Leichtathletik

Marie-Sophie Macke peilt die 42 Meter an

Marie-Sophie Macke aus Hasslinghausen, Leichtathletin beim TV Wattenscheid ist dreifache deutsche Meisterin.

Marie-Sophie Macke aus Hasslinghausen, Leichtathletin beim TV Wattenscheid ist dreifache deutsche Meisterin.

Foto: TV Wattenscheid

Sprockhövel.  Bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften in Neubrandenburg macht sich die Schülerin aus Sprockhövel Hoffnungen auf einen Podestplatz.

Wenn Marie-Sophie Macke am morgigen Freitagmorgen in den Mannschaftsbus steigt, wird ihr klar sein: Sie kann schon am Sonntag als Deutsche Junioren-Meisterin zurückkehren. Die 16-Jährige Diskuswerferin aus Sprockhövel nimmt am kommenden Wochenende an den Deutschen U20-Meisterschaften der Leichtathleten in Neubrandenburg teil.

Mit dem TV Wattenscheid wird die amtierende NRW-Meisterin der Juniorinnen am Freitag aufbrechen, um sich mit den besten deutschen Diskuswerferinnen zu messen. „Und da freue ich mich natürlich extrem drauf“, sagt sie selbst. Und die Vorzeichen auf einen erfolgreichen Wettkampf stehen nicht schlecht. Und das, obwohl die junge Sprockhövelerin als jüngste Teilnehmerin in der U20-Kategorie an den Start gehen wird. „Ich habe mich richtig gut vorbereitet und habe auch bei den NRW-Meisterschaften vor ein paar Wochen in Leverkusen schon eine gute Leistung gezeigt. Das macht mir natürlich Hoffnungen auf einen Platz unter den ersten fünf“, erklärt die Schülerin vor dem ersten großen Event des Leichtathletik-Jahres.

41,92 Meter bei NRW-Meisterschaft

Auf 41,92 Meter schleuderte Macke das Wurfgerät Mitte Januar bei den NRW-Winterwurf-Meisterschaften. Damit setzte sich das Leichtathletik-Talent unter anderem gegen ihre ein Jahr ältere Konkurrentin Marlin Böhl durch, die gemeinsam mit Macke beim TV Wattenscheid trainiert.

„Das war schon extrem spannend. Marie ist mit einem Fehlversuch gestartet und hat sich im Laufe des Wettbewerbs mit jedem versuch gesteigert. Ich hatte ihr so eine Weite in diesem Wettbewerb ehrlich gesagt gar nicht zugetraut. Aber umso schöner, dass es im letzten Versuch dann doch noch zum ersten platz gereicht hat“, blickt Vater Klaus Macke auf die NRW-Meisterschaften zurück.

Auch für die nun stattfindenden Deutschen Meisterschaften hat Vater Klaus „eigentlich nicht unbedingt das beste Bauchgefühl“, sagt er selbst. Doch das muss erfahrungsgemäß ja nichts heißen: „Das war bei den NRW-Meisterschaften nicht anders, deshalb kann man optimistisch sein“, scherzt er.

„Sabine“ stört die Vorbereitungen

Die Vorbereitungen auf den vorläufigen Jahreshöhepunkt hätten derweil deutlich besser sein können: „Duch den Sturm konnte Marie zu Anfang der Woche zwei Trainingseinheiten in Wattenscheid nicht wahrnehmen, weil die Halle gesperrt war. Dafür wurde dann am Mittwoch noch trainiert“, so der Vater des Diskus-Talents.

„Ich fühle mich trotz der fehlenden Einheiten richtig gut und bin optimistisch, dass ich einen guten Wettkampf abliefern kann. Bei den NRW-Meisterschaften war es schon wichtig zu sehen, dass ich mich im laufe eines Wettkampfs nochmal steigern kann. Das gibt mir viel Selbstvertrauen“, sagt die Sprockhövelerin vor der Veranstaltung.

13 Diskus-Werferinnen aus ganz Deutschland werden an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen. Dass Macke die jüngste Teilnehmerin sein wird, flößt ihr derweil keinen großen Respekt ein: „Das kenne ich nicht anders aus dem Training, daher ist das kein Problem. Ich trainiere ja schon seit einiger Zeit mit Marlin Böhl in Wattenscheid, daher ist das jetzt keine große Umstellung. Ich muss einfach darauf achten, dass ich mich konzentriere und meine beste Leistung abrufen kann“, erklärt Macke vor der Abfahrt nach Neubrandenburg.

Drittbeste Weite in diesem Jahr

In der laufenden Wintersaison haben von den zwölf Konkurrentinnen, die am Samstag ab 13.15 Uhr neben Macke um den Deutschen Meistertitel kämpfen, nur sechs die 38-Meter-Marke geknackt. Mit ihren 41,92 Metern bei den NRW-Meisterschaften ist Macke derweil die Drittbeste Diskuswerferin im U20-Bereich in diesem Jahr. „Und Marie kann definitiv noch mehr“, weiß Vater Klaus. „Ich habe das Gefühl, dass es eine kleine Sensation geben könnte und Marie aufs Podest kommt. Dafür muss aber natürlich viel zusammen passen“, so der Vater der Diskuswerferin.

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