Fußball-Bezirksliga

Reinigendes Gewitter am Brunnen

VfB-Trainer Marco Menge (vorne) mit einem seiner Co-Trainer Daniel Ritter.

VfB-Trainer Marco Menge (vorne) mit einem seiner Co-Trainer Daniel Ritter.

Foto: Michael Scheuermann

Schwelm.  Schlecht gespielt, aber gewonnen. Die Leistung des VfB Schwelm gibt noch nicht Anlass zur Hoffnung.

Acht Punkte Abstand zum ersten Abstiegsplatz – nach dem Sieg gegen den SSV Hagen lag die Erleichterung beim Fußball-Bezirksligisten VfB Schwelm förmlich in der Luft. Indes: Die Leistungen auf dem Platz gaben nun wirklich nicht Anlass zur Hoffnung für die Zukunft. Wir sprachen mit VfB-Sportvorstand und -Trainer Marco Menge.

Wie beurteilen Sie das Spiel gegen Hagen, nachdem Sie darüber geschlafen haben?

Wir haben schlecht gespielt und am Ende glücklich gewonnen. Das habe ich auch meinem Trainerkollegen Dieter Iske nach dem Spiel gesagt. Aber wir haben ja auch schon sehr gute Spiele gezeigt und nichts Zählbares geholt. Das ist eben Fußball.

Wie geht es jetzt weiter beim VfB Schwelm?

Wir machen mit dem Trainerteam aus Daniel Ritter, meinem Vater Willi, David Todtenhausen und mir weiter wie bisher – und natürlich dem Teammanager Andy Weber. Dass wir uns am Sonntag zurückgezogen haben, war Wunsch der Mannschaft, die den Fans und auch uns beweisen wollte, dass sie zum Verein steht.

Hat das in Ihren Augen geklappt?

Nein, wenn man das Spielerische sieht. Aber ja, wenn man den Willen etwas zu erreichen berücksichtigt. Die Mannschaft hat bis zum Schluss den Sieg gewollt und damit ein Signal in die richtige Richtung ausgesandt.

Ist Ivan Simic, der diesmal gemeinsam mit Ihnen als Trainer im Spielbericht erschienen ist und an der Linie stand, eine Option für die Zukunft?

Nein, Ivan durfte ja am Sonntag wegen der fünften Gelben Karte sowieso nicht spielen. Künftig steht er wieder auf dem Platz. Er ist ja letztlich für die Abwehr sehr wichtig.

Also stehen Sie am kommenden Sonntag beim FC Wetter wieder im Trainingsanzug neben der Bank?

Nein, das nicht, was aber nur damit zu tun hat, dass ich seit Mittwoch für zehn Tage im Urlaub bin. Beim nächsten Heimspiel werde ich wieder dabei sein.

Wie hat die Mannschaft auf den doch sehr zähen Erfolg reagiert?

Sie hat gemerkt, dass sie auch in Zukunft mehr Engagement und Teamgeist zeigen muss. Ja, sie ist durch ein reinigendes Gewitter gegangen. Ich glaube, die vor dem Spiel prekäre Situation ist in den Köpfen der Spieler angekommen. Ich bin sicher, die Jungs werden da weitermachen, wo sie am Sonntag aufgehört haben.

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