Fußball-Bezirksliga

In sechs Tagen drei Spiele, drei Siege

Tarek Hammadi Attar (weißes Trikot; gegen Domenico Cozza kann die Schwelmer Niederlage nicht verhindern.

Tarek Hammadi Attar (weißes Trikot; gegen Domenico Cozza kann die Schwelmer Niederlage nicht verhindern.

Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de

Ennepe-Süd.  Die Generalproben sind mal geglückt, mal nicht. Wir schreiben, wie es eine Woche vor dem Saisonstart beim FSV, FC BW und VfB aussieht.

Es waren die letzten Tests, die die heimischen Fußball-Bezirksligisten am gestrigen Sonntag (und zum Teil in der Woche davor) absolviert haben. Während der FSV Gevelsberg gleich dreimal spielte – und dreimal siegte – kassierten sowohl BW Voerde als auch VfB Schwelm Niederlagen.

Am kommenden Sonntag wird es dann ernst für das Südkreis-Trio. Allesamt beginnen übrigens die Meisterschaft mit Heimspielen. Voerde empfängt ETuS/DJK Schwerte (1:0 und 3:0 in der vergangenen Saison, Schwelm den ASSV Letmathe (2:0 und 1:2 in der vergangene Saison) sowie Gevelsberg zum Kreisderby den Landesliga-Absteiger FC Wetter.

Gevelsberg stellt Fehler ab

Mit einem echten Härtetest beendete der FSV Gevelsberg seine Vorbereitung auf die am Wochenende beginnende Saison. Drei Spiele in sechs Tagen standen auf dem Plan. Alle drei gewannen die Jungs von Trainer Uwe Jöns. Der befand nach dem Marathon: „Wir haben die Fehler aus den ersten Spielen abgestellt.“ Als bestes der drei Spiele hatte er die Partie am Samstag gegen TuS Klosterhardt gesehen.

Gegen den ebenfalls in der Bezirksliga angesiedelten Bochumer Klub gab es einen 3:1-Sieg. Dabei drehten die Gevelsberger den 0:1-Halbzeitrückstand dank des Doppelpacks von Matthias Schoger und eines Treffers von Sow aus der zweiten Mannschaft der Gevelsberger.

Halbes Dutzend Treffer

Am Dienstag zuvor hatten die Gevelsberger quasi als Aufgalopp einen knappen 2:1-Sieg gegen den niederbergischen B-Ligisten Rhenania Hochdahl gefeiert. Schließlich ging es am Sonntag gegen den A-Ligisten SV Boele-Kabel. Da spielte der FSV endlich einmal sehr strukturiert, wie Uwe Jöns erfreut anmerkte. Sie rannten nicht blind nach vorn, sondern ließen den Gegner auch mal kommen und spielten aus einer gut stehenden Abwehr. Der Lohn war ein halbes Dutzend Treffer, wobei sich Jonathan Kissing und Max Schröder als Doppeltorschützen hervortaten. In allen Partien wechselte Uwe Jöns reichlich durch.

Noch viel Arbeit für Schwelm

Der VfB Schwelm musste mit kleiner Besetzung gegen Bezirksligist Bergisch-Born aus Remscheid antreten. „Es ist noch eine Reihe Spieler im Urlaub“, konstatierte Trainer Marco Menge, der 70 Minuten selbst auf dem Feld stand, nach der 1:4-Niederlage.

Reinhoff verletzt sich früh

Zu allem Überfluss hatte sich Dominik Reinhoff nach 20 Minuten einen Bänderriss zugezogen und musste vom Platz humpeln. Er wird ein paar Wochen zum Saisonstart ausfallen. Immerhin haben die Schwelmer kurz bevor es ernst wird, mit Amadou Keita noch einen Spieler verpflichtet. Er ist ein Halbbruder von Daniel Keita-Ruel, der einst beim Wuppertaler SV und aktuell in der 2. Liga bei Greuter Fürth spielt. Keita kommt aus der A-Jugend der TSG Sprockhövel.

Im ersten Durchgang des Testspiels waren die Gäste am Brunnen klar besser, aber Schwelm kam durch einen gut vorgetragenen Konter durch Krib Mehretean zum Führungstreffer. Den aber egalisierten die Gäste noch vor der Pause nach einem individuellen Fehler.

Zu Beginn der zweiten Hälfte übernahm der VfB das Kommando, hatte auch durch Keita eine „hundertprozentige“ Torchance, doch dem Neuzugang fehlten die Nerven, um zu vollstrecken. In der letzten halben Stunde dominierten dann wieder die Bergisch Borner. Zwei „Geschenke“ der VfB-Abwehr bescherten ihnen die Führung. Am Ende war es Konter, der das Endergebnis herstellte.

Für den Schwelmer Trainer Menge war klar, was die kommenden Tage bis zum Sonntag bringen: „Wir haben völlig verdient verloren. Bis zum Saisonauftakt müssen wir noch einiges tun, um erfolgreich zu starten.“

Voerde mit intensivem Niveau

Im letzten Test vor der Saison musste Blau-Weiß Voerde eine 0:3-Niederlage einstecken. Daniel Frölich, der das Team beim VfR Sölde betreute, befand hinterher: „Das war ein Gegner auf Augenhöhe – und gut zum Abschluss der Vorbereitung.“

Auch die Partie selbst wurde auf eine der Meisterschaft ähnlichen intensiven Niveau geführt. Dazu trug der Schiedsrichter bei, indem er vieles laufen ließ. „Es ist aber alles im Rahmen geblieben“, berichtet Frölich, auch wenn am Ende fünf Gelbe Karten notiert worden waren – zwei gegen Sölder, drei gegen Voerder Spieler. Im ersten Durchgang rotierte Sölde sehr stark und forderte die Gäste damit. Den Gegentreffer allerdings bezeichnete Frölich als „unglücklich“. Insgesamt gab es wenige Torchancen, dafür spielte sich viel im Mittelfeld ab.

Mangel an Konzentration

Nach der Pause wechselte Voerde viel durch. Die weiteren Gegentreffer allerdings resultierten wohl eher aus Konzentrationsmängeln. „Darin werden wir noch feilen müssen“, kündigte der Coach an.

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