Fußball-Bezirksliga

Glücksmoment für Deniz Akbaba

Dominique Pascal Menge (VfB; r.) im Kopfballduelle mit Marius Hornschuh

Dominique Pascal Menge (VfB; r.) im Kopfballduelle mit Marius Hornschuh

Foto: Michael Scheuermann

Schwelm.   Im Derby von Schwelm gegen Voerde sorgen die blutjungen Spieler für Furore. Pascal Menge und Joel Nada zeigen ihre Qualitäten im VfB-Trikot.

Es waren die blutjungen Spieler, die im Derby der Fußball-Bezirksliga zwischen dem VfB Schwelm und dem FC Blau-Weiß Voerde für Furore sorgten. Vor allem auf Schwelmer Seite. Pascal Menge, der 19-jährige jüngste Bruder des VfB-Trainers, ging ohne Hemmungen zur Sache und bereinigte manche Situation, die hätte gefährlich werden können, schon vor der Abwehr.

„Die Mannschaft wünscht sich, dass er auf dieser Position spielt“, erklärte Coach Marco Menge fast entschuldigend und fügte hinzu: „Weil er jeden Zweikampf annimmt.“ Auch Joel Neda (22) auf der linken Außenbahn zeigte sowohl in Offensive wie Defensive seine Qualitäten – vor allem aber vor dem eigenen Tor. „Joel, du bist der Fels darin, du musst alles abgrasen“, kam die Anweisung seines Trainers.

Familiäres neben dem Platz

Einen wahren Glücksmoment aber erlebte Deniz Akbaba. Der 20-Jährige war erst in der Winterpause von Voerde zurück nach Schwelm gewechselt, weil er in der Hinrunde von Trainer Lars Möske kaum Einsatzzeiten im Bezirksligateam bekommen hatte. Ausgerechnet ihm gelang gegen seinen alten Verein der Schwelmer Führungstreffer. Und den Beifall, unter dem er nach einer Stunde ausgewechselt wurde, genoss Akbaba sichtlich.

Dass es auf und neben dem Platz durchaus familiär zuging, zeigte eine Szene in der Schlussphase der Partie. Benjamin Droste machte sich hinter dem Tor warm und bereitete sich auf seinen Einsatz vor. „Papa, spielst du heute nicht?“ fragte ihn sein kleiner Sohn. „Doch, gleich“, kam die Antwort – und tatsächlich: in der 87. Minute wurde Droste eingewechselt.

Da war das Spiel längst entschieden. Zum Leidwesen von Marc Dülm, derzeitiger Trainer-Pensionär, der sich die Partie nicht hatte entgehen lassen. Genau wie Frank Frielingsdorf und Karl-Heinz „Kalla“ Faust. „Ich bin schon traurig“, sagte Dülm angesichts der schwachen Vorstellung seiner ehemaligen Mannschaft. Die hatte er ja aufgebaut und zur neuen Saison an Lars Möske übergeben. Erklärungen für die unzähligen Ballverluste aber hatte auch er nicht. Erschreckend fand er vor allem die miserable Form von Michael Kupilas. „Der hat ja immerhin schon in der Oberliga gespielt, da muss man mehr erwarten.“ Der 23-Jährige war allerdings erst nach der Pause ins Spiel gekommen.

Reserve sorgt für Trostpflaster

Ein kleines Trostpflaster hatte es für die Voerder schon vor dem Bezirksliga-Derby gegeben. Da nämlich hatte die zweite Mannschaft das „kleine Derby“ auf der Rennbahn gegen VfB Schwelm II klar mit 5:1 gewonnen und Platz eins der Kreisliga B, Gruppe 2, untermauert. Entsprechend entspannt verfolgte BW II-Trainer Sinan Akbaba auch das „große Derby“.

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