Bye, bye, Spax-Turnier

Ein gutes Gespann für das Turnier

Michael Peiniger und seine Frau Angelika, die „gute Seele des Vereins“, sind nicht nur rund ums Pfingstturnier ein gutes Gespann. Sie kochen auch gerne – wie hier ein feierliches Menü.

Michael Peiniger und seine Frau Angelika, die „gute Seele des Vereins“, sind nicht nur rund ums Pfingstturnier ein gutes Gespann. Sie kochen auch gerne – wie hier ein feierliches Menü.

Foto: Hartmut Breyer

Ennepetal.   Angelika Peiniger organisiert im Hintergrund, Michael Peiniger sieht sich eher als Schirmherr des Spax-Cups. Auch in neuer Form weiter dabei.

Mit Eile in den Beinen geht Angelika Peiniger über das Gelände am Bremenstadion, wieder einmal wird ihre Hilfe benötigt. Zwar haben sich in den 21 Jahren in denen sie bei der Organisation des Spax-Cups dabei ist gewisse Abläufe eingespielt, wer aber schon einmal eine Veranstaltung organisiert hat, weiß, dass es immer wieder Dinge gibt, die im Vorfeld einfach nicht zu planen sind. Und dann braucht es eben jemanden wie Angelika Peiniger – die Frau des Vorsitzenden Michael Peiniger ist eine der guten Seelen im Hintergrund des größten internationalen A-Jugend-Turniers in Deutschland.

„Wer Gutes tut, muss auch mal drüber reden“, sagt Michael Peiniger. Er selbst sieht sich eher als Schirmherr des Vereins beim Turnier. Seine Frau hingegen ist deutlich mehr in das alltägliche Geschäft involviert. Seit 21 Jahren, mit der Wahl ihres Manns zum Vorsitzenden beim TuS Ennepetal, ist sie in die Organisation des Turniers verwickelt. Doch eigentlich sind es ein paar Jahre mehr, in denen die Eheleute Peiniger viel für das Turnier am Pfingstwochenende tun.

Früher Mannschaften betreut

Früher, so erinnert sich Michael Peiniger, waren seine Frau und er in die Betreuung der Teams eingebunden. Mittlerweile sei er als Vorsitzender etwas weiter weg vom Geschehen. Dafür kümmert er sich um die Kommunikation des Organisationsteams, hilft hier und da mit seiner Erfahrung und auch seit vielen Jahren mit monetären Mitteln aus der eigenen Tasche.

Angelika Peiniger hingegen ist deutlich näher dran. Jahr für Jahr kümmert sie sich um das Drumherum wie Akquisition von Sponsoren oder der Organisation von Veranstaltungen rund um das Turnier: Unternehmer-Frühstück, Bürgermeisterabend, Wolke10-Party. In den 21 Jahren ihres Wirkens hat sie schon so einiges organisiert. „Das ist schon fast Eventmanagement”, sagt sie mit einem Lachen. Dabei steht sie eigentlich gar nicht so gerne im öffentlichen Fokus, auch während des Gesprächs betont sie das immer wieder.

Einmal jedoch, so erinnert sie sich heute noch ganz genau, stand sie im Fokus. Im Rahmen der damals noch veranstalteten Vorstellung der einzelnen Teilnehmer war sie in ihren Augen zur falschen Zeit am falschen Ort. „Ich saß in der ersten Reihe und bin einfach nicht schnell genug weg gekommen“, erinnert sich Angelika Peiniger lachend. Die Mannschaft von Hertha BSC suchte gerade Teilnehmer für ein Herzblatt-Spiel – und suchte sich eben Angelika Peiniger aus. “ „Irgendwann kam die Frage: ,Was ist dir am besten Stück des Mannes am wichtigsten?’“, erinnert sie sich. „Ich habe dann geantwortet, dass die Größe doch das wichtigste ist”, sagt sie wieder lachend. Im Publikum wurde es ruhig, irgendwie waren die Zuschauer wie auch die auf der Bühne Beteiligten überrascht von der Antwort, die Peiniger kurz darauf relativierte. „Ein großes Herz“, fuhr sie damals weiter fort und hatte damit die Lacher auf ihrer Seite.

So nahbar wie die Spieler damals waren, sind sie heute nicht mehr. Das hat für Michael und Angelika Peiniger mit der zunehmenden Professionalisierung der Nachwuchsprofis zu tun. Und genau das ist, wie der TuS immer wieder betont, ein Grund für das Ende des Turniers in seinem bekannten Format. „An der Organisation liegt es nicht, wir haben eine tolle junge Generation, die richtig Bock auf das Turnier hat“, sagt Michael Peiniger. Diesem Team werden er und seine Frau auch zukünftig angehören. Sie wollen helfen, dass das neue Turnier-Format wachsen kann. „In welcher Form das passiert, werden wir dann sehen, wir bleiben auf jeden Fall dabei“, sagt Angelika Peiniger.

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