basketball-regionalliga

EN Baskets untermauern Titelambitionen

Nach dem starken Auftritt gegen Dorsten feiern die Pinchuk, Erdhütter, Boyce, Schröter und Hulsen mit den Fans in der Schwelmer Dreifeldhalle.

Foto: MiSch

Nach dem starken Auftritt gegen Dorsten feiern die Pinchuk, Erdhütter, Boyce, Schröter und Hulsen mit den Fans in der Schwelmer Dreifeldhalle. Foto: MiSch

Schwelm,   Ganze 43 Punkte ließen die Schwelmer Basketballer von den EN Baskets gegen die BG Dorsten zu. Damit glückte den Schwelmern die Revanche für die überraschende Pleite im Hinspiel. Mit dem 80:43-Erfolg sichert sich die Mannschaft von Trainer Falk Möller den zehnten Sieg in Serie und bleibt Tabellenführer.

„Im Angriff schießt Du Tore, in der Abwehr gewinnst Du das Spiel“, habe ich einst von meinem Fußballtrainer gelernt. Eine Demonstation, dass dies auch im Basketball gilt, lieferten die EN Baskets Schwelm im Spiel gegen die BG Dorsten, gegen die sie ganze 43 Punkte zuließen und am Ende mit 80:43 den zehnten Sieg in Folge einfuhren. Damit bleibt Schwelm Tabellenführer der 1. Basketball-Regionalliga. Verfolger BG Hagen setzte sich knapp mit 83:75 bei WWU Baskets Münster durch.

Das war schon eine Überraschung: Die BG Dorsten trat in Schwelm ohne ihren Top-Scorer David Golembiowskis an. Wie erst am Freitag bekannt geworden war, hatte sich das kaum merkliche Humpeln des US-Amerikaners im letzten Heimspiel als schwerere Verletzung entpuppt. Für die Schwelmer war damit schon im Vorfeld der Partie die nominell größte Gefahr gebannt, denn der 2,03-Meter-Center holte bisher im Schnitt 18 Punkte pro Spiel.

Die Schwelmer nahmen auf den geschwächten Gegner keine Rücksicht und zogen ihr Spiel voll durch. „Kompliment an Falk und sein Team“, so Dorstens Trainer Ivan Rosic, „dass ohne Rücksicht auf den Spielstand immer weiter gekämpft hat.“ Vor allem in der Defensive zeigten die Hausherren eine Galavorstellung, die Falk Möller so bewertete: „Mir hat gefallen, dass wir vier Viertel konsequent verteidigt haben.“

Offensive gerät ins Stocken

Und die Schwelmer gaben vom Sprungball weg Vollgas. Schon nach elf Sekunden brachte Andrius Mikutis per Dreier die ersten Punkte auf die Anzeigetafel, Schwelm zog auf 10:2 und später 26:8 davon. Mit elf Punkten Vorsprung ging es ins zweite Viertel. Das ließ bei den Dorstenern ein wenig Hoffnung aufkeimen, denn die Schwelmer Offensive kam nun ins Stocken, traf nicht mehr wie zuvor. Trainer Möller hatte nun seine „zweite Reihe“ aufgeboten und ließ Lukas Erdhütter, Konrad Tota, Gael Hulsen und Vladimir Pinchuk mit Mathias Perl agieren. Dorsten kam bis zur Mitte des Viertels auf sieben Punkte heran und gewann diesen Durchgang mit einem Zähler Vorsprung, nachdem Schwelm allein in den letzten zwei Minuten den Korb fünfmal verfehlt hatte.

Auch das dritte Viertel brachte noch keine Vorentscheidung. Zwar stand die Baskets-Defensive auch hier sicher, ließ erneut nur 13 Punkte zu, doch am gegnerischen Brett ließen die Gastgeber erneut vieles liegen.

Sensationell dann der letzte Spielabschnitt. Nicht einen Korberfolg aus dem Spiel heraus ließ Schwelm hier zu. Die einzigen beiden Punkte, die die BG erzielte, resultierten aus Freiwürfen. Dass Gästetrainer Rosic das Fehlen seines Topscorers weh tat, zeigte sein Blick auf die Statistik. „Wir haben ganze 6,7 Prozent der Dreier verwandelt, das habe ich lange nicht gesehen.“

Schröter und Boyce stark am Brett

Erstaunlich war, dass nicht ein Schwelmer, sondern ein Dorstener Spieler Topscorer der Partie wurde: Nino Janoschek mit 19 Punkten, dazu holte er auch unglaubliche 15 Rebounds und schaffte damit ein Double-Double. Auf Schwelmer Seite war es einmal mehr Andrius Mikutis, der für die meisten Zähler sorgte. Mit jeweils sieben Balleroberungen unter dem Korb waren „Harry“ Boyce und Sebastian Schröter erfolgreichste Rebounder. Nach dem Erfolg gegen Herford nehmen die Baskets damit auch an Dorsten Revanche für die Pleite im Hinspiel.

Seite
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik