Kartbahn-WM

In Amerika wird der Traum wahr

Dennis Höller holt sich das Rüstzeug bei „Cool Runners“ in Gevelsberg

Dennis Höller holt sich das Rüstzeug bei „Cool Runners“ in Gevelsberg

Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de

Gevelsberg/Charlotte.  Nach mehreren vergeblichen Anläufen hat es dieses Mal endlich geklappt: Dennis Höller ist Vize-Weltmeister im Kartfahren geworden.

Ein wenig hängt ihm die Zeitverschiebung noch nach, da macht Dennis Höller keinen Hehl draus. Kurz nach seiner Rückkehr aus den USA könnte die Müdigkeit des Breckerfelder Kartfahrers aber auch noch einen anderen Grund haben – denn Höller hatte nach der Weltmeisterschaft in Charlotte viel Grund um anzustoßen. Weltmeister und Vize-Weltmeister darf sich der schnelle Breckerfelder nach der Woche auf der Victory Lane nun nennen. Einige der Grundlagen für den Erfolg hatte er sich beim Gevelsberger „Cool Runners“ aneignen können.

Viele vergebliche Versuche

„Endlich hat es für das Podest gereicht“, sagt Dennis Höller nach seiner Rückkehr aus den USA. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, das Siegertreppchen bei der Weltmeisterschaft zu besteigen, war der Breckerfelder in der vergangenen Woche in Charlotte nicht aufzuhalten. Waren es in der Vergangenheit auch oft äußere Einflüsse, die eine Platzierung unter den ersten Drei verhinderten, so spielten dem Kartfahrer auf der Bahn in Charlotte dieses Mal die Bedingungen in die Karten. „Das war genau das gleiche Material, das wir in Deutschland auch benutzen“, freut sich Höller über diesen Vorteil. Und auch die Piste auf der „Victory Lane“ lag dem Breckerfelder gut. „Das war zumindest nichts Fremdes was die Streckenführung angeht“, sagt Höller.

Bevor die Wettkämpfe im Einzel los gingen, hatte der Kartfahrer der auf der „Cool Runners“-Bahn in Gevelsberg trainiert, allerdings noch einen Titel zu verteidigen. Denn bereits im vergangenen Jahr konnte er sich mit seinen Teamkollegen Andre Lohse, Michael Schöttler und Tobias Laube den Weltmeistertitel in der Mannschaft sichern, eben diesen galt es im Rahmen des „Nations Cup“ nun auch zu verteidigen. Und das gelang dann auch – und zwar nicht irgendwie, sondern ziemlich beeindruckend. „Am Ende waren es 40 Sekunden vor den Niederlanden“, berichtet Dennis Höller, der damit bereits vor dem Einzelstart einen Titel eingefahren hatte.

Forsche Ankündigung

Doch Höller wäre nicht Höller, wenn er sein Ziel deshalb aus den Augen verlieren würde. Im Vorfeld der WM in Übersee hatte er bereits angekündigt, dass es nun Zeit für ihn ist, das Podest auch zu besteigen – und diese forsche Ankündigung unterstrich er dann auch in den Vorläufen. Fünf der acht Vorläufe gewann Höller, hinzu kamen ein dritter und zweiter Platz. Und das, obwohl das Losglück nicht unbedingt auf seiner Seite war, denn oft hatte er es mit starken Konkurrenten zu tun, die ebenfalls mit großen Ambitionen in die USA gereist waren. Beim achten und letzten Vorlauf kam es für Höller zu intensiven Diskussionen, denn nach einem Überholmanöver wurde der Breckerfelder mit einer Zeitstrafe belegt. „Angeblich soll ich das andere Kart touchiert haben, das war aber in meinen Augen nicht der Fall“, sagt er. Da aber ohnehin ein Ergebnis gestrichen wird, konnte Höller die Zeitstrafe und den daraus resultierenden zwölften Platz in diesem Lauf verschmerzen.

Großer Punkteabstand

Auf Rang Zwei hinter seinem Teamkollegen Michael Schöttler wurde Dennis Höller nach den Vorläufen geführt, im Halbfinale konnte er den anderen Mitfavoriten aufgrund der dann geltenden Setzliste aus dem Weg gehen und seinen Lauf gewinnen. „Der Punktabstand vor dem Finale war dann aber so, dass ich Michael kaum noch einholen konnte“, schildert Höller die Situation vor dem letzten Lauf. Damit der Breckerfelder in der Gesamtwertung noch an dem Essener hätte vorbeiziehen können, hätte Schöttler bei einem Sieg von Höller Vierter werden müssen. „Dafür war er aber über die gesamte Woche viel zu beständig“, sagt Höller. Und so reichte es nicht für ganz oben, aber alleine schon der Schritt auf das Treppchen stimmt ihn mehr als glücklich.

„Ich hatte eine tolle Zeit, bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden und absolut glücklich mit dem zweiten Platz“, sagt Dennis Höller. Dafür hat er die Zeitverschiebung gerne in Kauf genommen, auch wenn ihm diese jetzt noch nach hängt.

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