Baseball

Ennepetals Helden aus der zweiten Reihe

Lucas Babinec schlägt, Lucas Dzierson steht zum Loslaufen bereit und Achim Hilger hat alles genau im Blick. Der Trainer der Ennepetal Raccoons wirft für den kommenden Spieltag ein besonderes Auge auf seine Ersatzbank da einige Stammspieler fehlen werden.

Lucas Babinec schlägt, Lucas Dzierson steht zum Loslaufen bereit und Achim Hilger hat alles genau im Blick. Der Trainer der Ennepetal Raccoons wirft für den kommenden Spieltag ein besonderes Auge auf seine Ersatzbank da einige Stammspieler fehlen werden.

Foto: Verein / Nicholas Schmidt

Ennepetal.   Da einige Spieler fehlen werden, bietet sich für die bisher wenig berücksichtigten Spieler der Ennepetal Raccoons die Chance sich zu zeigen.

Wer als Aufsteiger neu in eine Liga kommt, hat es meistens schwer und spielt direkt von Saisonbeginn an gegen den Abstieg. Bei den Ennepetal Raccoons sieht das in der 2. Baseball-Bundesliga aber derzeit ganz anders aus -- der Aufsteiger steht nach vier Doppelspieltagen mit sechs Siegen und zwei Niederlagen an der Tabellenspitze. Grund dafür ist neben der individuellen Qualität im Kader auch die Tiefe im Aufgebot der Waschbären. Und genau diese ist am Samstag beim Heimspiel gegen Ratingen gefordert.

Penger im wohlverdienten Urlaub

„Helden aus der zweiten Reihe“, so lautet der Titel eines bekannten US-amerikanischen Sportfilms. In diesem rücken nach einem Streik der Stammspieler die Spieler in den Fokus, die sonst eher im zweiten Glied sind und nur selten im Rampenlicht stehen. Sie meistern ihre Aufgabe mit Bravour, auf ein ähnliches Drehbuch hofft nun auch Raccoons-Trainer Achim Hilger. Ihm fehlen im Heimspiel in Düsseldorf gegen die Ratingen Goose Necks gleich mehrere bewährte Kräfte -- was zur Chance für andere Spieler werden kann.

„Die Nachrücker sind heiß auf ihre Chance“, sagt Hilger nach einer intensiven Trainingswoche. Sie sollten auch heiß sein, denn schließlich muss der Ennepetaler Trainer am Samstag auf einige wichtige Spieler verzichten, andere sind dagegen fraglich. Definitiv nicht dabei sein wird Allrounder Marcel Penger. „Er ist in seinem wohlverdienten Urlaub, das geht bei ihm leider nicht anders“, sagt Hilger. Ersetzen kann Penger kein einzelner Spieler im Kader, zu hoch ist die Qualität des Pitchers. Gut, dass die Raccoons in der bisherigen Spielzeit bereits die Erfahrung machen konnten, dass der Kader mitsamt der Spieler aus der eigenen Jugend wettbewerbsfähig in der zweithöchsten deutschen Spielklasse ist.

Neben dem definitiv fehlenden Penger sind die bisher starken Nils Brünger, Julian Sarasa und Leon Busch noch fraglich, dafür steht der Italiener Matthias Zotti nach überstandenem Fieber wieder im Kader. Sollten Brünger, Sarasa und Busch tatsächlich fehlen, kommt auf die bisherigen Reservisten eine größere Rolle zu. Sorgen macht Trainer Achim Hilger diese Tatsache aber nicht. „Bisher waren Spieler wie Patrick Krempe oder Lukas Tolkmitt immer direkt da, wenn sie auf dem Feld standen“, so der Raccoons-Trainer. Das Spiel gegen Ratingen ist für sie eine gute Möglichkeit zu zeigen, was sie drauf haben.

Hilger unterschätzt Ratingen nicht

Und das müssen sie auch, denn die Ratingen Goose Necks sind besser als der Ruf der ihnen vorauseilt. „Die anderen Trainer schätzen sie nicht so stark ein, sie werden uns aber vollkommen fordern“, glaubt Hilger nicht an die Einordnung des kommenden Gegners durch die anderen Übungsleiter. Hilger mahnt seine Spieler zur vollen Konzentration, schließlich zeigte seine Mannschaft in der Vorwoche gegen Neunkirchen, dass es keine einfachen Gegner für die Ennepetaler in der 2. Bundesliga gibt.

Mit mindestens einem Sieg aus den beiden Spielen auf dem Feld der Düsseldorf Senators möchten die Raccoons einen weiteren Schritt in Richtung vorzeitigem Klassenerhalt machen. „Dann haben wir wieder mehr Planungssicherheit für die kommende Saison“, weiß Achim Hilger. Es ist aufgrund der bisherigen Ergebnisse ein klein wenig auch Understatement des Trainers. Denn der Erfolgscoach weiß auch, was er für Reservisten hat – und dass er sich auf sie verlassen kann, wollen ihm diese am Samstag gegen Ratingen zeigen.

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