Floorball-Mädchen

Gute Laune in Ennepetal trotz der Verletzungen

Die Spielgemeinschaft Ennepetal/Bonn mit den DJK-Athletinnen (v.l.) Anna Lena Steinbach (Kreuzbandriss), Nina Berger (Muskelfaserriss), Leandra Thiel (Sprunggelenk), Marli Kreisch, Marie Bick.

Die Spielgemeinschaft Ennepetal/Bonn mit den DJK-Athletinnen (v.l.) Anna Lena Steinbach (Kreuzbandriss), Nina Berger (Muskelfaserriss), Leandra Thiel (Sprunggelenk), Marli Kreisch, Marie Bick.

Foto: Verein

Ennepetal/München.  Floorball, als Nachfolgesportart vom Uni-Hockey, wird seit Jahrzehnten bei der DJK GW Ennepetal gespielt. Die U15-Mädchen waren jetzt bei der DM.

Dabei sein ist alles – ein Leitfaden, der vor allem für Olympische Spiele gilt. Viele Sportlerinnen und Sportler wollen indes mehr – viel mehr. Siege, vordere Plätze, dem Ehrgeiz entsprechend. Nicht so die Floorball-Spielerinnen der DJK GW Ennepetal. Denn alleine die Teilnahme der W15-Mädchen bei den Deutschen Meisterschaften in Puchheim, einem Vorort von München, wurde als Erfolg gewertet.

Weil die Ennepetalerinnen nicht alleine eine Mannschaft für die Endrunde stellen konnte, gingen sie eine Spielgemeinschaft mit dem SSF Bonn ein. Das ist übrigens nicht ungewöhnlich. Denn im Teilnehmerfeld der Endrunde mit sechs Mannschaften waren es einschließlich der Ennepetalerinnen drei Vertretungen, die als Kooperationen mehrere Vereine bestanden.

Viel Spaß trotz Niederlagen

„Es war einfach ein klasse Turnier, wir hatten viel Spaß“, freut sich Trainer und Abteilungsleiter Torben Thiel. „Auch wenn wir keinen Sieg hatten, so hat uns die Teilnahme viel gebracht.“ Gleichwohl die Ennepetaler die Teilnahme mit schweren Verletzungen bezahlen mussten. Während des Turniers riss das Kreuzband der Torhüterin Anna Lena Steinbach. Überdies zog sich Nina Berger einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu. Mitgereist, aber als Zuschauern in Krücken am Spielfeldrand war Leandra Thiel, die Tochter von Trainer und Abteilungsleiter. Sie war beim Training zur Deutschen U15-Meisterschaft umgeknickt. Das Syndesmoseband war angerissen, in der Folge bildete sich Wasser im Gelenk, so dass es zu einem Knochenmarksödem kam. Sechs Woche Pause – mindestens – hatte der Arzt verordnet.

Die Verletzungen hören sich schlimm an. Ja, sie sind es auch. Doch die gute Laune ließen sich die Spielerinnen der DJK GW Ennepetal nicht vermiesen. Auf dem Abschlussfoto lächelten alle zu frieden. Schließlich hatten sie ein klasse Erlebnis, was ihnen keiner nehmen kann und wird.

Auf ein Neues im nächsten Jahr

„Die Mannschaft haben wir kurz vor dem Turnier zusammen gestellt“, so Torben Thiel. „Und dafür hat sie sich tapfer geschlagen.“ Nach den beiden Niederlagen in der Gruppenphase gegen die SG Landsberg-Dessau-Elster und gegen den Co-Gastgeber und späteren Deutschen Meister Sportfreunde Puchheim, ging es am zweiten Turniertag im Platzierungsspiel um den sechsten Rang. Zwar gab es gegen den VfL Red Hocks Kaufering eine ordentliche 1:17-Niederlage, doch der Spaß blieb. „Trotz der vielen unglücklichen Ausfälle hat die Deutsche Meisterschaft allen Beteiligten viel Spaß bereitet“, sagt Torben Thiel. „So heißt es: Auf ein Neues im nächsten Jahr.“

Puchheim stellt den Meister nach einem 7:5-Sieg gegen UHC Weißenfels. Im kleinen Finale setzte sich die SG Landsberg-Dessau-Elster mit 4:0 gegen FC Stern München Girlies, den zweiten Gastgeber, durch. Bis zu 200 Zuschauer verfolgten die Spiele der Floorball-Endrunde.

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