Basketball

Gala-Sieg! Baskets beeindrucken mit unglaublicher Statistik

| Lesedauer: 4 Minuten
Die Schwelmer Basketballer feiern den Sieg gegen den SC Rist Wedel Anfang November.

Die Schwelmer Basketballer feiern den Sieg gegen den SC Rist Wedel Anfang November.

Foto: Michael Scheuermann

Schwelm.  Souverän fahren die EN Baskets Schwelm gegen Herford den dritten Sieg in Folge ein. Dabei glänzen die Basketballer vor allem mit einer Sache.

Es gibt Tage, da gelingt einer Mannschaft einfach alles. Einen solchen erlebten die EN Baskets Schwelm beim Auswärtsspiel gegen die BBG Herford zweifellos. Nahezu durchgehende Treffsicherheit und eine wieder einmal starke Abwehrleistung fassen den Glanzauftritt des Teams von Coach Falk Möller zusammen, der bei einem deutlichen 98:73-Erfolg zum dritten Sieg in Folge für die Schwelmer in der ProB geführt hat.

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Vor dem Beginn der Partie erfuhren die Schwelmer Fans zunächst allerdings von einigen Ausfällen. Neben dem noch nicht einsatzbereiten Malik Eichler mussten auch der Top-Rebounder Brett Reed sowie Till Hornscheidt zuhause bleiben, da sich beide leicht im Training verletzten und man auf Nummer sicher gehen wollte. So reiste die Mannschaft lediglich mit acht Spielern nach Herford.

Den personellen Engpass ließen sich die heimischen Basketballer jedoch von Beginn an nicht anmerken. Bereits im ersten Viertel gingen sie in ein intensives Pressing. „Wir wollen immer sehr aggressiv gegen die Guards arbeiten, weil du dadurch den Spielaufbau wegnimmst, das haben wir gut hingekriegt“, freute sich Falk Möller. Entsprechend gelang den Gastgebern zu Beginn nicht viel, während die EN-Startaufstellung aus Johan Flaa, CJ Oldham, Chris Frazier, Viktor Ziring und Marius Behr effizient blieb und für eine 25:14-Führung im ersten Viertel sorgte.

Nur einen Fehlwurf

Den Vorsprung konnten die EN Baskets im zweiten Viertel auf 19 Punkte ausbauen. Einen Dreier in der 18. Minute von Viktor Ziring, der für diesen noch einen Freiwurf bekam, den Johan Flaa verwandelte, war der beispielhafte Wurf für die erste Hälfte. Die Schwelmer hatten bis dahin lediglich einen Fehlwurf jenseits der Drei-Punkt-Linie fabriziert. Sie trafen einfach alles. „Wir haben eben auch sehr gute Werfer“, lobte Möller.

Auch wenn die Wurfstatistik in der zweiten Halbzeit schlechter wurde, standen für die Schwelmer am Ende 14 Dreier und eine Quote von 50 Prozent an versenkten Versuchen auf der Habenseite, während die Herforder in der gesamten Partie nur zweimal dreifach punkteten.

Das war ausschlaggebend

Nach dem Seitenwechsel ließen die Schwelmer keineswegs nach. Der Abstand wuchs auf 22 Zähler an. Die Spieler von Falk Möller wiesen trotz der kleinen Rotation keinerlei konditionelle Schwächen auf. „Das tut ihnen Montag sehr weh, aber wir mussten 40 Minuten Gas geben, das ging nicht anders“, erklärte Möller. Das letzte Viertel brachte die zwischenzeitlich größte Führung von 27 Punkten auf 85:58. Die Schwelmer wackelten zu keinem Zeitpunkt des Spiels und entschieden dieses früh. „Wir haben genau das gemacht, was wir uns vorgenommen haben. Es war eine überragende Teamleistung. Wir scoren aktuell gut, entscheidend war für mich aber, wie wir verteidigt haben“, fasste Möller zusammen.

Vor allem CJ Oldham, der mit 26 Punkten am häufigsten traf, war ein Sinnbild für die körperliche und taktische Überlegenheit der Schwelmer. Immer wieder brillierte er selber oder machte für seine Mitspieler die Vorarbeit. Die BBG Herford ließ sich von den Baskets zu vielen Fouls zwingen, die diese mit einer Freiwurf-Quote von 70 Prozent dankend annahmen. Die Schwelmer Baskets konnten ihren Rückenwind der vergangenen Spiele trotz des Ausfalls der letztwöchigen Partie nutzen. „Der Rhythmus ist jetzt da, wie im letzten Spiel gegen Köln auch. Ich hoffe, dass wir ihn halten können und die Intensität hochhalten, dann ist viel möglich nächste Woche“, schaut Falk Möller auf die kommende Partie gegen die TKS 49ers.

EN Baskets Schwelm: Oldham Jr. (26 Punkte), Frazier (20), Flaa (16), Ziring (14), Behr (14), Nürenberg (4), Funk (2), Wessel (2).

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