Fußball-Bezirksliga

Gevelsberg zum ehemaligen Trainer

Einst in der Fußball-Bezirksliga als Trainer an der Linie beim FSV Gevelsberg, jetzt beim SC Hennen: Holger Stemmann (hier mit Antonio Padula).

Einst in der Fußball-Bezirksliga als Trainer an der Linie beim FSV Gevelsberg, jetzt beim SC Hennen: Holger Stemmann (hier mit Antonio Padula).

Foto: MiSch / Archiv

Gevelsberg/Hennen.  Wenn der FSV Gevelsberg beim SC Hennen antreten wird, trifft er auf seinen ehemaligen Trainer Holger Stemmann.

Am Sonntag trifft der Fußball-Bezirksligist FSV Gevelsberg auf seinen ehemaligen Trainer Holger Stemmann. Der hat nach einer Zwischenstation beim Kreisligisten TuS Esborn zu Saisonbeginn beim SC Hennen angeheuert. Zielsetzung dort: Die Mannschaft nach zwei „Seuchen-Spielzeiten“ wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen.

Als Fernziel hat der SC Hennen die Rückkehr in die Landesliga ausgegeben. Freilich ohne dafür einen Zeitrahmen zu setzen. Dass die Iserlohner mittel- bis langfristig ausgerechnet mit einem Trainer planen, den es zuletzt nicht lange bei seinen Vereinen hielt, verwundert. Anfang 2017 übernahm er den FSV Gevelsberg, wurde schon im November gegen Marius Kundrotas ausgetauscht. Zur Winterpause 2018/19 holte ihn der TuS Esborn. Bevor er nach Gevelsberg kam, arbeitete Stemmann allerdings dreieinhalb Jahre beim SV Langschede.

Hennen ist neu formiert

Dass er Hennen nur als Sprungbrett benutzen wolle, verneint der Trainer: „Ich möchte wieder perspektivisch arbeiten“, sagte er vor seinem Amtsantritt. Mit einer neu formierten Mannschaft ist er in die Saison gegangen. Im Kader waren auch zwei Ex-Gevelsberger: Hassan „Hase“ Boulakhrif und Mergim Bozhdaraj, der allerdings ohne Einsatz wieder ins Stefansbachtal zurückgekehrt ist. Dass der nicht auf sein „Kurzzeit-Team“ treffen wird, liegt an der Rotsperre, die er sich bei seinem ersten Einsatz für die Gevelsberger eingehandelt hat.

Der Saisonstart ist Stemmann und seinen Jungs nicht wirklich gelungen. Ganze zehn Punkte sind in acht Spielen auf dem Konto gelandet, dabei gab es Ausreißer nach beiden Seiten. 1:15 in Garenfeld, 7:0 gegen Letmathe und 3:0 gegen Voerde – Ergebnisse, die nicht zusammenpassen. „Wir wissen um die Stärken des Gegners“, sagt FSV-Trainer Uwe Jöns und nennt vor allem die Konterstärke und hier den ehemaligen Gevelsberger Boulakhrif. „Er kann ein Spiel allein entscheiden mit seiner Schnelligkeit und seinen Vorlagen“, so Jöns. Seine Vorgaben für das Spiel lauten deshalb: „Wir dürfen nicht ins offene Messer laufen und nicht ins Rückstand geraten. Aber eigentlich wollen wir schon gewinnen. Das hat sich das Team nach zwei physisch starken Spielen gegen Voerde und bei Türkiyemspor auch verdient.“

Bei der Frage nach der personellen Situation zählt der FSV-Trainer doch eine Reihe von Spielern auf, die ausfallen oder deren Einsatz fraglich ist. So befindet sich Lukas Josten in täglicher Physio-Behandlung wegen seiner Oberschenkelzerrung, laboriert Michael Hong-Gonzales an einem dicken Knöchel aus dem Voerde-Spiel, musste Timo Guidi am Dienstag das Training mit Zehenschmerzen abbrechen. Zudem fehlt Ramazan Ünal, der sich in der Klausurenphase befindet. Und daneben gibt es ja auch noch die Langzeitverletzten wie Florian Triestram und Julian Dienemann.

Kontakt seit vielen Jahren

„Aber dann müssen es die richten, die zum Einsatz kommen“, so Uwe Jöns. Er hat übrigens schon seit vielen Jahren Kontakt zu Holger Stemmann. Dessen Frau und die von Jöns’ langjährigem Co-Trainer Holger Döinghaus sind seit Jahrzehnten befreundet. So klein ist manchmal die Welt.

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