Basketball

Nummer 30 auf Lebenszeit

Ehrung für Kristofer Speier

Ehrung für Kristofer Speier

Foto: MiSch

Schwelm.   So ganz sicher sein kann man sich zwar nicht, ob „Tofer“ Speier nicht doch nochmal aktiv wird, geehrt für seine Verdienste rund um den Basketball in Schwelm wurde er am Rand des Spiels gegen Gießen nun aber.

Kay Schäfer ist zurück. Im zweiten Heimspiel der ProB übernahm der “erste Hallensprecher“ (Orga-Leiter Micha Buchwald) wieder das Mikrofon im “Baskets-Dome“, nachdem er aus Studiengründen kurz pausiert hatte. Beim Saisondebüt hatte ihn Felix Hiege vertreten, der von uns schon als neuer Hallensprecher tituliert worden war.

Schäfer hatte vor dem Spiel eine wichtige Botschaft zu verkünden. „Bitte bleibt in der Halbzeit auf Euren Plätzen“, sagte er und kündigte die Ehrung von Kristofer “Tofer“ Speier für seine Dienste im Dress und an der Seitenlinie der Baskets an. Speier, der seine basketballerische Ausbildung am Lewis & Clark College in Portland, US-Bundesstaat Oregon, erhielt, stand ab 2003 bei den Schwelmer Baskets unter Vertrag. Er holte in seiner ersten Profisaison den Meistertitel in der 2. Bundesliga Nord. In der Saison 2004/05 kam er für Schwelm in 22 Bundesliga-Spielen zum Einsatz, stieg aber mit dem Team sofort wieder ab. Anschließend wechselte er zum FC Schalke 04 in die 2. Liga und kehrte 2007 nach Schwelm zurück, spielte mittlerweile in der 1. Regionalliga, 2 . Bundesliga ProB, ehe er 2012 für ein Jahr zur BG Hagen in die Regionalliga wechselte.

Speier spielte danach für die Mannschaft der TG Rote Erde Schwelm, wurde dann Trainer des Teams in der 2. Regionalliga und übernahm im Februar 2016 bis zum Ende der Saison 2015/16 das Traineramt der Schwelmer Baskets in der ProB. Den Abstieg in die Regionalliga vermochte er nicht zu verhindern und kehrte zur Saison 2016/17 überraschend als Spieler in Schwelms Regionalliga-Kader zurück, mit dem er den sofortigen Wiederaufstieg in die ProB feierte.

Fans feiern „ihren“ Tofer

Baskets-Geschäftsführer Omar Rahim nahm die Ehrung vor. „Tofer Speier ist aus einer zweitklassigen Collegemannschaft hierher gekommen und hat so viel für den Schwelmer Basketballsport geleitstet“, sagte er unter dem Beifall der Zuschauer. „Er hat uns auch in schwerer Zeit geholfen und ist mehrfach mit uns aufgestiegen.“ Von den Rängen kamen „Tofer, Tofer, Tofer“-Rufe, als Rahim dem Deutsch-Amerikaner das Trikot mit der Rückennummer 30 zeigte, das in der Halle aufgehängt werden soll, verbunden mit dem Versprechen, die Nummer 30, die Speier im College und in Schwelm getragen hat, nie wieder zu vergeben. „Damit bedanken wir uns für alles, was Du für uns getan hast“, so Omar Rahim.

Auch persönlich wurde der 36-Jährige beschenkt: Eine Naschbox gab es ebenso wie ein Trikot – natürlich mit der Rückennummer 30. In dem verbarg sich noch eine Tube Voltaren und eine Dauerkarte für die Spiele der Baskets. „Für Dich und Deine Familie, und das auf Lebenszeit“, erklärte Rahim. In seiner Dankesrede wandte sich Speier im leuchtend blauen Sweater auch an die Fans: „Ihr habt Schwelm zu meinem Zuhause gemacht – und das nicht nur im Basketball.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben