mit plus acht bei 23:15.

Rhynern hinten auch mit Sechserkette

Ennepetal versuchte mit gewohnt starker Offensive, den Abwehrriegel der Gäste zu knacken. Nils Nettersheim und Dennis Drepper wühlten im Zentrum. Sie ackerten, zeigten sich immer wieder, holten sich die Bälle aus dem Mittelfeld. Über die Außen versuchten rechts Kapitän Abdulah El Youbari und über links Ibrahim Lahchaychi die Flügelzange zu spielen. Doch Rhynern stand sicher. Die Viererkette sowie mit einer Doppel-Sechs im Mittelfeld davor. Wenn es sein musste, hatten die Gäste sechs Spieler in der hinteren Kette positioniert.

Eine Folge war, dass Lahchaychi zunächst kaum zum Zuge kam. Auch Deniz Yasar schaffte es nicht, seine gefürchteten Flankenläufe über links anzusetzen. Besser klappte es rechts mit dem Kapitän – aber auch mit Florian Gerding, der zwar etliche gefährlich Situationen erspielte, andererseits aber auch einige Fehlpässe und somit gefährliche Situationen für die eigene Mannschaft fabrizierte. Die offensive Gefährlichkeit verstärkte sich ein wenig, als Alexander Thamm die Flügel wechseln ließ. El Youbari spielte über rechts, Lahchaychi kam nun über links besser ins Spiel.

Alexander Thamm hat nicht wie gewohnt die vielen Alternativen auf der Bank um zu wechseln, um mehr Druck ausüben zu lassen. Ausgerechnet in einer Situation, in der seine Mannen mit 0:1 zurück lagen – nach einem Strafstoß, den man für Thamms Befinden so geben kann. Weil sie auf die Herbstferien angewiesen sind, fehlten die Urlauber Christian Hausmann, Philip Breilmann und Tim Salzmann. Noch nicht fit genug für den Kader, sie wollen im Laufe der Woche mit dem Training beginnen, waren Marvin Matten, Stefan Siepmann und Wilfried Sarr.

Thamm wechselt mehr Offensive ein

Und dennoch: Das Ennepetaler Spiel verlagerte sich mehr und mehr in die Offensive, als Sevag Kherlopian ins Spiel kam – nach 68 Minuten für Florian Gerding. Der US-Boy orientierte sich im offensiven Mittelfeld, El Youbari kümmerte sich mehr um die Defensive. Zehn Minuten vor dem Ende kam Offensivspieler Moritz Müller – für den Innenverteidiger Linus Frölich. Der Druck wurde größer, Chancen vermehrten sich, aber auch die eigene Defensive wurde anfälliger. Die Begegnung wurde offener – mit dem glücklicheren Ende für den TuS Ennepetal.

Kherlopian war es, der sich mit dem Ball in Richtung Strafraum aufmachte, er wird gelegt. Für Alexander Thamm übrigens kein freistoß-würdiges Foul. Doch aus knapp 25 Metern darf sich Ennepetals Mittelfeld-Regisseur Robin Gallus den Ball zurechtlegen. Mit links zirkelt er den Ball um die Mauer, Gäste-Keeper Eul kann nur faustend abwehren, Drepper steht richtig, schießt aus spitzem Winkel ins Tore – der siebte Gegentreffer gegen Rhynern ist passiert, der 1:1-Endstand ist erzielt.

Mannschaft lässt nicht locker

Noch vier reguläre Minuten, dazu noch fünf in der Nachspielzeit, sind zu absolvieren. Ennepetal ist nicht zufrieden mit dem Ergebnis, die Spieler wollen mehr. „Das zeigt unseren Anspruch. Die Spieler wollen gewinnen. Eine Einstellung, die mir gefällt“, so Thamm, der keineswegs seine Schützlinge auffordert, auf mehr Sicherung zu spielen.

Ob es mit dem Tore schießen am kommenden Sonntag leichter wird, dürfte bezweifelt werden. Auch, wenn der gastgebende 1. FC Kaan-Marienborn zu den fünf Mannschaften mit den meisten Gegentreffern in der Oberliga zählt. Zu den Mannschaften, die die fünf untersten Plätze in der westfälischen Beletage einnehmen. Der Drittletzte Kaan kassierte bisher 20 Treffer. Schlechter sind nur noch der Fünftletzte SF Siegen (23 Gegentreffer), der Viertletzte Holzwickede (24), Schlusslicht Hamm (25) und der Vorletzte Erndtebrück (26).

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