2. Baseball-Bundesliga

Ein Debakel zum Ende der ersten Saison

Pitcher Patrick Balk

Pitcher Patrick Balk

Foto: Michael Scheuermann

Ennepetal/Dortmund.  Nach drei Aufstiegen in Folge sind die Ennepetal Raccoons in der 2. Baseball-Bundesliga gelandet. Die erste Saison endet mit hohen Niederlagen.

So hatten sie sich das Ende der ersten Saison in der zweiten Bundesliga nun wirklich nicht vorgestellt. Am letzten Spieltag der Saison setzte es für die Baseballer der Ennepetal Raccoons ein echtes Debakel. Mit 2:17 und 1:7 gingen beide Partien beim Sieger der Staffel Nord-West, Dortmund Wanderers, verloren – weshalb die besondere Atmosphäre im Hoeschpark für Trainer und Mannschaft in den Hintergrund gerieten. Durch die beiden Pleiten verpassen die Ennepetaler zudem den ohnehin nur noch theoretisch möglichen Sprung auf den dritten Platz im Endtableau.

Hitzeschlacht im Hoeschpark

Es war heiß im Hoeschpark. Die Sonne strahlte auf den Rasen der Heimstätte der Wanderers und sorgte für anspruchsvolle Rahmenbedingungen. „Das war eine richtige Hitzeschlacht”, sagt Achim Hilger, Trainer der Raccoons. Doch lange wollte sich der Übungsleiter nicht mit den äußeren Bedingungen auseinandersetzen, denn Hilger hatte von seiner Mannschaft genügend Bereiche gesehen, an denen noch deutlich Luft nach oben ist.

Die Raccoons wirkten nach der sechswöchigen Spielpause wie von der Rolle. „Wir waren einfach nur schlecht, ich kann mir selbst noch nicht erklären, woran das gelegen hat”, sagt Hilger. Immer wieder unterliefen seinem Team grobe Fehler, die es den Wanderers einfache Punkte einbrachten. Mal griffen sie an flachen Bällen im Infield vorbei, mal flogen Zuspiele zu unpräzise zu den Teamkollegen, so dass die Gastgeber Base um Base und letztendlich auch Run um Run sammeln können.

Durch den Ausfall von Nils Brünger übernahm Patrick Balk im ersten Spiel den Job als erster Pitcher. Doch bereits schnell ging Balk die Puste aus. Seine Würfe kamen nach solidem Beginn nicht mehr mit der notwendigen Präzision. Da sich der Werfer nicht auf seine Mitspieler in der Defensive verlassen konnte, stand Balk oft auf dem Mount auf verlorenem Posten. Sage und schreibe 17 Punkte ließ die Raccoons-Defensive in der ersten Partie zu. „Offensiv waren wir gar nicht so schlecht, da hatten wir den starken Puerto Ricaner eigentlich im Griff”, resümiert Achim Hilger.

Der Trainer musste dann auch im zweiten Spiel mit ansehen, wie sich die nun deutlich konzentrierter auftretenden Spieler seines Teams durch eigene Fehler um den möglichen Lohn für ihren Einsatz brachten. „Wenn wir nicht drei Fehler machen, steht es nach den ersten drei Innings eigentlich 0:0”, ärgert sich Achim Hilger. So aber ziehen die Dortmunder direkt zu Beginn der zweiten Partie, die nun unter Flutlicht ausgetragen wurde, davon und lassen sich bis zum eintretenden Gewitter nicht mehr einholen.

Sprung auf Platz drei verpasst

Und so endet die Premierensaison der Raccoons in der zweithöchsten deutschen Spielklasse mit zwei klaren Niederlagen. Der mögliche Sprung auf Rang drei wurde dadurch verpasst. Dennoch kann der Serienaufsteiger auf eine starke erste Saison zurückblicken. 14 Siegen stehen zehn Niederlagen gegenüber, am Ende reicht diese Ausbeute für den vierten Tabellenplatz. Mit dem Auf- oder dem Abstieg haben die Raccoons damit nichts zu tun – was nach drei Aufstiegen hintereinander dafür sorgt, dass Ennepetal in der kommenden Saison in der gleichen Spielklasse an den Start gehen wird.

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