Fußball-Kreisliga

„Fehlentscheidung hat mich aufgeregt – mehr nicht“

Christian Parlow, Interims-Trainer TuS Haßlinghausen.

Christian Parlow, Interims-Trainer TuS Haßlinghausen.

Foto: Walter Fischer

Haßlinghausen.   Interview mit dem Interims-Trainer Christian Parlow nach dem Gastspiel des TuS Haßlinghausen beim FC Gevelsberg-Vogelsang.

Bis zum Ende der Saison fungiert Christian Parlow als Interimstrainer des Fußball-Kreisligisten TuS Haßlinghausen – nachdem sich Verein und Vorgänger-Trainer Jürgen Leifels getrennt hatten. Als Cheftrainer wird er am Landringhauser Weg nicht darüber hinaus agieren, wird wieder als Co-Trainer engagiert sein. Die Entscheidung über einen neuen Trainer wird der Vorstand um Vorsitzenden Jörg Rittmann rechtzeitig fällen. Am vergangenen Sonntag gab es hitzige Momente, als Haßlinghausen am Vogelsanger Hundeicken beim abstiegsbedrohten FC gastierte.

1 Christian Parlow, der TuS Haßlinghausen entführt wie erwartet drei Punkte vom FC Gevelsberg-Vogelsang. Doch mit dem 3:2 scheint dies ein mühevoller Erfolg gewesen zu sein?

Es wurde in der Tat am Ende eng. Doch zwischen der 46. und 60. Minute hatten wir etliche Tausendprozentige, die übrigens zum Teil der Gevelsberger Keeper Florian Schneider exzellent entschärft hat. Eigentlich hätten wir mit 8:2 oder so gewinnen können.

2 Haßlinghausen führt 2:0 und 3:1, dann gelingt Vogelsang das 2:3 und es wird hektischer. Bezeichnend ist eine Situation, in der der Ball im Aus war, was der nicht neutrale Linienrichter nicht angezeigt hat. Wie war die Situation aus Ihrer Sicht?

Ich stand an der Seitenlinie etwa fünf Meter von der Situation entfernt. Der Ball war über einen Meter im Aus. Vogelsang bleibt also in Ballbesitz und flankt. Es entwickelte sich aus dieser Fehlentscheidung eine gefährliche Situation gegen uns. Das hat mich aufgeregt und geärgert. Das war für mich eine unsportliche Situation, die meiner Ansicht nach so nicht geht.

3 Aber war die Situation, ob der Ball im Aus war oder nicht, nicht eine Tatsachen-Entscheidung?

Grundsätzlich stimmt das. Na klar! Aber der Ball war aus meiner Sicht so eindeutig im Aus, dass es jeder hätte sehen müssen. Vor allem der nicht neutrale Linienrichter, der fast unmittelbar neben der Szene stand.

4 Ihnen wird in dieser Situation vom gastgebenden FC Gevelsberg-Vogelsang vorgeworfen, beleidigend gewesen zu sein?

Ich habe mich geärgert. Ja. Aber ganz bestimmt war ich nicht beleidigend. Fairplay zählt zu unserer Philosophie. Im Übrigen bin ich in meiner 18 Jahre währenden Tätigkeit als Trainer oder Co-Trainer nie des Platzes verwiesen worden. Die Fairness hat sich auch in zwei Situationen vor dem nicht angezeigten Ausball gezeigt. Da hatte sich jeweils ein FC-Spieler verletzt, wir haben den Ball ins Aus geschossen, der Einwurf ging an uns zurück und wir haben den Ball wieder den Vogelsangern zurück gespielt. Für uns eine Selbstverständlichkeit. In diesen Situationen auch für Vogelsang.

5 Hatte demnach das Spiel einen eher ruhigen und fairen Charakter bis zu der strittigen Szene?

Das kann man so sagen. Von beiden Seiten war das Spiel fair geführt.

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