Fußball-Oberliga

Ennepetal verlängert das Liga-Patent

Als das Geburtstagskind Kapitän Abdulah El Youbari (rotes Trikot) zum 1:2 verkürzt, keimt im Ennepetaler Lager Hoffnung auf.

Als das Geburtstagskind Kapitän Abdulah El Youbari (rotes Trikot) zum 1:2 verkürzt, keimt im Ennepetaler Lager Hoffnung auf.

Foto: Michael Scheuermann

Holzwickede/Ennepetal.   Die schlechteste Mannschaft der Rückrunde verliert auch in Holzwickede. Dennoch sieben Punkte Vorsprung vor letzten beiden Spielen.

Er dürfte der Alptraum des TuS Ennepetal sein: Nico Borghorst traf dreimal – und so behält Gastgeber Holzwicker SC mit 3:1 (0:0) die Oberhand. Die Ennepetaler kommen nicht vom Tabellenende weg – als schlechteste Mannschaft der Rückrunde. In der Gesamtwertung bleibt es Rang neun – sieben Punkte vor der Abstiegszone. Und das ist nämlich die gute Nachricht zur Niederlage. Bei noch sechs zu vergebenen Punkten an den verbleibenden beiden Spieltagen kann Ennepetal nicht mehr die Abstiegszone erreichen, verlängert auch rechnerisch das Liga-Patent.

Wechsel auf drei Positionen

Alexander Thamm, Trainer der Gäste aus Ennepetal, hatte die Elf, die zuletzt bei der Niederlage gegen die SF Siegen auf dem Rasen des Bremenstadions stand, auf drei Positionen gewechselt. Nils Nettersheim und Martin Williams spielten von Anfang an, waren zuletzt gar nicht auf dem Platz. Ibrahim Lahchaychi zählte in Holzwickede ebenfalls zur Startelf, war am Vorsonntag eingewechselt worden.

Bis zur Pause und in der Anfangsphase der zweiten Spielhälfte ging das Kalkül auf, geduldig zu spielen, um auf die eigenen Chancen zu warten und die denn auch zu nutzen. Doch dann kam dieser Nico Borghorst. Binnen sechs Minuten brachte er seine Farben in Führung (51., 57.). Individuelle Fehler der Ennepetaler Defensive wusste der Torjäger zu nutzen.

Doch die Klutertstädter gaben sich nicht auf – wie eigentlich immer in dieser laufenden Saison. Und der Lohn? Den hatte das Geburtstagskind Kapitän Abdulah El Youbari auf dem Fuß. Denn als der Deutsch-Marokkaner zum 1:2 verkürzte (64.), keimte im Lager der Gäste Hoffnung auf.

In der Schlussphase versuchten es die Gäste mit allen Mitteln, wenigstens noch das Remis zu erreichen. Keeper Marvin Weusthoff schaltete sich immer wieder in die Offensive der Gäste ein. Fünf Minuten waren in der regulären Spielzeit noch auf der Uhr. Und fast wäre diese offensive Variante in die Hose gegangen. Doch einen Konter wussten die Gastgeber-Stürmer Tim Kaluza beziehungsweise Borghorst nicht auszunutzen – sie scheiterten weit vor dem Strafraum zunächst an John Agnew, der als letzter Mann bereinigte. Schließlich an Weusthoff selbst, der zurück geeilt war und quasi als Sechser die Situation klärte.

Auch in den verbleibenden Minuten bis in die Nachspielzeit hinein schaltetet sich Westhoff immer wieder in die Schlussoffensive der in Rot gekleideten Ennepetaler ein. So bauten die Ennepetaler immer wieder Druck auf. Die fälligen Konter, die sich durch frei werdende Räume zwangsläufig für den Holzwicker SC ergaben, blieben nahezu ohne Wirkung. Nahezu. Denn in der vierten Minute der Nachspielzeit, als Weusthoff an der Mittellinie den Ball an Daniel Vaitkevicious verlor, besiegelten die Gastgeber das Schicksal von Ennepetal. Vaitkevicious lief alleine aufs Tor lief, doch er traf nicht ins Netz, sondern die Latte. Aber der Nachschuss von Borghorst saß – mit dem Schlusspfiff übrigens.

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