Halbmarathon

Lea Baumgarten wird zum Pechvogel

pechvogel in Venlo: Lea Baumgarten (MItte; RE Schwelm).

pechvogel in Venlo: Lea Baumgarten (MItte; RE Schwelm).

Foto: Verein / Uli Ebel

Ennepe-Süd/Venlo.   Frauen-Power aus Schwelm und Ennepetal beim Halbmarathon in Venlo. Schwelmerin erleidet Rippenprellung. Neue Bestzeiten, gelungene Premiere.

Keine Frage, dass beim Halbmarathon im holländischen Venlo ordentlich Frauen-Power aus Ennepetal und Schwelm am Start war. Von elf Startern der SF Ennepetal haben sich sechs Läuferinnen in die Siegerlisten eingetragen. Das 15-köpfige Team von RE Schwelm hatte sieben Starterinnen in den Reihen, die mit starken Zeiten und beachtenswerten Verbesserungen durchs Ziel kamen.

Trainer mit Vorbereitung zufrieden

Allerdings hatten die Schwelmer mit Lea Baumgarten auch einen ausgesprochenen Pechvogel in den Reihen. Sie war gut vorbereitet den Halbmarathon, den ersten großen Wettkampf des Jahres, angegangen. Noch vor dem Start hatte RE-Trainer Christian Kern den kontinuierlichen Trainingsfleiß, teils unter widrigen Bedingungen, der Schwelmer gelobt. „Einen großen Dank auch an Tanja Ziegler und Karsten Köhncke, für die Ausarbeitung der Trainingspläne, die zu fantastischen Ergebnissen und ganz vielen Bestleistungen geführt haben“, so Kern.

Doch alle Vorbereitungen halfen Lea Baumgarten nichts. Sie hatte der RE-Crew einen gehörigen Schrecken eingejagt. Eine kuriose Szenerie hatte sich entwickelt. „Wir erwarteten sie bei Kilometer 13 und sahen sie in der Live-App, aber sie kam nicht bei uns an. Da macht man sich schon seine Gedanken“, so ihr Verlobter Sven Dietzko. Kurz hinter Kilometer zehn bekam Baumgarten in einer Engstelle von einem Läufer einen heftigen Ellenbogen-Stoß in die Rippen. Die Schmerzen waren groß, einfach zu groß, die Schwelmerin zog sich eine Rippenprellung zu, musste abbrechen. Immerhin konnte sie nach einer Pause wenigstens weitergehen und wurde von den Begleitern aus dem Schwelmer Lager zu Fuß auf direktem Weg zum Ziel gebracht.

Starke Verbesserungen in den Zeiten erreichten Hannah Danowski und Heidrun Liedtke. Danowski ließ sich vom mitlaufenden Trainer Christian Kern pushen, kam in 1:54h durchs Ziel und hatte über sechs Minuten weniger als ihre bisherige Bestzeit. Liedtke verbesserte sich um fast zwei Minuten, die Uhren blieben für sie im Ziel bei 1:56h stehen. „Eins ist klar“, so Heidrun Liedtke, „schon nächste Woche im Trainingslager der Langläufer geht es direkt daran, die nächsten selbst gesteckten Ziele vorzubereiten.“ Im Plan blieben Sonja Müller (1:57h) und Silke Brocksieper (2:01h), die sich als Ziel eine Zeit von etwa zwei Stunden gesetzt hatten.

Eine gelungen Halbmarathon-Premiere feierte Astrid Starker. Ihre Zeit von 2:14 Stunden war beachtlich. Dies gilt umso mehr, da sie eher mit einer Zeit jenseits der 2:20 gerechnet hatte. „Ich freu mich, dass ich durch das Halbmarathontraining in der Gruppe jetzt in der Lage bin, so weit zulaufen. Ich bin heute mehr als zufrieden“, so Starker.

Mirjam Treier (2:17h) komplettierte die Frauen-Power aus Schwelm.

Mietz schnellste SF-Läuferin

Für Medaillen und gute Zeiten sorgten auch die Läuferinnen der SF Ennepetal, die begeistert ins Ziel einliefen und das Ereignis wie so viele Teilnehmer auch gemütlich ausklingen ließen. Schnellste Ennepetalerin war Josephine Mietz, die den Halbmarathon in 1:35:04 Stunde bewältige. Ihr folgten Rita Wacker (1:54:43h), Janina Krahl (1:59:49h), Cornelia Böttcher (2:07:41h), Sabine Naumann (2:09:25h), Gabi Dowidat-Mietz (2:27:00h) und Birgit Passilaitis (2:43:29h).

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