Handball-Verbandsliga

Für Gevelsberg beginnt heiße Phase

„Da geht’s lang“, sagt Sascha Šimec, Trainer der  HSG Gevelsberg-Silschede, und ist mit der bisher eingeschlagenen Richtung sowie dem Leistungsstand seiner Spieler innerhalb der Vorbereitung zufrieden.

„Da geht’s lang“, sagt Sascha Šimec, Trainer der HSG Gevelsberg-Silschede, und ist mit der bisher eingeschlagenen Richtung sowie dem Leistungsstand seiner Spieler innerhalb der Vorbereitung zufrieden.

Foto: Michael Scheuermann

Gevelsberg.  Am Donnerstagabend, 20.30 Uhr, gibt die HSG Gevelsberg-Silschede erstmals seine Visitenkarte vor heimischen Publikum ab – gegen HG Remscheid.

Die heiße Phase der Vorbereitung hat begonnen. In viereinhalb Wochen wird es für den Handball-Verbandsligisten HSG Gevelsberg-Silschede ernst. Mit dem Heimspiel-Knaller gegen den OSC Dortmund beginnt die Saison 2019/2020 am 14. September (19.15 Uhr, Halle West). Und am heutigen Donnerstagabend, um 20.30 Uhr, gibt es die erste Möglichkeit, die Mannschaft von Trainer Sascha Šimec erstmals auf dem heimischen Parkett zu begutachten – mit dem Heimspiel gegen den Regionalliga-Aufsteiger HG Remscheid.

Schwerpunkt Abwehrarbeit

Dann wird eine Mannschaft zu sehen sein, die „auf einem guten Weg ist, aber noch lange nicht bei hundert Prozent“, so Sascha Šimec. Ordentlich Kondition haben die Spieler gebolzt. Aber noch nicht genug. „Der athletischen Stand stellt mich zufrieden“, so Šimec. Spielerisch hat der Gevelsberger Trainer den Schwerpunkt auf die Abwehrarbeit gelegt. „Das sieht teilweise schon sehr gut aus“, so der Coach.

Insbesondere der neue Keeper Sven Wulf, der im Sommer aus Hattingen kam, muss sich auf die Spielweise einstellen. „Er gewöhnt sich langsam, aber sicher an unsere Abwehrarbeit“, bilanziert Sascha Šimec. „Er kommt.“ Überdies freut sich der Gevelsberger Trainer, dass mit den zwei-Meter-Männern Josip Jukic und Lennart Bulk die Gevelsberger Abwehr das Potenzial hat, noch besser, noch dichter als in der vergangenen Saison zu stehen.

Dass bei der Konzentration auf die Abwehrarbeit die Angriffs-Kombinationen noch nicht wirklich sitzen können, das ist klar. Aber dennoch hat Sascha Šimec bei den bisherigen Tests wie gegen Wülfrath, Villigst-Ergste oder FC Schalke 04 im eigenen Angriff gute Ansätze gesehen. Was insbesondere für die neuen Spieler in der Mannschaft gilt. Mit Lennart Bulk entwickelt sich eine echte Alternative am Kreis zu Sam Lindemann. „Seine Körperpräsenz ist schon klasse“, so Šimec. Nils Rüggeberg hat es etwas schwere, gilt er doch als ein weiterer Spielmacher im Gevelsberger Gebilde. „Das dauert, wie es zu erwarten war“, sagt Sascha Šimec.

Die Nachwuchsspieler Keeper Finn Steinbach und Pascal Schinke, die im letzten Spiel der vergangenen Saison Einsatzzeiten bekamen, ernten ebenfalls viel Lob vom Trainer – wenngleich ihre Prioritäten noch in der Mannschaft der A-Jugend beziehungsweise der Bezirksliga-Reserve liegen.

Insgesamt zeigt sich Sascha Šimec zufrieden – insbesondere von den neuen Spielern, weil sie frisches Blut und viel Ehrgeiz mit sich bringen. Doch das ist längst nicht alles. „Menschlich passt das prima“, so Sascha Šimec. „Das trägt auch dazu bei, dass die Stimmung innerhalb der Mannschaft klasse ist. Im Findungsprozess als Mannschaft sind wir erheblich weiter, als wir es zu diesem Zeitpunkt im vergangenen Jahr gewesen sind“.

Kein „Ersatz“ für Potocki

Eigentlich sollte mit Lennart Potocki ein weiterer Neuzugang eine tragende Rolle in der HSG-Mannschaft spielen. Doch bereits Ende Juni hatte sich sein Engagement in der Gevelsberger Halle West erledigt. Ein angedachter personeller Ersatz hat sich bisher nicht verwirklicht.

Die Verletzungen an Sprunggelenk und Schulter von Potocki hatten sich als so schlimm erwiesen, dass an einen Einsatz vorläufig nicht zu denken ist. Alleine mit seiner Fußverletzung fiel er für seinen Arbeitgeber bereits länger aus, eine weitere Pause kann und möchte Potocki seinem Arbeitgeber nicht zumuten. Der talentierte Linkshänder spielte in der Jugend bei der HSG Herdecke-Ende, wechselte vom Bleichstein zum Nachwuchs des mehrfachen deutschen Meisters TuSEM Essen. In der vergangenen Saison war Potocki für den Liga-Konkurrenten Teutonia Riemke am Ball.

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