Fußball-Oberliga

Drepper schießt Ennepetal zum Sieg

Hier gewinnt RW-Keeper Bernd Schipmann noch das Luftduell gegen Dennis Drepper. Doch beim einzigen Treffer der Begegnung im Bremenstadion durch den Ennepetaler Stürmer war er machtlos.

Hier gewinnt RW-Keeper Bernd Schipmann noch das Luftduell gegen Dennis Drepper. Doch beim einzigen Treffer der Begegnung im Bremenstadion durch den Ennepetaler Stürmer war er machtlos.

Foto: Marinko Prša

Ennepetal.  In der Fußball-Oberliga bleibt der TuS Ennepetal auch nach dem zweiten Spieltag der Tabellenführer. Dafür sorgte der 1:0-Sieg gegen RW Ahlen.

Die Musik, die lauten Gesänge. Unüberhörbar. Sie dröhnen aus der Kabine heraus, sind bis auf den Rasen des Bremenstadions zu vernehmen. Das sind gut und gerne 200 Meter Entfernung. Der Jubel in der Ennepetaler Kabine kannte keine Grenzen Mit 1:0 (0:0) hat der TuS Ennepetal den zweiten Sieg im zweiten Spiel der noch jungen Oberliga-Saison geholt. Gegen RW Ahlen, einen erwartet starken Gegner. Und: Der TuS Ennepetal hat die Tabellenspitze verteidigt.

Letztere Tatsache nimmt Trainer Alexander Thamm mit einem Lächeln entgegen. Keine Frage, diese Position nimmt er gerne mit. „Wir haben einen guten Lauf und wir laufen gerne weiter“, sagt er. Wichtiger ist ihm aber, wie seine Mannschaft als Mannschaft gespielt und funktioniert hat. Wie sie auftritt, wie sie gewinnt – und am Ende wie sie zusammen feiert.

Hartes Stück Arbeit

Das war nämlich ein ganz schön hartes Stück Arbeit, was die Ennepetaler zu verrichten hatten. Insbesondere vor der Pause hatte die Defensive und das Mittelfeld die liebe Mühe. „Wir hatten erwartet, dass Ahlen aus einer Viererkette heraus mit einem Verteidiger stürmen wird“, so Thamm. Und so war es auch, dass über die Außen sich entweder Eickhoff über rechts oder Schurig über links in die Offensive einschalteten. So wurde aus der Viererkette eine Dreierkette, so wurde das Angriffsspiel der Gäste druckvoller. „Wir haben das in Kauf genommen“, so Thamm. „Allerdings mit dem Ziel, bei eigener Balleroberung die freien Räume zu nutzen.“ Das tat der TuS Ennepetal auch. In einer eher schwach gespielten ersten Halbzeit hatten die Gastgeber immerhin die zwingenderen Chancen. Kapitän El Youbari (14.) ließ Gäste-Keeper Schipmann sich ordentlich strecken. Nach einer Yasar-Flanke verpasste Drepper in einer Grätsche á la Bayern-Stürmer Lewandowski nur knapp das Leder zum Tor (30.). Ein Gallus-Schuss verpasste nur knapp das Tor – nach guter Vorarbeit von Drepper und Breilmann (42.).

„Wir können nur über den Kampf zum Erfolg kommen“, formulierten es die Spieler in der Pause. Trainer Thamm gab ihnen recht. Doch nur langsam bauten seine Mannen mehr Druck auf. Vor den Augen der ehemaligen Ennepetaler Trainer Jörg Silberbach und Jörg Behnke wurden die Gastgeber mit der Hineinnahme von Sevag Kherlopian richtig stark. Der Druck wurde größer – wohl auch, weil aus der 4-2-3-1-Formation sich nun ein Spiel mit einem 4-4-2-System entwickelten. Mit zwei Stürmern. Nämlich Drepper und Kherlopian. Doch es dauerte, ehe der stärker werdende Angriff auch belohnt wurde. Nach einem langen Pass von Gerding weiß Kherlopian den Sturmpartner mustergültig zu bedienten. Drepper fackelte nicht lange, ließ RW-Keeper und der -Abwehr keine Chance, als er den Ball in die Maschen hämmerte. Groß die Erleichterung, groß der Jubel.

Doch sicher war nichts, zumal Schiedsrichter Tendyck gleich zweimal zwei Minuten nachspielen ließ. Ahlen warf nun alles nach vorne – auch Keeper Schipmann. Mit der Brechstange sollte der Ausgleich her. Mit dem Übergewicht an und in den Ennepetaler 16er.

Doch fast wäre die takische Maßnahme nach hinten los gegangen, als Siepmann den Ball lang nach vorne trat, Kherlopian fast alleine aufs Tor gehen konnte, aber im letzten Moment gestoppt wurde.

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