Fußball-Kreisliga A

Gevelsberg entscheidet Titelkampf

So wie hier Tom Pierre Hoffmann

So wie hier Tom Pierre Hoffmann

Foto: Marinko Prša

Ennepe-Süd.  FSV II gastiert am Sonntag beim Spitzenreiter SC Obersprockhövel II um 12.45 Uhr, der FC Silschede beim Tabellenzweite FC Herdecke-Ende um 15 Uhr

Am morgigen Sonntag entscheidet sich, ob in der Fußball-Kreisliga A2 der FC Herdecke-Ende oder die zweite Mannschaft des SC Obersprockhövel Meister wird. Es entscheidet sich genauso, welche Mannschaft neben dem FC Gevelsberg-Vogelsang absteigen wird – SC Berchum-Garenfeld III oder SpVg Hagen 11 III. Oder es entscheidet sich, dass es ein oder zwei Entscheidungsspiele geben wird.

Wir haben mit Betroffenen gesprochen und sie gebeten, uns zu erzählen, wie sie sich den morgigen Tag vorstellen und wünschen würden, wenn sie sich ihn ausmalen könnten.

Zwei Punkte Vorsprung

Obersprockhövel führt die Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung vor Herdecke-Ende an. Andreas Klatt, Co-Trainer des Tabellenführers sagt, er würde sich wünschen, im früher angepfiffenen Spiel gegen den FSV Gevelsberg II (Anstoß: 12.45 Uhr) einen souveränen Sieg einzufahren. Herdecke-Ende würde vor ihrem Spiel das Ergebnis erfahren und dann gegen Silschede nur noch um die goldenen Ananas spielen. Klatt erklärt, nach dem Spiel werde gefeiert. Aus Tradition treffen sich die SC-Mannschaften nach dem letzten Saisonspiel und lassen die frisch abgelaufene Spielzeit ausklingen.

Diese Feier trüben könnten die Herdecker. Deren Trainer Frank Henes wünscht sich, dass, während sie in der Kabine sitzen oder auf dem Platz sind, das Ergebnis aus Obersprockhövel eintreffe – nicht aber ein Sieg der Klatt-Mannschaft, sondern ein Unentschieden oder eine Niederlage des SCO. Henes Mannschaft macht dann frühzeitig gegen Silschede alles klar und nach dem Spiel wird es auf der üblichen Saisonabschlussfeier vielleicht ein paar Bier mehr geben.

Oben in der Liga streiten sich zwei Mannschaften um den ersten Platz. Bei beiden sind im Anschluss eine Feier unabhängig des Ausganges geplant. Beide hoffen aber auf eine Feier mit einer Meisterschaft, die das Bier versüßt. Ebenso wie oben wird unten gekämpft. Die dritten Mannschaften von der SpVg Hagen und des SC Berchum-Garenfeld streiten sich um den Verbleib in der Liga.

„Wir sind gut in die Partie reingekommen und haben unsere Nervosität direkt abgelegt. Wir haben gemerkt, dass Linderhausen sich gut verabschieden wollte. Wir wollten gut mitspielen. Zur Halbzeit stand es 0:0. Mitte der zweiten Hälfte haben wir das 1:0 gemacht und über die Zeit gerettet“, so lautet der fiktive Spielbericht vom Berchum-Trainer Philip Laufer nach dem Spiel gegen die SpVg Linderhausen, das am morgigen Sonntag stattfindet. Seiner Geschichte fügt er noch ein wenig Dramatik hinzu, er sagt: „In der 96. Minute bekam Linderhausen einen Elfmeter und unser Torwart hat ihn gehalten.“ Nach dem Spiel wird in seiner Geschichte noch mit den Spielern von Linderhausen gefeiert und später in Garenfeld noch weiter getrunken.

Zweiter Absteiger gesucht

Die Mannschaft um Trainer Laufer ist momentan drei Punkte vor der SpVg Hagen 11 III. Die Volmestädter spielen bei RW Rüggeberg. Um auf dem Laufenden zu bleiben, schicken die Garenfelder jemanden nach Rüggeberg, der sie über das dortige Geschehen informiert.

Nach dem Abpfiff des letzten Spieles kann es passieren, dass oben und unten in der Tabelle die Mannschaften punktgleich sind. Dann entscheidet nicht etwa die Tordifferenz oder der direkte Vergleich, sondern es geht in ein Entscheidungsspiel auf neutralem Boden. Entscheidungsspiele zwischen Obersprockhövel II gegen Herdecke-Ende sowie Berchum-Garenfeld III gegen Hagen 11 III wären möglich.

Der Tabellenerste und somit der Meister dieser Gruppe 2 spielt dann in zwei Relegations-Spielen gegen den Meister der Hagener Gruppe. Der steht mit TSK Hohenlimburg bereits fest. Die Entscheidungs- und Aufstiegsspiele werden ab dem kommenden Dienstag stattfinden, so Staffelleiterin Christiane Helmecke.

Für die übrigen Mannschaften geht es um nichts mehr. Sie spielen um die „goldene Ananas“. Trotzdem haben manche noch Ziele. Während TuS Ennepetal II bei der TSG Herdecke gewinnen möchte, ist das Ziel vom FSV Gevelsberg II, den dritten Rückrundenplatz zu sichern und die Reserve des SC Obersprockhövel zu ärgern.

Eine Mannschaft hatte schon Zeit, sich auf den Abschied aus der Liga vorzubereiten: der FC Gevelsberg-Vogelsang. Er ist schon vor dem Spieltag abgestiegen. Interims-Trainer und Vorstand Thomas Jakobi hat uns seinen fiktiven Spielbericht zu dem Spiel gegen Volmarstein erzählt: „Wir haben gegen den SuS nochmal alles in die Waagschale geworfen und 2:0 gewonnen. Volmarstein hätte auch gewinnen können, wir waren aber abgeklärter vor dem Tor“, und weiter schildert er die Szenen nach dem morgigen Spiel: „Ich habe mich nach dem Abpfiff bis auf die Unterhose ausgezogen und bin über den Platz gerannt.“

Sonntag ist der Tag der Entscheidungen. Die Realität ist kein Wunschkonzert, trotzdem hoffen Trainer und Teams auf einen gelungenen Abschluss der Spielzeit. Nach dem Spieltag kann sich der Pflichtspielbetrieb noch für vier Mannschaften verlängern. Für die anderen ist die Saison vorbei.

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