2. Baseball-Bundesliga

Raccoons: Alptraum vermeiden

Sehr wahrscheinlich wieder am Start: Julius Hilger

Sehr wahrscheinlich wieder am Start: Julius Hilger

Foto: Michael Scheuermann

Ennepetal.   Waschbären aus Ennepetal treten mit breiter Brust in Neunkirchen an. Sandmann und Neuzugang Sarasa fehlen, Hilger wieder an Bord.

Manchmal werden Menschen schweißgebadet wach, weil sie etwas schlechtes oder beängstigendes geträumt hat. Jeder kennt das, jeder hat vor etwas Angst und ist schon einmal nachts von einem dieser Alpträume wach geworden. Das englische Wort dafür heißt „nightmare“ und ist der Namenszusatz des kommenden Gegners für die Ennepetal Raccoons in der 2. Baseball-Bundesliga. Dabei präsentierten sich die Neunkirchen Nightmares in ihrem bisher einzigen Auftritt alles andere als angsteinflößend.

Gastgeber mit klaren Niederlagen

Und so überrascht es nicht, dass Raccoons-Trainer Achim Hilger mit seinem Team nach deren tollen Auftritten gegen die hoch gehandelten Dortmund Wanderers mit breiter Brust nach Neunkirchen fährt. „Wir wollen mindestens einen Sieg mitnehmen, da brauchen wir auch gar nicht groß tief zu stapeln“, sagt Hilger optimistisch. Zu ebenbürtig präsentierte sich seine Mannschaft gegen die Topteams aus Bonn und Dortmund, als dass ihm der kommende Gegner nun Alpträume bereiten müsste.

In Neunkirchen treffen die Ennepetaler auf eine Art Blaupause ihres eigenen Vereins. Wie die Waschbären stieg Neunkirchen vor einigen Jahren schnell in die zweite Bundesliga auf, seit vier Jahren sind die Siegerländer fester Bestandteil der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Doch vor der Saison mussten die Nightmares den US-Amerikaner Jesse LaCasse abgeben, der spielende Trainer war zuvor mit den Neunkirchenern von der Landesliga bis in Zweitklassigkeit vorgestoßen. Ihn ersetzt seit dieser Saison sein Landsmann Steven Beall.

Bisher tat er dies allerdings ohne nennenswerten Erfolg. Am ersten und bisher einzigen Doppelspieltag für die Siegerländer setzte es zwei klare Niederlagen gegen Bonn. Mit 12:2 und 10:0 kam Neunkirchen unter die Räder. „Trotzdem sind sie sehr gefährlich. In dieser Liga kann jedes Team jeden Gegner schlagen“, mahnt Achim Hilger vor Überheblichkeit bei seinem Team. Dennoch möchte er von seinen Akteuren einen selbstbewussten Auftritt sehen, in dem die Waschbären wie in den bisher absolvierten sechs Spielen ihre Qualitäten ausspielen.

Fehlen wird dabei First-Base-Spieler Christian Sandmann, auch Neuzugang Julian Sarasa ist noch fraglich. Wahrscheinlich wieder mit von der Partie ist Trainersohn Julius Hilger, der sich gegen Dortmund bei einem Homeslide an der rechten Hand verletzte. Die Verletzung ist aber anscheinend nicht schwerwiegend, so dass einem Einsatz nichts im Wege steht.

Julius Hilger ist also bereit, mit seinem Team einen möglichen Alptraum im Siegerland zu verhindern. Mit einem Sieg könnten sich die Ennepetal Raccoons im oberen Tabellendrittel festsetzen und bereits einigen Abstand zwischen sich und die unter ihnen rangierenden Teams bringen. Gelingt das, bleibt der Saisonverlauf für die Ennepetaler alles andere als Alptraum – ruhige Nächte stehen also bevor.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben