Fußball-Oberliga

Ennepetal in Rheine favorisiert

Der Trainer und sein Kapitän. Alexander Thamm gibt Abdulah El Youbari an der Seitenlinie Anweisungen. So soll es dann auch mit den Punkten in Rheine klappen.

Der Trainer und sein Kapitän. Alexander Thamm gibt Abdulah El Youbari an der Seitenlinie Anweisungen. So soll es dann auch mit den Punkten in Rheine klappen.

Foto: MiSch / Archiv

Ennepetal/Rheine.  Bisher gab es einen Sieg des TuS Ennepetal gegen den FC Eintracht Rheine – bei sieben Niederlagen. Das war in der vergangenen Saison

Eigentlich ist diese Konstellation vor dem Spiel der Fußball.-Oberliga klar. Der Spitzenreiter gastiert beim Tabellen-16. Somit reist der TuS Ennepetal favorisiert zum FC Eintracht Rheine. Trainer Alexander Thamm nimmt für sich und seine Mannschaft zwar die Favoritenrolle durchaus an, warnt aber davor, die Gastgeber auf die leichte Schulter zu nehmen. „Die Tabellenkonstellation sagt nichts über die Stärke von Rheine aus“, sagt er.

Drei Niederlagen in Folge

Rheine hat derzeit einen schlechten Lauf, hat dreimal in Folge verloren. „Aber die sind nie abgeschossen worden“, hat Alexander Thamm beobachtet. „Mich wundert überhaupt, warum Rheine so weit unten in der Tabelle steht.“ Und darin sieht Thamm auch eine Gefahr. Zwar heißt es, dass Tabellen nie lügen. Doch darf diese Konstellation nicht dazu führen, diese Begegnung zu leicht zu nehmen. „Das Spiel wird vorher bereits im Kopf entschieden. Die Spieler müssen sich darauf einstellen, dass es ein Kampfspiel gegen wird auf einem eher tiefen Rasen“, sagt Thamm. „Wenn wir aufgrund der Tabellensituation und aufgrund des Sieges zuletzt gegen Münster einen Gang runter schalten, werden wir es sehr schwer haben.“

Keine Probleme im Kader

Personell ist Alexander Thamm „bestens aufgestellt“. Keiner ist wirklich verletzt. Ein dickes Fragezeichen steht noch hinter Stefan Siepmann. Der Innenverteidiger konnte am vergangenen Sonntag nicht spielen, ob es in Rheine möglich sein wird, entscheidet sich kurzfristig. Allerdings hatte Eigengewächs Linus Frölich seinen Part des Innenverteidigers neben Maik Bollmann klasse ausgefüllt. Das zeigt, wie breit und stark der Kader beim TuS Ennepetal aufgestellt ist. Eher die Qual der Wahl hat Alexander Thamm, der von Luxus-Problemen nichts wissen will. „Da ist das Wort Problem drin. Das haben wir nicht. Die personelle Situation ist Luxus, so kann man es formulieren“, sagt Thamm.

Das bedeutet auch, dass der Trainer eher als Moderator denn als Motivator agieren muss. Bei 26 Spielern ist es nicht immer einfach, Spieler auf die Bank zu setzen. „Gerade beim jetzigen Herbstwetter mit Nieselregen und niedrigeren Temperaturen ist es fies, draußen zu sitzen“, so Alexander Thamm. „Das weiß ich noch aus meiner aktiven Zeit.“ Ob Nils Nettersheim zunächst auf der Bank Platz nehmen wird, oder ob er zur Start-Elf gehören wird. Das ist ebenfalls offen. Jedenfalls hat sich der Torjäger nach und nach ein gutes Comeback erarbeitet. Zuletzt mit einem Treffer gegen Münster II kurz nach seiner Einwechselung.

Schlechte Bilanz

Überhaupt ist das Tore schießen die liebste Tätigkeit der Klutertstädter. Bei derzeit 18 Treffern ist dies der zweitbeste Liga-Wert – allerdings stehen dem elf Gegentreffer gegenüber. Rheine hat ein 15:15 bei den Toren zu verzeichnen. Torhungrig sind die Eintracht-Kicker also ebenso. Und hier müssen die Ennepetaler ebenfalls aufpassen. „Rheine hat sich verstärkt, die schätze ich auch besser ein, als es in der vergangenen Saison der Fall war“, so Thamm. Und in der vergangenen Saison hat der TuS Ennepetal die schlechte Bilanz gegen Rheine von sechs Niederlagen in sechs Spiele in drei Saisons ein wenig drehen können – mit dem 3:2-Sieg daheim im vergangenen September. zweimal Simon Rudnik (inzwischen Landesligist Kirckhörder SC) und einmal Nils Nettersheim trafen zum bisher einzigen Sieg in einem Meisterschaftsspiel gegen Rheine. In den weiteren sieben Punktspielen verließ Ennepetal jeweils als Verlierer den Platz.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben