Leichtathletik

Ein Kindheitstraum wird wahr

Pascal Görlich überspringt die 99 Zentimeter hohe Hürden spielerisch und in hohem Tempo. Der Haßlinghausener Leichtathlet wechselte Ende des letzten Jahres von der SE Gevelsberg ins LAZ Wuppertal. Seit dem Wechsel hat sich Görlich für drei nationale Meisterschaften qualifiziert.

Pascal Görlich überspringt die 99 Zentimeter hohe Hürden spielerisch und in hohem Tempo. Der Haßlinghausener Leichtathlet wechselte Ende des letzten Jahres von der SE Gevelsberg ins LAZ Wuppertal. Seit dem Wechsel hat sich Görlich für drei nationale Meisterschaften qualifiziert.

Foto: LAZ Wuppertal

Gevelsberg.   Der Leichtathlet Pascal Görlich hat sich mit der Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften der Männer in Berlin einen Traum erfüllt.

Die Konzentration ist ihm anzusehen, als er am Start steht. Auch die anderen Läufer rechts und links neben ihm scharren mit den Hufen, nur noch das Warten auf den Startschuss hält sie in den Startblöcken. Einmal geht der Blick noch hoch, zwischen den Athleten und dem Ziel liegengenau zehn Hürden, die es möglichst schnell zu überwinden gilt.

Einer, der diese Hürden sehr schnell überspringt, ist Pascal Görlich. Vor ein paar Monaten wechselte der Leichtathlet von den SE Gevelsberg zum LAZ Wuppertal. Und dort hat er sich jetzt einen seiner großen Kindheitsträume erfüllt – einen Start auf der blauen Bahn des Berliner Olympiastadions.

Allein der Start erfüllt seinen Traum

Derzeit hat es Pascal Görlich etwas leichter, als in den vergangenen Monaten. Neben dem vielen Training das er in Wuppertal absolviert, standen die Abiturprüfungen für den 18-Jährigen an. Am Gymnasium in Gevelsberg absolvierte er die Klausuren in Sport, Mathe und Deutsch spielerisch, auch die mündliche Prüfung in Geschichte bereitete ihm keine allzu große Probleme. „Nächste Woche bekomme ich dann die Ergebnisse“, weiß Görlich. Doch zuvor holt er sich noch ganz andere Ergebnisse ab – nämlich die Zeiten bei den Deutschen U23-Meisterschaften im hessischen Wetzlar.

Dort startet der Haßlinghausener mit der Staffel des Leichtathletikzentrums (LAZ) Wuppertal über die 4 x 100 Meter. „Vielleicht schaffen wir es unter die besten Acht, dann kriegen wir eine Urkunde“, hofft Pascal Görlich. Mit einer Zeit von 42,06 Sekunden qualifizierte er sich bei einem Wettkampf in Rhede für die Meisterschaften der Junioren.

Die Zeit war aber noch viel mehr wert, denn um ganze vier Hundertstel unterbot die Wuppertaler Staffel auch die Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften der Männer in Berlin.

„Einmal auf der blauen Bahn zu laufen, ist für jeden Athleten ein Traum“, schwärmt Pascal Görlich bereits jetzt von dem Vergleich mit den schnellsten Staffeln Deutschlands im imposanten Olympiastadion. Die ganz große Bühne ist das, eine, die Görlich nun mit gerade einmal 18 Jahren zum ersten Mal betreten wird. „Alleine, dass wir da einlaufen, reicht mir schon“, sagt der 18-Jährige.

Dass es für viel mehr reichen wird, glaubt Pascal Görlich nicht. Ein wenig Hoffnung darauf hat er aber dennoch. „Mit etwas Glück reicht es für das Halbfinale, dann würden wir gleich zwei Mal auf der Bahn stehen“, sagt er. Das hängt aber auch davon ab, in welcher Besetzung die Staffel in der Bundeshauptstadt an den Start gehen wird, denn derzeit ist mit Jan-Marcel Kezmann der schnellste Wuppertaler noch verletzt. Ob er bis zum ersten August-Wochenende noch fit wird, ist fraglich.

In Ulm geht es über Hürden

Sicher ist dagegen die Teilnahme von Pascal Görlich an der Deutschen Meisterschaft der U20-Junioren in Ulm, dann geht der Abiturient über seine Lieblingsstrecke ins Rennen – die 110m Hürden. Mit seinen 18 Jahren gehört er da noch zum jüngeren Jahrgang, die Ziele sind aber dennoch ambitioniert. „Mit einem idealen Lauf reicht es für das Halbfinale“, sagt er. Die Norm für den Start bei den Meisterschaften schaffte er locker, mit seiner Leistung war er dabei aber noch nicht ganz zufrieden. „Da ist noch Luft nach oben gewesen“, ist Görlich selbstkritisch.

Seit seinem Wechsel von Gevelsberg in das deutlich breiter und leistungsstärker aufgestellte Leistungszentrum nach Wuppertal hat sich der Haßlinghausener also nun für drei Deutsche Meisterschaften qualifiziert. „Die Atmosphäre dort ist toll. Alle sind zwar sehr fokussiert, dennoch haben wir auch viel Spaß. Die Stimmung ist locker“, sagt er. Wie weit ihn seine Entwicklung bringt, ist derzeit noch nicht absehbar, einen Traum hat er sich durch den Wechsel bereits erfüllt: den Start auf der blauen Bahn.

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