Fußball-Oberliga

Katastrophale Rückrunde ist beendet

In der Rückrunde oft ratlos: Alexander Thamm

In der Rückrunde oft ratlos: Alexander Thamm

Foto: Marinko Prša

Ahlen/Ennepetal.   RW Ahlen sorgt für 5:2 (2:1) gegen den TuS Ennepetal am letzten Spieltag. Spieler ohne nötig Anspannung. Oberlies und El Youbari treffen.

Wie begossene Pudel, mit gesenkten Köpfen schlichen sie in die Kabine. Gerade ist die Saison 2018/2019 in der Fußball-Oberliga beendet. Wie die Rückrunde – miserabel. Die Klutertstädter haben wieder verloren, haben sich ordentlich einschenken lassen. Tabellennachbar RW Ahlen behielt mit 5:2 (2:1) die Oberhand. Immerhin: „Wir haben die Klasse gehalten und dürfen auch in der kommenden Saison in der Oberliga spielen“, so Trainer Alexander Thamm, der somit noch einen positiven Aspekt anspricht.

Denn diesen Aspekt hatte keiner der Spieler auf dem Schirm, als es zum letzten duschen der laufenden, mittlerweile abgeschlossenen ging. Ein Gefühl, gerade abgestiegen zu sein machte sich breit. Und so musste Thamm seine Jung daran erinnern, dass der Tus Ennepetal in der Liga bleibt. Wenngleich die „katastrophale Rückrunde“, wie es Alexander Thamm bezeichnet kaum das Gefühl des Klassenerhaltes zurück lassen kann.

Ennepetal geht in Führung

Die Partie im Wersestadion begann allerdings nicht allzu schlecht, zumal Dylan Oberlies tatsächlich für die Gäste zur 1:0-Führung traf. Gerade mal fünf Minuten waren gespielt. Es folgten weitere Chancen für die Ennepetaler. Die (Tor)-Erfolge blieben aus. Auch, weil zu erkennen war, dass den Spielern in diesem Spiel die nötige Anspannung fehlte. Schließlich ging es um nichts mehr. So bauten die Klutertstädter nicht die Führung aus, sondern kassierte erste den Ausgleich, dann den Pausenrückstand. Fortan war die Luft aus der Mannschaft des Tus Ennepetal raus. Alexander Thamm, der in diesem Spiel seinen Dauerbrenner und „Mister Zuverlässig“ Florian Gerding eine Pause gönnte (Thamm: „Reiner Selbstschutz, damit sich Flo in so einem Spiel nicht unnötig verletzt.“), musste nun tatenlos zusehen, wie auch diese Partie verloren ging, wie auch diese Partie ein Spiegelbild der Rückserie wurde – gar nicht mal so schlecht gespielt, aber das Ergebnis stimmt einfach nicht.

Als Ennepetal das 1:3 kassierte, es war etwa eine Stunde gespielt, versuchte Thamm mit einem Wechsel von drei Spielern gleichzeitig doch noch etwas rauszureißen. Gerding, Rudnik und Tunc kamen, sollten für frischen Wind sorgen. Doch der Lauf der gastgebenden RW Ahlen war so gut, dass dieser nicht mehr zu unterbrechen war. Immerhin sorgte Kapitän Abdulah El Youbari mit seinem Treffer für den Schlusspunkt, für eine Ergebniskosmetik.

„Man muss einfach sehen, dass wir als Erfolg die Liga gehalten haben“, so ein missmutiger Trainer Alexander Thamm. „In diesem Kalenderjahr hat es für uns nur einen Erfolg gegeben“, fügt er hinzu. Und es stimmt, dass einzig am 14. April das 3:2 gegen Absteiger FC Brünninghausen etwas Zählbares gebracht hat. Dazu gesellen sich die vier Unentschieden, die die Ennepetaler gegen Herne, Absteiger Gievenbeck, Erndtebrück II und Schermbeck erzielten . . .

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