Fußball-Oberliga

Ennepetal will letzten Platz verlassen

Im Hinspiel überwindet Nils Nettersheim den Gäste-Keeper Malte Hegemann und erzielt sechs Minuten vor dem Schlusspfiff den entscheidenden Treffer zum 2:1-Sieg des TuS Ennepetal.

Im Hinspiel überwindet Nils Nettersheim den Gäste-Keeper Malte Hegemann und erzielt sechs Minuten vor dem Schlusspfiff den entscheidenden Treffer zum 2:1-Sieg des TuS Ennepetal.

Foto: Marinko Prša

Ennepetal.   Schlechteste Mannschaft der Rückrunde. Ein Punkt fehlt zum endgültige Liga-Erhalt. Sonntag geht es zum Tabellenzwölften Holzwicker SC.

In der Fußball-Oberliga will der TuS Ennepetal endlich vom Tabellenende weg. Vom Tabellenende weg? Ja, richtig gelesen! Denn die Ennepetaler stellen die schlechteste Mannschaft in der Rückrunde. Nur gut, dass es nach den Hinspielen der dritte Platz war, so dass die Mannen um Trainer Alexander Thamm fast den Ligaerhalt geschafft haben. Bei acht Punkten Vorsprung vor der Abstiegszone, bei noch drei auszutragenden Spielen.

Hinspiel mit 2:1 gewonnen

Ob der fehlende Punkt für die endgültige Sicherheit beim Holzwickeder SC am Sonntag eingefahren werden kann, vielleicht sogar drei, ist nicht abgemacht. Im Hinspiel gab es zwar einen 2:1-Sieg der Ennepetaler, doch der war hart erspielt, hart erkämpft. Überdies zeigt die Rückrunde, dass den Ennepetaler meist die nötigen etwa zwei Prozent an Leistungsbereitschaft gefehlt haben, um Siege einzufahren. „Das hat sich in den letzten Tagen auf höchstem Niveau gezeigt, dass Kleinigkeiten über den Erfolg oder den Misserfolg entscheiden“, so Thamm, der auf die jüngsten Spiele in der Champions League verweist.

In Holzwickede kann man annehmen, dass die Spieler bis in die Haarspitzen hinein motiviert sein werden. Nicht nur des Hinspiels wegen. Denn den sonntäglichen Gastgebern fehlen einige Zähler mehr, um den Klassenerhalt zu sichern. Als Zwölfter bei drei Punkten Abstand zur Abstiegszone – allerdings bei noch vier auszutragenden Begegnungen.

Imposant der Angriff, der mit Sebastian Hahne, Nico Berghorst und Mirco Gohr im Laufe der Saison für Aufsehen gesorgt hat. Zehn, neun beziehungsweise acht Treffer gehen auf das Trio. Wobei zuletzt beim 1:1 beim Vize-Meister TuS Haltern nur Hahne mit von der Partie war. Berghorst kam nach einer guten Stunde von der Bank, Gohr stand nicht im Kader.

Das bedeutet eine Menge Arbeit für die Ennepetaler Abwehr vor Keeper Marvin Weusthoff. „Das ist es auch, was ich von der Mannschaft verlange“, so Alexander Thamm. „Hinten müssen wir einfach sicherer stehen.“ Dass dies nicht immer der Falls ist, zeigt die Rückrunde, hat das jüngste Spiel gezeigt, in dem gegen die SF Siegen die möglichen drei Punkte einfach weggeworfen wurden. „Ich bin überzeugt, dass wir wieder zu alter Stärke vor allem in der Defensive finden werden“, so Thamm, der mit seiner Mannschaft den Dreier anstrebt – es wäre der zweite Sieg in der laufenden Rückrunde.

Ob dabei Tim Dosedal sofort und von der Bank kommend dabei sein wird, ist noch fraglich. Jedenfalls ist der Routinier wieder dabei. Im jüngsten Heimspiel hatte sich der Abwehr-Mann zwar warm gelaufen, signalisierte schließlich, dass er aufgrund seiner muskulären Probleme doch nicht spielen könne. In Holzwickede tritt der TuS Ennepetal mit „voller Kapelle an“, sagt Alexander Thamm. „Wer wie auflaufen wird, entscheidet sich nach dem Anschlusstraining.“

Sprockhövel in Erndtebrück

Derweil tritt die sicher gerettete TSG Sprockhövel beim Regionalliga-Absteiger und immer noch gefährdeten TuS Erndtebrück an (3 Pkt vor Abstiegszone) an. Geschenke wird es nicht geben. Die Balaika-Schützlinge wollen die bisher starke Rückrunde (fünftbeste Mannschaft) mit einem Dreier krönen – und eine Revanche für die 1:2-Niederlage im Hinspiel.

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