Fußball-Bezirksliga

Gevelsberg dominiert anfangs klar das Spiel

Ein faires Spiel wird hektisch, nachdem Fabian Rösner (am Boden) gefoult wird.

Ein faires Spiel wird hektisch, nachdem Fabian Rösner (am Boden) gefoult wird.

Foto: Marinko Prša

Gevelsberg.  Vier Chancen, drei Tore. Das fing gut für den FSV Gevelsberg gegen den FC Wetter an. Doch dann drohte die Partie zu kippen.

Mit einem Paukenschlag ist die Saison in der Fußball-Bezirksliga am Samstagabend eröffnet worden. Auf dem Höing fegte Türkiyemspor Hagen Aufsteiger TSK Hohenlimburg mit 6:1 (4:1) vom Platz. In den Auftaktspielen blieben die drei heimischen Teams erfolgreich. Schwelm gewann souverän 3:0, Voerde erarbeitete sich ein 1:0, und Gevelsberg zitterte sich zum 4:2 (3:0)-Sieg.

Dabei sah es auf dem Kunstrasen im Stadion Stefansbachtal zur Halbzeitpause nach einem lockeren Auftakt aus. Die Gevelsberger hatten in den ersten 45 Minuten klar dominiert und das bessere Spiel gezeigt. Wetter tat sich bis dahin nur durch Nickeligkeiten und viele Ballverluste hervor.

Zu Beginn der Partie eine Schrecksekunde: Der FSV verliert beim ersten Angriff im Mittelfeld den Ball, so dass ein Gästespieler von allein auf Daniel Hamann im Tor zulief, aber an dem Keeper scheiterte. Da war erst einmal Durchatmen angesagt. Aber die Szene schien wie ein Weckruf zu wirken. Von da an war Gevelsberg spielbestimmend und ließ Angriff auf Angriff rollen.

Drei Tore aus vier Chancen

Aus den vier Torchancen im ersten Durchgang machten die Platzherren drei Tore. Zunächst war Jonathan Kissing nach schöner Flanke von Ünal im Strafraum nur durch ein Foul zu bremsen. Den fälligen Elfmeter verwandelte der Vorlagengeber souverän.

Mit der Führung im Rücken lief es nun wirklich gut bei Gevelsberg. Und nach einem Eckball von rechts, hereingegeben von Ramazan Ünal, stand Matthias Schoger richtig und köpfte zum 2:0 ins Tor. Allerdings sah Wetters Keeper Palasis dabei nicht gut aus, denn er blieb auf der Linie „kleben“, wo Schoger nur wenig außerhalb des Fünfmeterraumes gelauert hatte. Bei der vierten Torchancen stand der Pfosten im Weg. Henrik Behr hatte abgezogen, das Leder prallte aber vom linken Innenpfosten ab, kullerte parallel zur Torlinie bis zum rechten Pfosten, ohne dass jemand vollstreckte.

Der zweite Durchgang begann mit einem Weckruf für die Elf vom Harkortberg. Nachdem die Gevelsberger ihre rechte Abwehrseite nicht dicht bekommen hatten, setzte sich Aboubakar Fofana mit vollem Körpereinsatz durch und erzielte aus recht spitzem Winkel den Anschlusstreffer. Da merkten die Gäste, dass vielleicht doch noch etwas ging und kamen besser ins Spiel.

Partie droht zu kippen

Die Partie drohte jetzt zu kippen. Zunächst einmal aber kippte Schiedsrichter Frank Drexelius – im wahrsten Sinne des Wortes. Nach einem Zusammenprall mit einem FSV-Akteur blieb er zunächst regungslos auf dem Platz liegen. Zum Glück kam er aber wieder zu sich, nachdem Spieler und Betreuer beider Mannschaften sich um ihn bemüht hatten, und konnte die Partie fortsetzen.

Es schien nun wieder für die Gastgeber zu laufen, denn sie spielten nach einer Ampelkarte gegen den Wetteraner Torschützen ab der 73. Minute in Überzahl. Doch ein Freistoß aus gut 20 Metern sorgte für den 2:3-Anschluss aus Sicht der Gäste. „Der war sehr gut geschossen und nicht zu verteidigen“, stellte FSV-Coach Uwe Jöns fest, der sich ärgerte, dass seine Mannschaft es versäumt hatte mit einem weiteren Treffer zum 4:0 oder 4:1 vorher schon alles klar zu machen. „Da haben wir unsere Konterchancen nicht sauber zu Ende gespielt“, so Jöns. Besser machten es Jonathan Kissing und Max Schröder in der Nachspielzeit. Kissing leistete die Vorarbeit, Schröder vollstreckte – und alles war gut: Auftakt gelungen.

Den Starterfolg verfolgten übrigens auch ein Ex-Trainer sowie ein Ex-Spieler. Wolfgang Hamann war nach dem Testspiel seines neuen Klubs SC Wengern ins Stefansbachtal gekommen war, und auch Dennis Niggeloh ließ es sich nicht nehmen, seine alten Kameraden anzufeuern.

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