Volleyball-Nachwuchs

„Es war ein wunderbares Erlebnis“

Die U16 des TV Eintracht Vogelsang nach dem besonderen Spiel in Moers - mit den Spielern des Zweitligisten

Die U16 des TV Eintracht Vogelsang nach dem besonderen Spiel in Moers - mit den Spielern des Zweitligisten

Foto: Verein

Gevelsberg.  Es kein Spiel wie jedes andere. Die Volleyball-U16 des TVE Vogelsang macht das Bundesliga-Vorspiel in Moers – in einer besonderen Atmosphäre.

Die U16 Volleyball-Mädchen des TV Eintracht Vogelsang haben in der vergangenen Saison Großes geschafft: Das Team aus Gevelsberg stieg nach einer herausragenden Spielzeit in die NRW-Liga auf. Laut Trainer und TVE-Vorstandsmitglied Gernot Jost hatte man sich vor der Saison vorgenommen, „einfach nicht Letzter zu werden.“

Der erste Spieltag liegt nun hinter den Volleyballerinnen und siehe da: Die TVE-Mädels gewannen ihr erstes Saisonspiel deutlich beim Moerser SC mit 2:0 (25:22, 25:14) – unter ganz besonderen Voraussetzungen. Wir sprachen mit Coach Gernot Jost über das erste Saisonspiel, ein ganz außergewöhnliches Erlebnis und die Ambitionen seines Teams.

Herr Jost, das erste Saisonspiel ihrer U16-Mannschaft ist Geschichte. Wie zufrieden sind Sie mit dem Auftritt ihres Teams?

Sehr zufrieden, denn wir haben eine hochkonzentrierte Leistung abgeliefert. Die Spielerinnen aus Moers waren uns körperlich eigentlich deutlich überlegen. Die sind viel größer und haben viel Wucht in ihren Schlägen und Angriffen. Was uns im Endeffekt zum Erfolg verholfen hat, war vor allem, dass wir die Aufschläge von Moers sehr gut entschärft haben. Meine Tochter Luisa hat als Zuspielerin die Bälle sehr variabel verteilt. Und das sage ich nicht nur, weil sie meine Tochter ist, sondern, weil sie wirklich ein gutes Spiel gemacht hat (lacht).

Die Begegnung ihres Teams gegen den Moerser SC war das Vor-Match des Zwei-Bundesliga-Spiels des Moerser SC gegen den Kieler TV. Wie ist der Tag für ihr Team abgelaufen?

Das war für die Mädels, aber auch uns Trainer und mitgereiste Eltern ein insgesamt wunderbares Erlebnis. Klar, bei unserem Spiel waren noch nicht so viele Zuschauer in der Halle wie später beim Spiel der Bundesliga-Herren. Trotzdem war es für die Mädels ein tolles Erlebnis, in einer solch großen Halle mit dieser Atmosphäre gespielt zu haben haben. Das war schon außergewöhnlich und kommt nicht alle Tage vor. Wir sind schon früh morgens angereist und haben das Abschluss-Training der Bundesliga-Herren auf der Tribüne verfolgt. Das war schon beeindruckend, mit welcher Wucht und Athletik die Volleyballer da zu Werke gegangen sind. Da konnte man sich bei der Gelegenheit natürlich auch einiges abgucken, das war schon toll. Nach dem Abschlusstraining waren wir dann an der Reihe mit unserem Spiel.

Und? Hat Ihr Team die Eindrücke von den Profis mit ins Spiel genommen?

Das kann man natürlich vermuten, da wir wie gesagt extrem konzentriert waren und sehr variabel gespielt haben. Im ersten Satz sind wir in Führung gegangen und haben den Vorsprung dann immer weiter ausgebaut, bis wir beim Stand von 24:14 Satzbälle hatten. Aufgrund der Aufschlag-Rotation kam die mit Abstand beste Aufschlägerin von Moers an die Reihe. Der SC hat acht Satzbälle abgewehrt und kam bis auf 24:23 heran. Wir haben uns davon aber nicht weiter beeindrucken lassen. Lea Bahr hat schließlich den entscheidenden Satzball zum 25:23 für uns genutzt und den ersten Satz perfekt gemacht. Der weitere Durchgang ging deutlich an uns, da wir ganz nahe an unsere Leistungsgrenze gekommen sind und sehr abgeklärt gespielt haben.

Hatten Sie im Vorfeld mit einem solchen Erfolg gerechnet?

Nein, das Ergebnis war vor allem in der Deutlichkeit nicht zu erwarten. Da haben die Mädels wirklich einen extrem guten Job gemacht.

Was sind jetzt die Ziele für die restliche Saison?

Wir hatten uns vorgenommen, möglichst nicht Letzter zu werden. Die halbe Miete haben wir schon jetzt nach dem ersten Spieltag. Wir werfen unsere Saisonziele jetzt aber nicht über den Haufen, sondern bleiben bescheiden. Wir wissen, dass wir der Underdog der Liga sind, sind uns unserer Rolle durchaus bewusst.

Wie lief der Tag in Moers nach dem Spiel weiter ab? Gab es die Gelegenheit, mit den Profis zu quatschen?

Ja, wir wurden in der Pause zwischen dem zweiten und dritten Satz des Bundesliga-Spiels den etwa 600 Zuschauern in der Halle als Gäste vorgestellt. Das war natürlich noch ein besonderes Highlight für die Mädels, das werden wir so schnell nicht vergessen. Nach der Partie haben uns die Spieler des Moerser SC noch auf ein Getränk im VIP-Bereich eingeladen. Danach haben die Profis sogar noch ein wenig mit unseren Spielerinnen Volleyball gezockt.

Welches Fazit ziehen Sie aus sportlicher und persönlicher Sicht aus dem ersten Spieltag?

Es war ein sensationelles Erlebnis für meine Mannschaft. Die Profis des Moerser SC und der ganze Verein waren uns gegenüber sehr gastfreundlich, das hat uns sehr imponiert. Sportlich wollen wir unsere Leistung natürlich im nächsten Spiel nach den Herbstferien bestätigen.

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