Fußball-Bezirksliga

Kegeltour statt Fußballspiel – BW Voerde in Not

Am Sonntag vielleicht der BW-Keeper: Co-Trainer Jens Hoog

Am Sonntag vielleicht der BW-Keeper: Co-Trainer Jens Hoog

Foto: Marinko Prša

Ennepetal.  Zuhause ist Voerde ein Macht, hat am Tanneneck noch nicht in dieser Saison verloren. Das könnte sich ändern – weil (zu) viel Personal fehlt.

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Der FC BW Voerde trifft im Kreisderby der Fußball-Bezirksliga auf den aufstrebenden Landesliga-Absteiger FC Wetter. Zuletzt lief es recht ordentlich für die schwach gestartete Elf vom Harkortberg: Sieben Zähler aus den letzten fünf Partien lautet der Ertrag und sorgt für Selbstbewusstsein. Trotz hochkarätiger Gegner holten die Voerder in ihren letzten fünf Spielen sogar einen Punkt mehr.

Dass Trainer Lars Möske die Heimserie – sein Team ist auf eigenem Geläuf noch unbesiegt – auch mit dieser Partie fortsetzen möchte, ist ja keine Frage. Das wird allerdings keinesfalls ein Selbstläufer. Und dafür gibt es gleich mehrere Gründe.

Gäste ausgesprochen torhungrig

Zum einen hat sich die neu formierte Mannschaft von Trainer Fadil Salkanovic nach einem holprigen Start gefangen und zuletzt mit vielen Toren von sich reden gemacht: Sieben gegen Schwelm, vier gegen Sinopspor und drei gegen Letmathe in der Meisterschaft, neun gegen Iliria Hagen im Pokal. Mit jetzt 30 Treffern haben sie fast so viele erzielt wie die Voerder. „Das ist mir ein Rätsel“, staunt Möske.

Der zweite Grund sind gleich zehn Ausfälle, mit denen Möske leben muss. „Wir sind eben eine Hobbytruppe“, sagt der BW-Trainer und erläutert: „Innerhalb der Mannschaft haben wir eine Kegelgruppe – und die fährt von Freitag bis Sonntag nach Hamburg.“ Zu den „Kegelbrüdern“ gehören unter anderem beide Torhüter – Michel Hakenberg und Pascal Schürstedt – sowie Tobias Schipnik, Gaetano Salvo, Marcel Neumann, die Tolga-Brüder und Marius Kahle. „Gut, dass wir, was einige ja kritisieren, einen so großen Kader haben“, freut sich Lars Möske. „Diejenigen, die da sind, müssen es richten.“

Jens Hoog vielleicht ins Tor

Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Torhüter Nummer drei, Gideon Pixberg. Der hat in der ersten Mannschaft schon gute Spiele gezeigt, laboriert aber seit dem Training am vergangenen Dienstag an einer Leistenverletzung. Ob er am Sonntag auch tatsächlich spielen kann, muss sich zeigen. Dass Co-Trainer Jens Hoog im Zweifel einspringen wird, wollte Lars Möske gegenüber unserer Zeitung nicht bestätigen – auch, wenn ihm die Idee durchaus gefiel.

Eines steht für den Coach fest: „Unsere Jungs sollten gewarnt sein und dürfen es keinesfalls so schleifen lassen, wie am letzten Sonntag in der ersten Halbzeit beim SSV Hagen. Die Einstellung muss von Anfang an stimmen.“

Der FC Wetter kommt mit dem Rückenwind eines 9:0-Sieges im Kreispokal-Achtelfinale beim A-Liga-15. FC Iliria zum Tanneneck. Dabei gelangen Vincent Ebert und Ilyas Kurnaz jeweils drei Treffer. Möske: „Auch gegen einen Kreisligisten muss man neun Tore erst mal schießen.“

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