Fußball

FSV bereitet Hamann einen schönen Abschied

Matthias Schoger treibt an. Der Gevelsberger trifft zum Abschied von Trainer Wolfgang Hamann zwei Mal gegen Vizemeister RW Lüdenscheid.

Matthias Schoger treibt an. Der Gevelsberger trifft zum Abschied von Trainer Wolfgang Hamann zwei Mal gegen Vizemeister RW Lüdenscheid.

Foto: Marinko Prša

Gevelsberg.   Im letzten Spiel unter der Leitung von Trainer Wolfgang Hamann ringt der FSV Gevelsberg RW Lüdenscheid nach toller Leistung einen Punkt ab.

„Das war eine der besten zweiten Halbzeiten, die wir gespielt haben“, freute sich Wolfgang Hamann nach seinem letzten Spiel als Trainer des Bezirksligisten FSV Gevelsberg. Der Lohn war das 2:2 gegen den Tabellenzweiten RW Lüdenscheid. Im ersten Durchgang hatte es noch nicht ausgesehen, als könnten die Gevelsberger ihrem Gegner Paroli bieten – am Ende waren sie dem Siegtreffer deutlich näher als die mit lautstarker Fan-Unterstützung angereisten Sauerländer.

Der FSV, insbesondere die Abwehr, war noch gar nicht wach, da hatte es schon im Tor von Daniel Hamann gerappelt. Erster Angriff Lüdenscheid – 0:1. Und auch in der Folge taten sich die Gastgeber schwer. Zwar gelang Matthas Schoger mit einem sehenswerten Treffer, freigespielt von Rasim Zhushi lupfte er den Ball über RWL-Keeper Jonas Brackmann, der schnelle Ausgleich, aber die Gäste nutzten einen weiteren Blackout der FSV-Abwehr um gleich wieder in Führung zu gehen.

Die Pause nutzte Hamann zur Umstellung. Dennis Niggeloh rückte ins Abwehrzentrum, Timo Guidi übernahm die linke Außenbahn, und Atakan Kilic die Sechserposition. Außerdem schärfte er seinen Jungs ein, körperbetonter zu spielen.

Schoger lässt nichts anbrennen

Die Maßnahmen hatten Erfolg. Gevelsberg stand nun defensiv sicherer und machte auch vorne ordentlich Betrieb. Schogers Kopfball nach Schröder-Flanke war der erste Warnschuss. Der zweite war dann schon der Ausgleich: Guidi setzte sich auf der linken Seite durch, sein Rückpass fand einen Mitspieler, dessen Schuss abgeblockt wurde, aber bei Schoger landete, der sich nicht zweimal bitten ließ.

Im gleichen Maße wie Lüdenscheid nachließ, wurde Gevelsberg stärker. Das missfiel RWL-Coach Martin Rost so, dass er sich auf einen Disput mit dem Schiedsrichter einließ, ihm vorwarf „vier Elfmeter nicht gepfiffen“ zu haben. Die hatte er aber wohl als einziger im Stefansbachtal gesehen. In der letzten von ihm angesprochenen Situation hatte sogar einer seiner Spieler ein klares Foulspiel mit gestrecktem Bein begangen.

Die Gevelsberger drängten in der Schlussphase mit Macht auf den Siegtreffer. Schoger hatte noch zwei tolle Möglichkeiten, scheiterte aber an den glänzenden Reflexen des RWL-Keepers. So war es am Ende ein hochverdientes Unentschieden. „Endlich haben wir einmal unseren Heimvorteil ausgespielt. Die Jungs haben mir ein schönes Abschiedsgeschenk bereitet“, sagte Wolfgang Hamann, bevor zur Mannschaftsfete ins FSV-Bistro verschwand.

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