Fußball-Oberliga

Ennepetal gastiert beim favorisierten ASC Dortmund

Wieder im Training: Wilfried Sarr, TuS Ennepetal

Wieder im Training: Wilfried Sarr, TuS Ennepetal

Foto: Verein / Archiv

Ennepetal.  Eine schwere Aufgabe für den TuS Ennepetal am Sonntag. Denn der gastgebende ASC Dortmund hat sich wieder gefangen.

Man kann nicht sagen, dass der TuS Ennepetal in der Fußball-Oberliga eine schlechte Figur abgeben würde. Ganz im Gegenteil. Und auch der aktuell belegte sechste Platz spricht dafür, „dass der TuS Ennepetal nicht mehr die graue Maus der Liga ist“, so Trainer Alexander Thamm. Allein, dass der letzte dreifache Punkterfolg ein Monat her ist, wurmt im Lager rund ums Bremenstadion. Thamm: „Wir müssen uns endlich mal wieder belohnen.“ Ob das beim ASC Dortmund gelingt, ist fraglich. „Die Chance steht 49:51 gegen uns“, schätzt Thamm. Dortmunds Coach Tim Schwarz erwartet ein „schweres Spiel gegen eine Top-Mannschaft, die robusten Fußball spielt“.

Siepmann hat zu früh angefangen

Personell sieht es beim TuS Ennepetal immer besser aus. Wilfried Sarr beispielsweise ist wieder im Training. Der jüngste Neuzugang und ehemalige Drittliga-Spieler steht zur Verfügung, wird in jedem Falle im Kader auftauchen. Auch Ibrahim Lahchaychi ist wieder dabei. Im Spiel gegen Spitzenreiter Wiedenbrück war er beruflich unterwegs. Lediglich Stefan Siepmann muss weiter pausieren, er steht nicht zur Disposition. Er sollte vor drei Wochen wieder mit auflaufen, seine Beschwerden in der Leiste schienen überwunden. Nun stellt sich heraus, dass er zu früh das Training wieder aufgenommen hat.

Der TuS Ennepetal kann also mit ziemlich „voller Kapelle“, wie es Alexander Thamm gerne beschreibt, auflaufen. das ist auch nötig. Denn der ASC Dortmund ist mit ehrgeizigen Zielen in die Saison gestartet, wollte nach zweimaligem dritten Platz nun sich höher am Ende der Saison positionieren. dazu gab es gezielte Neuerwerbungen, der Stamm ist geblieben. „Eine super eingespielte Truppe“, so Thamm. Das beginnt bei Keeper Jan Held, der selbst einst im Bremenstadion für den TuS Ennepetal als Torwart Nummer zwei im Kader war. Dazu Daniel Schaffer, Kevin Brümmer, Pierre Szymaniak oder Maximilian Podehl, die „alles samt das Dortmunder Spiel führen und entscheiden können“, weiß Thamm.

Thamm: Chancen stehen 49:51

Das ist auch der Grund, warum der Ennepetaler Trainer die Dortmund als leicht favorisiert einstuft. Dazu kommt, dass mit dem Trainerwechsel die Formkurve und die Ergebniskurve rund ums Waldstadion in Aplerbeck nach oben zeigt. Seit rund vier Wochen steht Tim Schwarz beim ASC an der Seitenlinie. Der 33-Jährige hat zwar taktisch nicht viel verändert, doch die Leistungen beim Oberligisten stimmen wieder. Schwarz wird zunächst bis zum Winter als Interim-Coach agieren. Möglich, dass er darüber hinaus beim Oberligisten das Traineramt inne haben wird.

Dabei ficht es ihn kaum an, dass nach drei Pflichtspielsiegen in Folge sich Dortmund zuletzt in Rheine eine „absolut unnötige“ 0:2-Niederlage einfing. Beim TuS Ennepetal stimmt zwar die Leistung, aber die Ergebnisse nicht. Der letzte Sieg datiert vom 13. Oktober mit dem 3:1 gegen Paderborn II. Remis gegen Rhynern, Niederlagen gegen Kaan-Marienborn und Wiedenbrück folgten. „Wir müssen uns mehr konzentrieren, mehr unsere Siegermentalität an den Tag legen“, so Alexander Thamm.

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