Letztmals um Spax-Cup

Neues Trio zählt zu den Favoriten

Ennepetal.   Erstmals im Bremenstadion: Malmö aus Schweden, Huddersfield aus England und St. Pauli aus Norddeutschland. Genua zuletzt 1999 in Ennepetal.

Immer wieder etwas Neues. Das war jedes Jahr so, das ist auch bei dieser 46. Auflage des Turniers so – wenn die U19-Mannschaften zu Pfingsten beim TuS Ennepetal an den Start gehen. Internationales Flair, alte bekannte und gleich drei Turnierneulinge gibt es ab heute – wenn um 14 Uhr der erste Anpfiff fürs erste Spiel der drei Wettkampftage erfolgt.

Alexander Ischebeck und Philipp Rath können sich zunächst als Turnierleiter zurücklehnen, die ersten Spiele genießen. Vielleicht. Denn nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Zwar gilt diese Ausgabe des Jahres 2019 als letzte ihrer Art, zumindest zum letzten Mal um den Spax-Cup. Doch der feste Wille besteht, den fußballerischen Nachwuchs auch weiterhin ins Bremenstadion einzuladen. Nur wie, das weiß derzeit keiner. Und dennoch wird es nicht schaden, wenn Ischebeck/Rath weitere Kontakte zu den Vereinsvertretern knüpfen werden. Wer weiß, ob und in welcher Form es eine weitere Auflage der Turnierserie geben wird? Wer weiß, ob es den einen oder anderen aktuellen Turnierteilnehmer geben wird, der vielleicht im kommenden Jahr wieder zu begrüßen sein wird?

Ibrahimovic lässt grüßen

Mit einem Turnier-Neuling lässt Zlatan Ibrahimovic grüßen. Denn der schwedische Klub Malmö FF ist die sportliche Heimat des fußballerischen Superstars. In Malmö geboren, spielt er in der FF-Jugend, ehe er zu Ajax Amsterdam wechselte und seine großartige Karriere startete. Derzeit lässt er seine Karriere beim US-amerikanischen Klub LA Galaxy im kalifornischen Los Angeles ausklingen. Der Nachwuchs aus Schweden kann durchaus als einer der Mit-Favoriten angesehen werden. Die Truppe ist voll im Saft, die Mannschaft ist mitten in der aktuellen Saison. Das spielfreie Wochenende wird für dieses Turnier genutzt. Malmö FF belegt nach zehn Spieltagen den dritten Platz der Liga.

Ein weiterer Neuling kommt von den britischen Inseln: Huddersfield Town, auch „The Terriers“ genannt. Die fußballerische Empfehlung entstammt weniger der Liga, vielmehr haben die Briten mit Freundschaftsspielen aufhorchen lassen. Sie überzeugten unter anderem gegen den FC Sevilla (2:0) sowie in der Saisonvorbereitung gegen die U19 des FC Bayern München (2:2).

Favoriten aus Norddeutschland

Aus Norddeutschland müsste der Titelverteidiger kommen. Doch der Hamburger SV konnte keine Zusage geben. Dafür kommt mit dem FC St. Pauli aus Hamburg der dritte Turnier-Neuling. Die Kiez-Kicker, aber auch der zweite norddeutsche Vertreter, der SV Werder Bremen (zuletzt 1993 zu Gast im Bremenstadion), zählen zum Favoriten-Kreis des Pfingstturniers. Darauf weist das Abschneiden beider Mannschaften in der U19-Bundesliga Nord/Nordost hin. Beide Teams trennte am Ende nur ein einziger Punkt. Werder darf sich Vizemeister nennen, St. Pauli erreichte mit 56 Punkten einen starken vierten Platz. Im direkten Duell behielt St. Pauli zunächst mit 2:1 die Oberhand, das Rückspiel endete 2:2. Im Kampf um den DFB-Pokal der A-Junioren erreichten die Hamburger das Viertelfinale, wo RB Leipzig die Endstation bedeutete.

Ein weiterer Bundesligist kommt aus der Landeshauptstadt. Aus der West-Gruppe kommt Fortuna Düsseldorf – übrigens zum zweiten Mal in Folge um den Spax-Cup am Start. Der Vorjahres-Fünfte erreichte in der Liga Platz acht. Dabei gab es unter anderem Achtungserfolge, wie den 4:1-Sieg gegen Borussia Dortmund.

„Endlich mal wieder eine italienische Mannschaft. Diesen Satz hört man in Ennepetal aktuell sehr häufig“, sagt Turnierleiter Alexander Ischebeck. Sampdoria Genua kommt – zum zweiten Mal übrigens nach 1999. Doch die Nachwuchs-Kicker aus der Mittelmeer-Stadt in Ligurien sind nicht die letzten Italiener gewesen, die das Bremenstadion bereichert haben. Denn in 2001 war es der SSC Neapel, der die italienischen Farben in der Klutertstadt vertrat. In der Liga konnte Genua immerhin mit dem 4:0-Sieg gegen Juventus Turin auf sich aufmerksam machen. Alles in allem war es aber eine durchwachsene Saison, die für Sampdoria auf Platz elf endete. Dennoch bemerkenswert, da Genua gleich elfmal unentschieden gespielt hat.

Meisterfeier im Bremenstadion

Viele Sympathiepunkte hat der Vorjahreszweite und der Sieger aus 2017 – der FC Midtjylland aus Dänemark. Die Mannschaft kann wie im vergangenen Jahr im Bremenstadion dänischer Meister werden. Denn wenn das Eröffnungsspiel am Samstag um 14 Uhr (gegen Fortuna Düsseldorf) angepfiffen wird, wird gleichzeitig in Dänemark das Spiel zwischen Aalborg und Silkeborg ausgetragen. Gewinnt Aaalborg nicht, dann wird Midtjylland Meister. Keine Frage, dass das im Ennepetaler Bremenstadion gefeiert wird. Besonders erfolgreich waren die Dänen übrigens in der UEFA Youth League. Hier verloren sie erst im Viertelfinale unglücklich gegen den FC Porto. Zuvor schalteten sie den AS Rom und Manchester United aus. Klarer Fall: der Sieger 2017 und Vize 2018 zählt zu den Favoriten 2019.

Komplettiert wird das Teilnehmerfeld durch den Lokalmatador TuS Ennepetal. Die Mannschaft hofft einmal mehr, der Hecht im Karpfenteich zu sein. Ein Punkt vielleicht, vielleicht ein Tor – das wäre schon ein großartiger Erfolg. Allerdings gegen die starke Konkurrenz von Sampdoria Genua, Malmö FF und FC St. Pauli. In der Bezirksliga haben die A-Junioren den dritten Platz erspielt. Größter Erfolg war in dieser Saison die Teilnahme am Kreispokalfinale. Hier musste sich der TuS erst in der Verlängerung dem favorisierten Westfalenligisten TSG Sprockhövel mit 2:3 geschlagen geben.

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