Fußball-Oberliga

Persönliche Premiere möglich

Ist wieder eine Option, er könnte vor seiner persönlichen Oberliga-Premiere stehen: Nils Nettersheim.

Ist wieder eine Option, er könnte vor seiner persönlichen Oberliga-Premiere stehen: Nils Nettersheim.

Foto: Michael Scheuermann

Ennepetal/Schermbeck.  Wenn am Freitag die ältesten Mannschaften der Oberliga aufeinandertreffen, kann es zur Oberliga-Premiere von Nils Nettersheim kommen.

Wenn am Freitagabend in der Fußball-Oberliga der SV Schermbeck den TuS Ennepetal empfängt (Anstoß: 19.30 Uhr), dann kommt es in mehrerlei Hinsicht zu einer besonderen Begegnung. Die ältesten Mannschaften treffen aufeinander. Schermbeck stellt den ältesten Kader mit einem Liga-Durchschnitt von 27,1 Jahren, Ennepetal den drittältesten mit 26,6 Jahren – dazwischen liegt Kaan-Marienborn mit 26,8 Jahren. Zwei routinierte und erfahren Combos werden sich also duellieren.

Weil zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die bisher noch nicht verloren haben, wird diese Partie um ein weiteres attraktiver. „Eine Serie wird reißen“, sagt daher auch der Ennepetaler Trainer Alexander Thamm. Entweder gibt Ennepetal den ersten Punkt oder erste Punkte mit einem Remis oder einer Niederlage ab – wenngleich dies bei der Drei-Punkte-Wertung nicht ganz korrekt ist. Oder Ennepetal schafft im fünften Spiel den fünften Sieg und bringt Schermbeck so die erste Niederlage bei.

Trainer zehn Jahre in einem Team

Gute Voraussetzungen also, um eine attraktive Begegnung der Oberliga zu erwarten. Dies gilt umso mehr, da sich beide Mannschaften gut kennen – trotz des zwischenzeitlichen, unfreiwilligen „Ausfluges“ des Gastgebers in die Westfalenliga. Thamm attestiert beiden Formationen eine ähnliche Spielweise. Das ist auch den ähnlichen Philosophien beider Trainer geschuldet. Die kommt nicht von ungefähr. Zehn Jahre haben Alexander Thamm und SVS-Trainer Thomas Falkowski zusammen gespielt. „Wir waren Konkurrenten, weil wir auf ähnlichen Positionen gespielt haben und eine ähnliche offensive Ausrichtung fürs Spiel hatten“, so Alexander Thamm. Und das habe sich als Trainer bei beiden fortgesetzt. „Das macht es für uns schwer, insgesamt aber außerordentlich interessant und spannend“, so Thamm voller Vorfreude auf diese Partie am Freitagabend.

Der Ennepetaler Trainer kann dabei nahezu auf alle Spieler zurück greifen. Kapitän Abdulah El Youbari fehlt wegen einer Adduktoren-Verletzung auf jeden Fall. Er bekam ein Trainings-Verbot diese Woche, „weil wir nichts riskieren wollen“, so Thamm. Nicht zum Kader wird Tim Salzmann nach einer Zahn-Operation diese Woche stoßen können.

Stärkste Offensive der Oberliga

Ansonsten hat er vor allem in der Offensive (Thamm: „Unsere exzellente Defensiv-Arbeit fängt bereits bei unseren Stürmern an.“) die Qual der Wahl. Eine Offensive übrigens, die in den bisherigen vier Spielen für zwölf Torjubel sorgte – und damit den Spitzenwert der Oberliga inne hat. Zuletzt hatte Dennis Drepper alleine im Sturmzentrum gewirkt, ehe im Laufe des Spiels Sevag Kherlopian dazu stieß und für weiteren Druck, für weiteren Wirbel im Ennepetaler Angriff sorgte. Überdies hat Alexander Thamm mit Ibrahim Lahchaychi und Moritz Müller zwei Spieler, die ebenfalls so viel und so früh wie möglich im Ennepetaler Angriff eingreifen wollen. Und: Nils Nettersheim ist wieder eine Option. Der bisherige Torjäger Nummer eins der Klutertstädter kann vor seiner persönlichen Oberliga-Premiere in dieser Saison stehen.

Allerdings: Auch Gastgeber SV Schermbeck besitzt eine starke, kompakte Mannschaft mit herausragenden Spielern. „Schermbeck hat mit Dominik Milaszewski einen starken Stürmer, mit Marek Klimczok einen umsichtigen Mittelfeldspieler, der unglaublich stark in Standard-Situationen ist“, so Thamm, der überdies viel von Gastgeber-Keeper Cedric Drobe hält.

Keine Frage also, dass es in mehrerlei Hinsicht zu einer besonderen Begegnung auf dem Rasenplatz im Trog 52 (46514 Schermbeck) kommen wird. Sowohl Schermbeck als auch Ennepetal haben in den bisherigen sechs Pflichtspielen nicht verloren. Ennepetal siegte viermal in der Oberliga, zweimal im Westfalenpokal gegen die Oberligisten Herne und Kaan-Marienborn. Schermbeck besiegte Rheine (2:1) und Holzwickede (1:0), spielte gegen Münster II (0:0) und Herne (3:3) jeweils Unentschieden, siegte zweimal im Pokal auf Kreisebene.

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