Reiten

Nachwuchs bekommt seine Chance

Lokalmatador Leon Rutenborn.

Lokalmatador Leon Rutenborn.

Foto: Joel Klaas

Ennepetal.   Ennepetaler RV auf Meininghausen: Gastgeber gibt Breitensport und Wettstreit genügend Platz. Lukas Blume erreicht in der M-Klasse dritten Platz.

Natürlich, der Ehrgeiz ist schon zu spüren. Pferde und Reiterinnen sowie Reiter geben fast alles, um den Sieg, um gute Platzierungen zu erreichen. So ist das bei einem Wettstreit. Auch bei den Ennepetaler Reitertagen, die der ERV auf Meininghausen traditionell austrägt. Doch der Verein um Vorsitzende May Woeste lässt auch genügend Raum für den Nachwuchs, für den Breitensport.

An den Reitsport heranführen

Denn dem Ennepetaler RV ist es ein wichtiges Anliegen, den Nachwuchs an das Reitern heranzuführen. Da gibt es Schulpferde, da gibt es Kooperationen. So auch in diesem Jahr, wenn Jungen und Mädchen ihre ganz persönlichen Premieren feiern. Und eben auf diesen Schulpferden durften sie mitten in den Wettkämpfen zeigen, was sie bereits erlernt haben.

Keine Frage, dass dies auch nur der Anfang einer möglichen Reitsport-Laufbahn sein kann. Auf jeden Fall bietet der ERV weitere Kurse, insbesondere in den Ferien an, um zu beginnen, um das Erlernte zu vertiefen.

Allerdings dauerte es eine Zeit, ehe man den Weg zum Turnier gefunden hatte. Als Auswärtiger hatte man aufgrund verschiedener Straßensperrungen Probleme. Immer wieder steckten Autos mit Pferde-Anhängern in Sackgassen fest. Am Gelände angelangt, wurde jedoch schnell klar: Viele haben den Weg doch gefunden – was auch an der Wegbeschreibung des Vereins lag.

Auch vom durchwachsenen Wetter hatten sich die zahlreichen Teilnehmer nicht abschrecken lassen. Aus ganz Nordrhein-Westfalen waren Reiterinnen und Reiter gekommen, um unter Begutachtung der Wertungsrichter ihre Bestleistung zu zeigen. Im Sprung- wie auch Voltigierreiten.

Mit Turnier einen Namen gemacht

Der Ennepetaler Reitverein hat sich mit seinem Turnier in den vergangene Jahren schon einen Namen in der Reitsport-Szene gemacht. Und das auch aufgrund der tadellosen Organisation des Veranstalters. Für gewöhnlich entladen sich Frust und Wut über organisatorische Fehler in der Meldestelle der Veranstaltung. Dort sitzt Sandra Frey mit drei weiteren Kolleginnen, die den Ablauf der Veranstaltung und die Meldungen überblicken. „Die Reaktionen der Teilnehmer waren bisher wieder sehr positiv. In der Meldestelle bekommt man ja am ehesten mit, wenn sich die Reiter beschweren. Ich glaube, die gute Organisation und das Drumherum sind für viele auch der Grund, warum sie immer wieder zu unserem Turnier kommen“, mutmaßt Sandra Frey.

Dass das Drumherum so problemlos läuft, hat seinen guten Grund: „Die verschiedenen Teams haben sich in den letzten Jahren eben so eingespielt und bestehen daher schon sehr lange. Jeder weiß, was er zu tun hat“, so das langjährige Vereinsmitglied. „Dazu gehört neben unserer Meldestelle natürlich auch der Pommes-Stand, der bei Teilnehmern und Besuchern immer sehr beliebt ist“, so Frey.

Sportlicher Erfolg

Möglich macht das Event neben dem hohen Aufwand der Vereinsmitglieder auch die Akquise von Sponsoren, die das Turnier unterstützen. Darauf macht die Vorsitzende May Woeste aufmerksam. Sie ist die ständige Ansprechpartnerin und hat im Vorfeld des Turniers um Unterstützer geworben. „Wir sind sehr froh und dankbar, dass uns so viele Geschäfte und Unternehmen unterstützen. Und das in der Regel auch in jedem Jahr wieder“, erzählt May Woeste.

Doch nicht nur aus organisatorischer Sicht waren die Ennepetaler Reitertage für den Verein ein voller Erfolg: Podest-Hoffnung und ERV-Mitglied Lukas Blume erreichte in der M-Klasse der Springreiter mit seinem Pferd „Con An“ den dritten Platz und sicherte sich damit ein Preisgeld in Höhe von 50 Euro. Der Erfolgsgarant des Ennepetaler Reitvereins sah sich in Person von Tobias Möller mit seinem Hengst „Sebastiano 3“ auf Platz zwei und der Erstplatzierten Britta Schnee auf „Just Carefull“ starker Konkurrenz ausgesetzt.

Dank der Organisation des Reitvereins wurden die Ennepetaler Reitertage auf Meininghausen also trotz der widrigen Witterung doch noch zum vollen Erfolg – einmal mehr aus sportlicher wie auch organisatorischer Sicht.

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