Fußball-Oberliga

Eine Busfahrt von Paderborn nach Ennepetal, die ist lustig?

Ennepetals Trainer Alexander Thamm freut sich am vergangenen Wochenende im Spiel gegen den ASC Dortmund über den Treffer zum 2:2-Ausgleich Am Ende setzt es den 3:2-Sieg zum Saisonauftakt.

Ennepetals Trainer Alexander Thamm freut sich am vergangenen Wochenende im Spiel gegen den ASC Dortmund über den Treffer zum 2:2-Ausgleich Am Ende setzt es den 3:2-Sieg zum Saisonauftakt.

Foto: Michael Scheuermann / WP

Ennepetal.  Sonntag geht es für den Oberligisten TuS Ennepetal nach Ostwestfalen. Allein für Busreise ist einiges zu beachten.

152 Kilometer liegen zwischen dem Ennepetaler Bremenstadion und dem Trainingsgelände des SC Paderborn. „Ob wir auf der Heimreise im Bus gute oder schlechte Laune haben, haben wir selbst in der Hand“, sagt Alexander Thamm, Trainer des Oberligisten vor dem Spiel gegen die Reserve des Zweitligisten. Fest steht für den Coach nur: „Wenn wir schlecht spielen, wird es mit Sicherheit eine Rückfahrt mit hängenden Köpfen. Und das will ja keiner!“

Immerhin darf die Mannschaft von Coach Thamm gemeinsam im Mannschaftsbus zum sonntäglichen Spiel im Paderborn reisen. Aufgrund der Corona-Bestimmungen der NRW-Landesregierung allerdings unter bestimmten Auflagen: „In einer Reihe im Bus darf immer nur eine Person sitzen. Auf den Sitzplätzen dürfen die die Masken aber abnehmen, wenn ich das richtig verstanden habe“, erklärt der Coach die Umstände für die erste gemeinsame Auswärts-Reise nach der langen Corona-Pause.

Damit die knapp zweistündige Rückreise aus Paderborn zurück auch tatsächlich mit bester Laune über die Bühne geht, haben die Ennepetaler nach dem Sieg am vergangenen Wochenende gegen den ASC Dortmund nichts unversucht gelassen, um die Euphorie mit in das kommende Wochenende zu nehmen. „Wenn man gegen ein Team gewinnt, was den Anspruch hat, am Ende der Saison unter den ersten vier der Liga zu landen und dann auch noch nach einem Rückstand zurückkommt, ist die Stimmung natürlich gut. Das hat sich auch in den bisherigen Trainingseinheiten gezeigt“, blickt Thamm auf die Trainingswoche zurück.

Rückstände zwei mal aufgeholt

Nachdem der TuS am vergangenen Sonntag nach 1:0-Führung noch in Rückstand geriet, zeigte sich, was die Ennepetaler Mannschaft in dieser Saison besonders auszuzeichnen scheint: die Moral. „Wir haben eine richtig gut Truppe mit super Charakteren zusammen. Auch in der Woche zuvor im Kreispokalfinale gegen Obersprockhövel sind wir nach einem Rückstand nochmal zurück gekommen. Jeder brennt wie eine Fackel darauf, auf dem platz zu stehen und Erfolg zu haben“, erklärt Thamm.

„Niemand scheut sich davor, mal nach 70 oder 80 Minuten die Hand zu heben und zu signalisieren, dass die Beine schwer sind, weil jeder ganz genau weiß, dass von der Bank nochmal richtig Wucht kommen kann. Das war gegen Dortmund auf jeden Fall auch ein Faktor dafür, dass wir das Spiel nochmal drehen konnten“, so der Übungsleiter.

Für das Spiel bei der U21 des SC Paderborn erwartet Thamm „eine Partie zweier vollkommen unterschiedlicher Mannschaften.“ Auf der einen Seite eine junge, hungrige Paderborner Truppe, in der viele Spieler das Ziel haben, im bezahlen Fußball Fuß zu fassen. Auf der anderen Seite der „Prototyp Oberligist“, wie Thamm seine Mannschaft nennt, die „sich durch Erfahrung und Teamgeist auszeichnet.“

TuS will den Schwung mitnehmen

Der Ennepetaler Coach weiß: „Paderborn hat ganz andere Rahmenbedingungen, die trainieren fünf mal in der Woche, wir nur drei mal.“ Trotzdem sieht der TuS-Trainer gut Chancen, sich gegen die Reserve des Zweitligisten durchzusetzen: „Wir haben letzte Woche richtig Schwung aufgenommen und wissen, wo unsere Stärken liegen. Diese Stärken müssen wir gegen Paderborn einbringen, dann sehe ich gute Chancen für uns, etwas mitzunehmen.“

Läuft die Partie in Paderborn nach den Vorstellungen des Trainers, „haben wir mit Sicherheit eine lustige Rückfahrt vor uns“, blickt der Coach voraus.

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